7. Dez 2021

Konzertkalender 2022

Für die Zusammenarbeit mit dem Magazin Logo ist der folgende Konzertkalender entstanden! Präsentiert werden alle eigenen Konzerte des Sinfonieorchesters Liechtentein, der Internationalen Musikakademie in Liechtentein und des Festivals VADUZ CLASSIC. 

Perfekt in der Mitte des Magazins platziert eignet er sich ideal zum Herausnehmen und Aufhängen, damit kein Konzert mehr verpasst wird. 

Diesen und noch vieles mehr finden Sie in der Dezemberausgabe des Magazins Logo. Die gesamte Ausgabe finden Sie hier.

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KONZERTKALENDER.pdf
16. Nov 2021

Saisonbroschüre 2022

Im Bericht finden Sie alle Informationen zur Saison 2022.

https://issuu.com/gmg3/docs/sol_2022_brochure_web

15. Nov 2021

Jahresabschluss der 33. Konzertsaison

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu und somit auch die 33. Konzertsaison des Sinfonieorchesters Liechtenstein. Zum Saisonabschluss dürfen wir zwei Ausnahmekünstler bei uns begrüssen.

Vom Dirigentenpult aus wird Wayne Marshall das Orchester durch ein spannendes Programm mit Werken von Peter I. Tschaikowski und Edvard Grieg leiten. Aus dem letzten Jahr haben wir ihn noch in bester Erinnerung, als er zusammen mit Kit Armstrong zu Gast in Liechtenstein war.  

Solistin der Konzerte des 3. „SOL im SAL“ am 16. und 17. November ist die erst 17-jährige russische Pianistin Eva Gevorgyan, Finalistin des diesjährigen Chopin-Klavierwettbewerbs und langjährige Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Sie wird das Klavierkonzert von Edvard Grieg spielen. 

Wenige Restkarten sind für beide Konzerte noch erhältlich.

Ende dieser Woche werden wir auch das Jahr aus kammermusikalischer Sicht abschliessen, nämlich mit dem 4. „ERLEBE SOL“-Konzert. Die letzte Matinee des Jahres, die nochmal unter dem Motto „Klassik mal nicht ganz klassisch“ steht, wird am Sonntag, den 21. November um 11 Uhr im Rathaussaal in Vaduz stattfinden. Im Mittelpunkt des spannenden Programms steht der Komponist Astor Piazzolla, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Umspielt wird seine Musik von einigen anderen Komponisten, die in Bearbeitungen des Solisten, Kammermusikers, Orchestermusikers und Arrangeur Sebastian Manz zu hören sein wird. Erleben konnte man ihn zuletzt beim 2. ABO „SOL im SAL“ mit dem jazzigen Klarinettenkonzert von Artie Shaw. Zusammen mit diesem vielseitigen Musiker werden die Geigerin Sara Domjanic und der Gitarrist Petrit Çeku, die aus vielen Konzerten dem Liechtensteiner Publikum bekannt sind, mit einem ähnlich abwechslungsreichen, fetzigen, jazzigen und „unklassischen“ Programm auftrumpfen.

– Traditionen darf man wahren –

und so wird auch dieses Jahr beim 3. ABO „SOL im SAL“ die neue Spielzeit vorgestellt.

Seien Sie daher live dabei, wenn am 16. und 17. November die neue Saison samt Saisonbroschüre vorgestellt wird. Der Barbetrieb wird erstmal im Jahr 2021 wieder möglich sein.

Der Abo-Vorverkauf wird ab dem 18. November bis zum 12. Dezember 2021 möglich sein. Abonnements der „SOL im SAL“-Reihe können für CHF 150.- zum Normalpreis und für CHF 90.- zum ermässigten Preis, und Abonnements der „ERLEBE SOL“-Reihe für CHF 130.- zum Normalpreis und für CHF 80.- zum ermässigten Preis erworben werden 

Für das SOL wird die 34. Konzertsaison 2022 am 18. und 19. Jänner mit dem 1. ABO „SOL im SAL“ und einem rein französischen Programm starten.

Getreu dem Motto der neuen Saison „Comeback“ wird die Pianistin Martina Filjak, die vor 9 Jahren das erste Mal zu Gast beim SOL war, ihre Rückkehr feiern und zusammen mit einem altbekannten Gesicht, Sebastian Lang-Lessing, der zuletzt im November 2019 das grosse Richard-Strauss-Programm dirigierte, die 34. Spielzeit des Sinfonieorchesters Liechtenstein eröffnen.

20. Sep 2021

Interview mit dem Gitarrensolisten Ulrich Huemer

Als weiteres Highlight wird der Gitarrensolist Ulrich Huemer aus Liechtenstein das SOL beim Freundeskreis-Konzert am Dienstag, den 21. September 2021 mit seinem wunderbaren Spiel begleiten. Begonnen hat der junge Musiker seinen Gitarrenunterricht an der Liechtensteinischen Musikschule unter der Betreuung von Kurt Gstöhl. Im Anschluss daran wurde er 2014 in die Talenteförderung des Vorarlberger Landeskonservatoriums aufgenommen.

 

Interview mit Ulrich Huemer

Bist du schon öfter als Solist mit Orchester aufgetreten? Oder ist das Konzert mit dem SOL dein Debut in dieser Rolle?

Mein Debut mit Orchester hatte ich 2014 mit dem Collegium St. Gallen unter der Leitung von Mario Schwarz bei dem ich ein Vivaldi Konzert gespielt hatte. Zudem war ich schon zweimal Solist mit dem Celloorchester hier in Liechtenstein, den Friends of Cellos. Zuletzt durfte ich mit dem Sinfonieorchester des Vorarlberger Landeskonservatoriums das Concerto Métis vorführen. Das SOL kenne ich natürlich auch schon durch meine Einsätze als Gitarrist und freue mich schon darauf auch einmal die Rolle des Solisten einzunehmen.

Weshalb hast du für diesen Auftritt den Kopfsatz aus dem Konzert von Roland Dyens gewählt? Kannst du in diesem Satz besondere Qualitäten von dir ausspielen? Immerhin bestreitest du mit dem SOL im SAL ein „Heimspiel“ …

Jedem fällt nur immer Concierto de Aranjuez ein, wenn er an Gitarre und Orchester denkt. Dabei gibt es andere wunderschöne Werke für diese Besetzung, welche aber eben nicht so bekannt sind, wie zum Beispiel das Concerto Métis von Roland Dyens. Natürlich finde ich alle Sätze dieses Konzerts toll, aber dies würde den zeitlichen Rahmen des Freundeskreiskonzerts sprengen. Dass dies ein „Heimspiel“ sein wird, habe ich bei der Stückauswahl überhaupt nicht bedacht, weil dies für die Musik und mein Spiel keinen Unterschied macht. Ich denke aber, dass mir die Musik Dyens‘ gut liegt und spiele sie auch darum besonders gerne.

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Es kann durchaus gesagt werden, dass das Programm des Freundeskreis-Konzertes 2021 nicht nur musikalisch, sondern auf für das Land Liechtenstein etwas ganz Besonderes darstellt, worauf wir mit grosser Vorfreude blicken.

Der Eintritt ist für alle Interessent*innen kostenlos. Wir freuen uns über Ihre obligatorische Reservierung bei freier Platzwahl im SAL in Schaan per Mail an office@sinfonieorchester.li oder per Telefon: 00423 792 63 51. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass für das Publikum vor Ort die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) gilt und Sie diese bitte beim Einlass Ihren 3G-Nachweis vorweisen. Im Anhang finden Sie bereits das Anmeldeformular, welches Sie auch online bzw. digital ausfüllen können.

Sollten Sie das Konzert lieber von daheim aus geniessen wollen, haben wir auch in diesem Fall die perfekte Lösung für unser Publikum. Für das Freundeskreis-Konzert bietet das SOL einen kostenlosen und hochwertigen Livestream an. Registrieren Sie sich einfach auf www.kulmag.live (noch bis zum 01.01.2022 kostenlos) und erleben Sie das Konzert am Ort Ihrer Wahl.

Lassen Sie sich dieses Konzerterlebnis nicht entgehen. Wir freuen uns darauf, Sie persönlich oder auch online zu Hause beim Freundeskreis-Konzert des SOL willkommen zu heissen.

© Victor Roman Marin

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19. Sep 2021

Interview mit Jazzpianist Stefan Frommelt

Als kleinen Vorgeschmack zu unserem Freundeskreis-Konzert am Dienstag, den 21. September 2021 möchten wir zwei unserer Special Guests aus Liechtenstein genauer beleuchten. Wir beginnen mit Stefan Frommelt. Als erfahrener Jazzpianist wird er beim Freundeskreis-Konzert zusammen mit seinem Trio „TRIMOLON Jazzscapes“ und dem SOL die Liechtenstein-Premiere seiner Komposition “Spring Flakes and Family Sketches” feiern.

Einige Ausschnitte aus dem Interview mit diesem Ausnahmekünstler wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen!

 

Interview mit Stefan Frommelt

Spring Flakes and Family Sketches” wurde 2015 in Cremona in der Fassung für “Jazztrio und Orchester” uraufgeführt. Existieren davon noch andere Versionen?

Der Präsident der European Orchestra Federation, EOF, Daniel Kellerhals, kam 2014 auf mich zu mit der Anfrage, für das EOF Meeting in Cremona 2015, an dem an die 1000 Musikerinnen und Musiker aus dem Amateurorchesterbereich aus ganz Europa zusammenkamen, eine zeitgenössische Orchesterkomposition zu schreiben. Für die Einstudierung dieses Werkes wollten sich an die 60 Teilnehmer*innen einschreiben. Für das Dirigat konnte der wunderbare Zürcher Dirigent Christof Brunner gewonnen werden.

Daniel Kellerhals hatte 2007 schon einmal die Vision, als Präsident des Orchestervereins Liechtenstein-Werdenberg, OLW, mir für das Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehens des Orchesters den Auftrag zu vergeben, ein Orchesterstück zu komponieren. 2008 wurde mein Orchesterstück „Hena und Dena“ anlässlich des OLW Jubiläumskonzertes uraufgeführt.

Als Vorlage für das Orchesterstück „Spring Flakes and Family Sketches“ dienen zwei Stücke, die ich in meinem damaligen Stefan Frommelt Trio mit Marius Meier, Kontrabass und Marvin Studer, Drums auf der CD „Some Kind Of Odd“, beim Basler Jazzlabel UNIT 2016 erschienen und veröffentlicht hatte. Die Jazztrio-Versionen der Kompositionen „Spring Flakes“ und „Longing“ verwendete ich als Vorlagen für die Orchesterkomposition „Spring Flakes and Family Sketches“.

Gab es seither weitere Aufführungen, sowohl der Fassung mit Orchester als auch der anderen Besetzungen? War das Werk in Liechtenstein schon einmal zu hören?

Die Jazztrio Version der Stücke spielten wir seit ihrer Komposition an vielen Triokonzerten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Liechtenstein. Die Orchesterversion war nach der Uraufführung in Cremona nur einmal zu hören, an einem Privatkonzert zu Ehren des 80.Geburtstags meines Vaters Josef Frommelt und zum 75. Geburtstag meiner Mutter Helga Frommelt-Torkos, 2015. Es wird demnach am 21. September 2021 im SAL in Schaan eine öffentliche Uraufführung in Liechtenstein geben, was mich ungemein freut.

Trimolon spielt Jazz, das SOL Klassik. Wie bringst du diese scheinbar getrennten Welten zusammen?

Aufgewachsen in einer der ersten Musikerfamilien in Liechtenstein habe ich den Klang eines Sinfonieorchesters quasi wie Muttermilch verabreicht bekommen. Beide Eltern waren Berufsmusiker, wobei vor allem meine Mutter mich zu sehr vielen Konzerten, bei denen sie als Mitglied der ersten Geige im Sinfonieorchester Vorarlberg, als Konzertmeisterin in der Raetiana Vaduz oder im Orchesterverein Liechtenstein Werdenberg gespielt hatte, mitgenommen hatte.

Meine individuelle Entwicklung als Musiker musste zwangsläufig abseits dieser Spur verlaufen. Ich habe sie im Jazz gefunden, zuerst am Saxofon, dann wieder am Piano. Das Pianotrio mit Kontrabass und Drumset ist für mich die Krönung des Jazzmusikerdaseins, nicht erst seit Bill Evans und Herbie Hancock. So nutzte ich sowohl meinen innerfamiliären Zugang zur Musik aus verschiedenen Welten als auch jede Form von Hörmedium das sich mir bietet – von Konzertbesuchen über Streaming-Möglichkeiten bis zu Vinyl-Schallplatten. Meine musikalische Bandbreite ist dadurch recht breit geworden. Ich unterteile nicht mehr zwischen Klassik und Jazz, E- und U- Musik, sondern nur mehr zwischen mich ansprechender oder langweilender Musik.

So gesehen ist das Zusammenwirken unseres Jazztrios mit einem Sinfonieorchester für mich folgerichtig. Dass es nun zu der wunderbaren Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein kommt, freut mich ungemein.

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Es kann durchaus gesagt werden, dass das Programm des Freundeskreis-Konzertes 2021 nicht nur musikalisch, sondern auch für das Land Liechtenstein etwas ganz Besonderes darstellt, worauf wir mit grosser Vorfreude blicken.

Der Eintritt ist für alle Interessent*innen kostenlos. Wir freuen uns über Ihre obligatorische Reservierung bei freier Platzwahl im SAL in Schaan per Mail an office@sinfonieorchester.li oder per Telefon: 00423 792 63 51. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass für das Publikum vor Ort die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) gilt und Sie diese bitte beim Einlass Ihren 3G-Nachweis vorweisen. Im Anhang finden Sie bereits das Anmeldeformular, welches Sie auch online bzw. digital ausfüllen können.

Sollten Sie das Konzert lieber von daheim aus geniessen wollen, haben wir auch in diesem Fall die perfekte Lösung für unser Publikum. Für das Freundeskreis-Konzert bietet das SOL einen kostenlosen und hochwertigen Livestream an. Registrieren Sie sich einfach auf www.kulmag.live (noch bis zum 01.01.2022 kostenlos) und erleben Sie das Konzert am Ort Ihrer Wahl.

Lassen Sie sich dieses Konzerterlebnis nicht entgehen. Wir freuen uns darauf, Sie persönlich oder auch online zu Hause beim Freundeskreis-Konzert des SOL willkommen zu heissen.

© Peter Mathis

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15. Sep 2021

Klangvolle Aussichten für den Herbst 2021

Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und das Team des Sinfonieorchesters Liechtenstein blickt gespannt auf einen musikalisch verheissungsvollen Herbst 2021.

Bereits am 21. September 2021 präsentieren wir, mit der grosszügigen Unterstützung des Freundeskreises des SOL, das traditionelle Freundeskreis-Konzert im SAL in Schaan – und das Programm hat es in sich!

Zu Beginn steht eine Komposition des Liechtensteiners Stefan Frommelt, welche das SOL gemeinsam mit einem schwungvollen Jazztrio zum Besten geben wird und sich „Spring Flakes and Family Sketches“ nennt. Im Anschluss zu den anmutenden Gitarrenklängen in «Concerto Métis für Gitarre und Orchester» von Roland Dyens widmet sich das SOL der äusserst unterhaltsamen Jazz-Suite von Leroy Anderson – mit einer musikalischen Überraschung. So viel ist zu verraten: es wird ordentlich in die Tasten geschlagen! Zum Finale des Freundeskreis-Konzerts treffen sich traditionelle alpenländische Blasmusik, Oberkrainer, Jazz, Marschmusik mit einem rockigen Solo-Violoncello zum spektakulären Abschluss. Dirigiert wird dieses extravagante musikalische Programm, welches ein absolutes Highlight in der Herbstsaison darstellt, vom beliebten und dynamischen Frank Dupree.

Der Eintritt ist für alle Interessent*innen kostenlos. Wir freuen uns über Ihre obligatorische Reservierung bei freier Platzwahl im SAL in Schaan per Mail an office@sinfonieorchester.li oder per Telefon: 00423 792 63 51. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass für das Publikum vor Ort die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) gilt und Sie diese bitte beim Einlass Ihren 3G-Nachweis vorweisen. Im Anhang finden Sie bereits das Anmeldeformular, welches Sie auch online bzw. digital ausfüllen können.

Sollten Sie das Konzert lieber von daheim aus geniessen wollen, haben wir auch in diesem Fall die perfekte Lösung für unser Publikum. Für das Freundeskreis-Konzert bietet das SOL einen kostenlosen und hochwertigen Livestream an. Registrieren Sie sich einfach auf www.kulmag.live (noch bis zum 01.01.2022 kostenlos) und erleben Sie das Konzert am Ort Ihrer Wahl.

Gute Aussichten bereitet auch das 3. Abo-Kammermusikkonzert «ERLEBE SOL», welches am 3. Oktober 2021 um 11:00 Uhr im Rathaussaal Vaduz stattfindet. Die preisgekrönte Percussionistin Vivi Vassileva (wie beispielsweise beim ARD-Wettbewerb mit einem Sonderpreis) und Lucas Campara Diniz an der Gitarre werden ausgewählte Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Astor Piazzolla spielen, die Ihnen direkt unter die Haut gehen werden. Ganz nach dem diesjährigen Motto «Klassik mal nicht ganz klassisch» interpretieren die beiden Künstler*innen klassisch anmutende Werke in einer einzigartigen und einmaligen Besetzung! Tickets als auch Livestream-Tickets können ebenfalls über office@sinfonieorchester.li oder 00423 792 63 51 bestellt werden.

Das SOL setzt ab dem Freundeskreis-Konzert am 21. September auf die 3G-Regelung!

Wir wünschen Ihnen einen schönen Herbst und freuen uns darauf Sie bei unseren Konzerten persönlich oder auch online begrüssen zu dürfen!

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1. Sep 2021

Vaduz Classic 2021 - ein Rückblick

«Magische Momente der Filmmusik» war das Motto des diesjährigen Festivals VADUZ CLASSIC, bei welchem dem Publikum ein spannendes und abwechslungsreiches Programm der Sonderklasse geboten wurde. Durch das Ableben von I.D. Fürstin Marie von und zu Liechtenstein wurde in enger Abstimmung mit dem Fürstenhaus beschlossen, das Festival in einer angepassten Form durchzuführen. Durch die gegebenen Umstände wurde von den Organisator*innen entschieden, das Konzert mit Luka Šulić, welches für Samstag geplant war, zu verschieben, um der Fürstenfamilie und der Trauergemeinde unseren Respekt und tiefstes Beileid auszudrücken.

Das Sinfonieorchester Liechtenstein eröffnete unter Dirigent Kevin Griffiths das Festival VADUZ CLASSIC am Donnerstag, den 26. August 2021, mit einem fulminanten Auftaktkonzert auf der Open-Air-Bühne direkt im Zentrum von Vaduz. Moderiert wurde der Abend, der ganz im Zeichen berühmter Filmmusik stand, von TV-Star Nina Ruge. Ein musikalisches Erlebnis mit Gänsehautgarantie. Dabei gab das SOL Musik von John Williams, Vangelis, Ennio Morricone oder Hans Zimmer zum Besten. Nicht nur der Star-Gast des Abends, Lebo M, der unverwechselbaren Stimme von «Der König der Löwen» begeisterte das Publikum, sondern auch geballte Frauenpower auf der Bühne. Sarah Länge und Nadia Maria rissen das Publikum mit ihren Darbietungen und ihrer Ausstrahlung in ihren Bann. Ein besonderer Dank gilt unserem Publikum, welches den Wetterverhältnissen in eigens verteilten Vaduz-Classic-Ponchos tapfer trotzte, und wiederum die musikalischen Glanzleistungen mit Standing Ovations wiederspiegelte.

«Ludwig van – a mission (im)possible» war das Motto des Galakonzerts am Freitag, den 27. August 2021, welches wie geplant im Vaduzer Saal stattfand. Unter der Leitung des Dirigenten Andrew Joon Choi spielte das SOL anfangs mit der Pianistin Claire Huangci, welche den Saal mit ihren zauberhaften Klängen erfüllte. Der nächste Act stellte einen echten Paukenschlag dar. Das weltbekannte Janoska Ensemble, welche aus drei Brüdern und deren Schwager besteht, lieferte das musikalische Highlight des Abends. Mit einer unvergleichlichen Beherrschung ihrer Instrumente erspielte sich das Ensemble mit ihrem «Janoska Style» einen tosenden Applaus. Begeisterung pur und stehende Ovationen waren die logische Schlussfolgerung!

Am Samstag, den 28. August 2021 wurde aus Respekt gegenüber der Fürstenfamilie eine Pause eingelegt. Das ursprünglich geplante Konzert «LUKA SULIC LIVE – CELLO & PIANO» wird am 06. November 2021 im Vaduzer Saal nachgeholt. Tickets dafür sind noch unter www.vaduzclassic.li erhältlich.

Beim Grand Finale des Festivals stand ein Erlebnis der besonderen Art auf dem Programm. Nachdem das Konzert durch die schlechten Witterungsverhältnisse nicht wie geplant auf der Open-Air-Bühne stattfinden konnte, wurde das Orchester und Equipment kurzerhand in den trockenen Vaduzer Saal verlegt. Dort wurde das Publikum nicht nur akustisch, sondern auch visuell verwöhnt, nämlich mit «James Bond – Casino Royale» in Concert. Auf einer grossen Leinwand konnten die Zuschauer*innen den Filmklassiker samt Ton miterleben, während die Filmmusik auf eine präzise und mitreissende Art vom City Light Symphony Orchestra aus Luzern live gespielt wurde. Dirigiert wurde dieser “besondere Kinoabend“ von Kevin Griffiths.

Mit diesen unvergesslichen Momenten und abermals Standing Ovations ging das Vaduz Classic Festival 2021 zu Ende. Wir möchten uns herzlich bei allen SOL-Musiker*innen, Solist*innen und allen weiteren Mitwirkenden für ihren unermesslichen Einsatz bedanken und freuen uns nun darauf, unser Publikum bei unseren SOL-Konzerten im Herbst wieder mit klassischer Musik begrüssen zu dürfen.

4. Jul 2021

Vaduz Classic findet statt

«Nie war Kultur so wichtig wie jetzt»


Dieses Zitat von Stiftungsratspräsident Ernst Walch steht stellvertretend für die Entscheidung der Verantwortlichen von Vaduz Classic, das Festival dieses Jahr durchzuführen.


Nach der Absage im letzten Jahr freut es die Festivalleitung umso mehr, das Programm von 2020 unter dem Motto «Magische Momente der Filmmusik» in diesem Jahr auf die Bühne zu bringen. Vom 26. bis 29. August wird das Publikum an vier Tagen auf eine Erlebnisreise durch die schönsten Melodien der Filmgeschichte entführt.

Durch das Eröffnungskonzert mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein unter Kevin Griffiths wird TV-Star Nina Ruge als Moderatorin führen. Unvergessliche Melodien von John Williams, Vangelis, Ennio Morricone oder Hans Zimmer garantieren für ein grandioses Konzerterlebnis. Die Stimme von König der Löwen, Lebo M, wird der Star-Gast des Abends sein.

Das Galakonzert am Freitagabend steht unter dem Motto «Ludwig van – a mission (im)possible». Neben dem Dirigenten Andrew Joon Choi stehen das Janoska Ensemble, dessen Namen schon einen eigenen Stil (Janoska-Stil) prägt, und die Pianistin Claire Huangci im Mittelpunkt. Von Beethovens 6. Klavierkonzert, das eigentlich die Klavierfassung seines Violinkonzertes ist, bis zu argentinischen Tangos lässt der Abend keine Wünsche übrig.

Beim zweiten Open-Air Konzert wird Luka Šulić – Mitglied des weltberühmten Duos 2CELLOS – zusammen mit dem jungen Wunderpianisten Evgeny Genchev eine faszinierende Crossovershow auf die Bühne bringen. Die grössten Hits aller Zeiten von Queen, ACDC und Enno Morricone werden um einige klassische Meisterwerke erweitert werden.

Das Abschlusskonzert spricht für sich selbst:
«Casino Royale» in Concert. Während der James-Bond-Streifen auf der Leinwand erstrahlt, spielt das renommierte City Light Symphony Orchestra unter der Leitung von Kevin Griffiths die mitreissende Filmmusik live zum Film.

Unter www.vaduzclassic.li können Sie sowohl online Tickets kaufen, als auch durch das detaillierte Programm blättern. Da die Tickets aus dem letzten Jahr ihre Gültigkeit behalten und die Platzkapazitäten beschränkt sind, sind pro Konzert nur noch etwa 500 Karten verfügbar. Daher empfiehlt es sich dringend, den Vorverkauf zu nutzen.

1. Jul 2021

International Classical Music Awards 2021

Am Sonntag, den 27. Juni 2021 wurde dem Sinfonieorchester Liechtenstein die Ehre zuteil, die International Classical Music Awards in Liechtenstein zu hosten. An diesem Wochenende durften wir grosse Namen der klassischen Musik bei uns in Liechtenstein persönlich willkommen heissen. Darunter war der spanische Dirigent Yaron Traub, der gemeinsam mit dem SOL unter anderem Tschaikowski und Tartini zum Besten gab. Weiters verzauberte Riccardo Chailly, der Chefdirigent der Mailänder Scala, das Publikum im Saal und Zuhause mit dem Vorspiel zur Richard Wagners Oper "Die Meistersinger von Nürnberg".  Mit der Welturaufführung von Organic Beats begeisterten Ivan Boumans und John Axelrod mit einem grossartigen zeitgenössischen Werk.

Bei der Preisverleihung wurden Musikerinnen und Musiker wie Can Cakmur (Piano), Marc Bouchkov (Violine), Kian Soltani (Violoncello), Maya Wichert (Violine), Ingolf Turban (Violine) und viele weitere für ihre herausragenden musikalischen Leistungen geehrt. Drazen Domjanic wurde ausserdem mit dem Special Achievement Award ausgezeichnet. Als Kulturmanager und Gründer der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, des Ensemble Esperanza und mehrerer internationaler Musikfestivals erwies er sich als unermüdlicher und höchst erfolgreicher Förderer junger Talente. Neben dem Sinfonieorchester Liechtenstein und dem neu gegründeten Unternehmen KULMAG Kulturmanagement AG widmet er sich nun auch einem weiteren Projekt, nämlich KULMAG.LIVE. Die innovative Plattform bietet Ihnen Livestreams und Video-on-Demand mit klassischer Musik auf höchstem Niveau.

Zum Auftakt dieser Plattform wurden die ICMA 2021 per Livestream in die Welt hinausgetragen. Das ganze Event ist für alle Interessierten auch jetzt noch auf www.kulmag.live kostenlos als Stream verfügbar.

Die Austragung der ICMA 2021 stellt für das Sinfonieorchester Liechtenstein eines der Highlights im heurigen Jahr dar und war nach den langen Veranstaltungseinschränkungen eine fulminante Rückkehr auf die globale Bühne der klassischen Musik. Das Sinfonieorchester Liechtenstein verabschiedet sich mit diesem Event in die Sommerpause und freut sich bereits auf das Vaduz Classic Festival im August 2021. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

22. Jun 2021

Interview mit Dr. Ernst Walch und Florian Thierbach (Pizzicato.lu)

Wenn man auf die Geschichte des Sinfonieorchesters Liechtenstein blickt, fällt zunächst auf, dass das Orchester mit seinem Gründungsdatum in den 1980er-Jahren im Vergleich zu den Orchestern der umliegenden Länder Schweiz, Österreich und Deutschland ein recht junger Klangkörper ist. Könnten Sie unseren Lesern daher vielleicht zunächst einen kleinen Exkurs der Orchestertradition in Liechtenstein geben: Gab es vor der Gründung gar kein professionelles Sinfonieorchester in Liechtenstein?

EW: Das ist richtig, am 10. September 1988 wurde zunächst das Liechtensteinische Kammerorchester gegründet; mit dem pragmatischen Ziel, den Musikschullehrer/-innen der Liechtensteinischen Musikschule einen eigenen Klangkörper zu bieten. Ansonsten ist hierzulande seit jeher die Vereinskultur stark ausgeprägt, sodass es im weiter gefassten Sinne eine Vielzahl an Harmoniemusiken gibt, jedoch bis zum Jahr 1988 kein professionelles (National-)Orchester.

In der Zwischenzeit erhielt es den Namen Sinfonieorchester Liechtenstein - kurz SOL - und durchlebte im Jahr 2012 einen starken Umbruch. Professionelle Strukturen, so die rechtliche Umstrukturierung von einem Verein in eine gemeinnützige Stiftung, damit die Einführung eines Stiftungsrates, eines Freundeskreises, eines Orchestervorstands, eines professionellen Managements und weiterer Gremien und Verwaltungsinstrumenten sorgten für einen signifikanten Qualitätsanstieg im SOL.

Somit setzt sich bis heute das Sinfonieorchester Liechtenstein als einziger professioneller Klangkörper im Fürstentum durch. Natürlich gab es auch im Amateurbereich den Wunsch, das Orchesterspiel im Land zu ermöglichen, sodass neben dem SOL das Orchester Liechtenstein-Werdenberg (OLW) besteht, das jedoch ein Schmelztiegel aus ambitionierten Laien und ausgewählten Profimusikern ist.

Das SOL sah sich seit seiner Umstrukturierung im Jahr 2012 - hauptsächlich durch seinen Intendanten und Geschäftsführer Drazen Domjanic geprägt - in die Pflicht genommen, ein Ensemble aufzustellen, welches sich zunehmend mit den bekannten, renommierten Orchestergrössen misst. Gleichwohl ist es dem SOL ein grosses Anliegen, den solistischen Nachwuchs aus Nah und Fern zu unterstützen. Viele dieser Rising Stars sind heute bereits auf dem internationalen Parkett etabliert. Umso schöner ist es für uns, wenn genau sie immer wieder den Weg zurück nach Liechtenstein ins SOL finden, wo wir einige von ihnen mit unterstützten und aufbauen durften. 

Der bekannteste liechtensteinische Komponist ist Josef Gabriel Rheinberger, der im 19. Jahrhundert sehr renommiert war und insbesondere auch als Pädagoge eine bedeutende Rolle spielte. Sein Werk wird inzwischen sukzessive wiederentdeckt, und nach allem, was man da zu hören bekommt, geschieht das sehr zu Recht. Gibt es denn aber weitere liechtensteinische Komponisten, von denen Sie denken: Die sind eigentlich vernachlässigt, die müsste man häufiger hören? 

EW: Josef Gabriel Ritter von Rheinberger, zeitlebens sogar geadelt, beschreibt mit Sicherheit den Beginn einer Komponisten-Ära aus Liechtenstein, die sich nicht zu verstecken braucht. Auch für weitere grosse Komponisten, an die man vielleicht zuerst denken mag, wie Ludwig van Beethoven oder Wolfgang Amadeus Mozart, führten eine besondere Beziehung zu Liechtenstein und seinem Fürstenhaus. Das Genie Mozart widmete eine Kantate dem damaligen Fürsten Alois I. von Liechtenstein, was man kürzlich erst durch musikwissenschaftliche Recherche aufdeckte. Beethoven widmete ebenfalls der Fürstin Josephine von Liechtenstein seine 13. Klaviersonate. Der amerikanische Komponist und Arrangeur Samuel Adler bearbeitete eigens für das SOL die berühmten „God Save The King“-Variationen von Ludwig van Beethoven, die ursprünglich für Klavier solo komponiert wurden, für grosses Sinfonieorchester um.

Zurück zur Frage darf man die heutigen liechtensteinischen Komponisten nicht vernachlässigen, wie Jürg Hanselmann, Marco Schädler und Stefan Frommelt. Von Letzterem führen wir gar heuer noch ein Werk für Orchester und mitsamt seinem Jazztrio am 21. September in Schaan auf. Aufgrund unserer doch nicht unbedeutenden Intensivierung in puncto Livestreaming wird man auch dieses Konzert - das sogenannte und alljährliche Freundeskreis-Konzert - von überall via dem jüngst lancierten Portal www.kulmag.live verfolgen können. Daher kann man sich schon bald selbst ein Bild über die jüngsten Kompositionen aus Liechtenstein machen.

Seit diesem Jahr ist das Sinfonieorchester Liechtenstein auch erstmals in seiner Geschichte (wenn ich da richtig informiert bin) mit internationalen Konzerten aktiv, hat im Mai in der Tonhalle Maag in der Schweiz gastiert. Das nächste Konzert ist in der Berliner Philharmonie geplant und wird somit das SOL in einer besonders beachteten Location präsentieren. Was ist Ihr primäres Ziel mit diesen Auslandskonzerten? 

FT: Das SOL musste für einige Saisonen ein längeres Intermezzo bei seinen Auslandskonzerten einlegen, um dafür nun umso gestärkter die heimischen Lande verlassen zu können. Zuvor führte es uns ins Theater nach Chur, zum Festival NEXT GENERATION in Bad Ragaz, in die Hochschule für Musik und Theater von München anlässlich des 175. Geburtstages von Josef Rheinberger, der seinerzeit an genannter Institution Orgel und Komposition lehrte, nach Bregenz ins Festspielhaus, nach Wien, nach Shanghai an die EXPO in 2010 und sogar in die Beethovenhalle in Bonn.

Nach nun fast fünf Jahren ohne Auswärtskonzerten haben wir dank eines überaus grosszügigen Sponsors, der nicht genannt werden will, die Möglichkeit erhalten, pro Saison ein Auslandskonzert zu veranstalten. Dabei geht es uns primär um die Aussendarstellung Liechtensteins, die wir als Kulturbotschafter, sozusagen per definitionem, mit zu verantworten haben und dürfen! Hier konnten wir im Mai dieses Jahres, wenn auch nur vor 50 Personen im Publikum, in der Tonhalle Maag jedoch bei der x-fachen Livestream-Zuschauerschaft einen ersten Auftakt und ein Lebenszeichen nach monatelanger Publikumssperre setzen. Die anschliessenden positiven Reaktionen aus der Kritikerszene bestätigen uns in unserem Vorhaben, den Namen Liechtensteins weiterhin nach aussen zu tragen. Daher haben wir für unser nächstes Gastspiel im Grossen Saal der Berliner Philharmonie am Mittwoch, den 23. November 2022, zwei Publikumsmagneten vereinen können, die nur in den prestigeträchtigsten Konzerthäusern anzufinden sind. Traditionell stellen wir unsere stets kalendarische Saison im November vor - man muss sich somit noch etwas gedulden, bis wir unsere neue Spielzeit präsentieren. Aber so viel sei gesagt - nach Zeiten der Distanz und Mindestabständen heisst das Motto unserer 34. Saison 2022: „Zemma“ - „Zusammen“ auf Hochdeutsch.

Im Zuge der Corona-Pandemie gab es auch in Liechtenstein die Problematik, dass Konzerte nicht vor Zuschauern im Saal stattfinden konnten. Doch das SOL hat offenbar aus der Not eine Tugend gemacht und hat begonnen, die Konzerte des SOL live ins Internet zu übertragen. Wie kam es zu der Idee? 

FT: Ehrlich gesagt waren wir in Liechtenstein - und wie ich hörte, ebenfalls in Luxemburg - überaus privilegiert, dass wir im vergangenen Jahr von September bis Mitte Dezember vor vollem Publikum spielen durften; natürlich unter Einhaltung strenger Schutzkonzepte, die sich jedoch bis dato bewährten. Trotzdem sahen wir bei unseren beiden Nachbarländern die Vorboten all jener Restriktionen, denen wir uns schlussendlich Mitte Dezember fügen mussten. Daher starteten wir bereits im November mit hybriden Konzertformen, bei denen unsere 1000 Abonnent/-innen selbst entscheiden konnten, ob sie entweder live dabei sein oder sich von daheim aus mit bereits verschiedenen Kamerapositionen, einem eingeblendeten Programmheft und einer nahezu konzertähnlichen Atmosphäre zuschalten wollten. Dabei kam uns zugute, dass wir seit 2012 alle unsere Konzerte aufzeichneten und von Projekt zu Projekt den Willen an den Tag legten, uns stetig verbessern und professioneller aufstellen zu wollen. Auch zeichnete sich bereits im November ab, dass ein nicht unbedeutender Anteil unserer Abonnentenschaft womöglich mit einem hoch qualitativen Livestreaming ebenfalls befriedigt wäre. Im Zuge unseres Bestrebens nach Internationalisierung und unserer Botschafterfunktion für Liechtenstein bietet das Livestreaming eine undenkbar grosse Chance, das Branding „Sinfonieorchester Liechtenstein“ in die Welt hinauszutragen. Daher bleiben wir beiden Spuren - der analogen und auch digitalen Spur - treu, und beabsichtigen weiterhin, sowohl unsere mittlerweile gefühlt familiäre Abonnentenschaft als auch eine Livestream-Community zu bedienen.

Wie werden die Streaming-Konzerte angenommen? Wie viele Zuschauer schalten pro Konzert etwa ein? 

FT: Besser als erwartet, könnte man kurzum sagen, denn insbesondere im Winter heuer waren wir alle kulturell verdurstet und sehnten uns nach guter Musik, die aber auch professionell, interessant und spannend abgenommen und an die Livestream-Zuschauer/-innen vermittelt wird. Zudem haben wir unseren SOL-Musiker/-innen ein attraktives Package für alle ABO-SINFONIEKONZERTE „SOL im SAL“ geschnürt, das sie wiederum für ihre Familien und Verwandten in der Ferne kauften, die man auch nicht mal eben besuchen konnte. Diese Aktion und unsere starken Bemühungen in den Medien und insbesondere Social-Media-Channels waren im positiven Sinne ein Super-Spreader. Schnell wurden die Fachmedien und Agenturen auf uns aufmerksam und so können wir seither von steigenden Zahlen sprechen - aber auch in diesem Fall ist das positiv.

Denken Sie, dass Sie durch die Streaming-Konzerte auch internationales Publikum hinzugewinnen können? Immerhin haben Sie ja mit dem deutschen Streaminganbieter takt1 eine Kooperation abgeschlossen, was bedeutet, dass die Konzerte aus Liechtenstein demnächst auch in das Angebot von takt1 aufgenommen wird, und dann kann man davon ausgehen, dass Sie internationales Publikum in größerem Maßstab ansprechen möchten. Kann man das so sagen? 

FT: Richtig, wir als SOL sind der Meinung, dass wir nur gemeinsam stark sind - gerade in Zeiten einer Krise. Daher war der Schritt eine Kooperation mit takt1 einzugehen für uns der logische Folgeschritt. Die Firma, die hinter dem sich nicht vor Arbeit scheuenden Sinfonieorchester Liechtenstein steht, KULMAG Kulturmanagement AG, nennt sich nicht ohne Grund im Untertitel „Ihr Partner für klassische Musik in und aus Liechtenstein“, denn es geht darum der Aussenwelt zu zeigen, was alles kulturell im Fürstentum Liechtenstein geboten wird.

Eines der Konzerte, das international sicherlich besonders viel Aufmerksamkeit erfahren wird, ist das Galakonzert des International Classical Music Award (ICMA) am 27. Juni. Wie kam es dazu, dass die ICMA-Gala in Vaduz ausgerichtet wird?

EW: Seit vielen Jahren schon gibt es eine sehr enge, freundschaftliche, kollegiale und qualitätsorientierte Zusammenarbeit zwischen der ICMA - in Person ihres Präsidenten Remy Franck - und Liechtenstein; um genau zu sein der Talentschmiede aus der Gemeinde Eschen-Nendeln im Fürstentum: die Internationale Musikakademie in Liechtenstein. Des weiteren drängelte sich Liechtenstein im positiven Sinne auf, als dessen kürzlich umbenanntes Ensemble Esperanza Vaduz den „Preis für besondere Errungenschaften“ („Special Achievement Award“) im Leipziger Gewandhaus 2017 entgegennahm. Der Druck auf die ICMA wurde vielleicht dadurch höher, das irgendwann auch einmal Liechtenstein an der Reihe sein könnte, Austragungsort der ICMA zu werden. So kam es schlussendlich im Februar 2018 zu den zielführenden Gesprächen in Vaduz, dass heuer der Hauptort Vaduz in die Fussstapfen von Leipzig, Katowitz, Luzern, Sevilla (leider coronabedingt ausgefallen) und vielen weiteren Leuchttürmen Europas treten darf.

Was bedeutet die Ausrichtung des ICMA für das SOL? 

EW: Das SOL ist geradezu von dieser Ehre beflügelt. Man muss sich vergegenwärtigen, dass die ICMA zu den Olympischen Spielen der klassischen Musikszene avanciert ist, und uns als SOL wird der musikalische Fackelstab, u.a. vom Gewandhausorchester Leipzig über das Luzerner Sinfonieorchester und nun über den Rhein nach Vaduz zum SOL weitergereicht; eine unbeschreibliche Ehre. Das SOL hat an diesem Abend zudem die Chance unter der musikalischen Gesamtleitung von Yaron Traub und weiteren drei ausgezeichneten Dirigenten sich selbst in den Vordergrund zu spielen, auch wenn wir vorrangig bedeutende Solist/-innen begleiten dürfen, aber auch das bringt eine enorme Chance mit sich. Des weiteren kann der Standort Vaduz von seiner Kompaktheit, Vielseitigkeit und Offenheit überzeugen. Ich hoffe, dass man es uns anhört: wir sind voller unbändiger Vorfreude Gastgeber sein zu dürfen.

Auch das Konzert am 24. Juni, das „Vaduzer Weltklassik-Konzert“ steht unter einem internationalen Thema. Was genau hat es damit auf sich? Oder anders gefragt: Was ist das, ein „Weltklassik-Konzert“? 

FT: Die „Vaduzer Weltklassik“-Konzertreihe begrüsste schon alles, was Rang und Namen in der Klassikszene hat, in Vaduz. Dahinter steht das Theater am Kirchplatz - kurz TAK - , das uns seit vielen Jahren jährlich innert seiner Saison als Nationalorchester zu einem Heimspiel einlädt. Diese Einladung heuer am 24. Juni vereint sowohl Internationalität als auch die Rückbesinnung zu den Wurzeln. Mit dem Cellisten Kian Soltani kehrt ein mittlerweile weltbekannter Künstler in jene Region zurück, die ihn unter anderem für viele Jahre musikalisch prägte. Zudem aufgewachsen in Vorarlberg kehrt unser Solist für ein paar Tage in seine Heimat zurück und wir als SOL kommen in den Genuss, erneut mit ihm auf der Bühne stehen zu dürfen. Den musikalischen Überblick behält jedoch Maestro Kevin John Edusei, der erstmals bei uns am Pult steht, und für neuen frischen musikalischen Input sorgt. Mit seiner Erfahrung als Chefdirigent in München und Bern setzt er mit Sicherheit einen neuen Akzent im SOL.

Seit einiger Zeit musiziert das SOL ohne festen Chefdirigenten. Wie kam es zu diesem sehr interessanten Konzept und wie stellt sich das Orchester darauf ein? 

EW: Mit Florian Krumpöck als Chefdirigent von 2013 bis 2015 und Stefan Sanderling in selbiger Funktion von 2016 bis 2018 wurden seit der notwendigen Umstrukturierung im Jahr 2012 die Grundlagen gelegt; zwei Säulen, auf denen man aufbauen kann. Dieses Fundament benötigte das SOL und daher sind wir für diese zwei dreijährigen Perioden mitsamt Chefdirigent überaus dankbar. Mit dem Auftakt unseres Festivals VADUZ CLASSIC im August 2017, bei dem nach einigen Saisonen erstmals wieder Gastdirigenten am Pult des SOL standen, bemerkten wir anhand der Reaktionen im Orchester, wie wohltuend der jeweils neue frische Wind war.

Da wir als Nationalorchester doch nur eine überschaubare Anzahl von Projekten aufgrund nahezu vollständig fehlender Subventionen aufweisen können, war es für einen Chefdirigenten praktisch unmöglich, ein tatsächliches Verantwortungsbewusstsein aufzubauen, wenn man schlussendlich nur fünf oder sechs Projekte pro Saison dirigieren kann. Hinzu kamen die positiven, motivierenden Schwingungen von Seiten der Gastdirigenten, die uns veranlassten einen neuen, mutigen Weg zu gehen; jenen ohne Chefdirigenten. Seither fahren wir diesen Kurs, dass auf der einen Seite einige Gastdirigenten jährlich oder alle zwei Jahre immer wieder eingeladen werden und auf der anderen Seite ganz neue Maestros. Ein gutes Beispiel dafür geben die beiden Konzerte im Juni ab - mit einem Debut von Kevin John Edusei und dem immer wieder gern gesehenen Gastdirigenten Yaron Traub.

Aber die Tatsache, dass wir ohne Chefdirigenten arbeiten, ist nur ein Teil unseres Konzepts, welches dank einer weiteren grosszügigen Unterstützung, nämlich die der HILTI Family Foundation, in die Tat umgesetzt werden konnte. Vielmehr glauben wir neben den wechselnden Gastdirigenten daran, dass auch wechselnde Gast-Stimmführer/-innen unser SOL von innen heraus aufbauen können. So folgten bereits Konzertmeister-Koryphäen wie Rainer Honeck der Wiener Philharmonikern oder Sreten Krstić, der fast 40 Jahre lang in selbiger Funktion bei den Münchner Philharmoniker musizierte, unserer Einladung. Auch renommierte Stimmführer/-innen in den Fächern Bratsche, Violoncello, Horn, Fagott und weitere mehr fanden den Weg zu uns ins SOL und motivierten allein mit ihrer langjährigen Orchestererfahrung. Bei solchen Persönlichkeiten sitzt dann das gesamte Orchester bei der ersten Probe schon von allein an der Stuhlkante.

Was sind die Pläne des SOL für die nähere und die fernere Zukunft? Wie lautet das Konzept des Orchesters für das Konzertleben nach der Corona-Pandemie? 

EW: Das Ziel ist es für uns im SOL, dass wir in fünf oder zehn Jahren behaupten können, dass von den Klassikgrössen unserer Zeit gar alle in Liechtenstein aufgetreten sind, und dass es später einmal Usus sein wird in den Künstlerbiographien zu lesen: „Der Künstler/Die Künstlerin trat bereits in New York, Tokio, Berlin, Wien und im Fürstentum Liechtenstein auf.“.

Ich denke, dass es unsere Aufgabe sein wird bei unserem Publikum vorzufühlen, ob wir sie weiterhin im Konzertsaal begrüssen dürfen oder ob wir sie mit unseren Livestreamings ebenfalls überzeugen konnten, denn vor halbvollen Sälen, wie derzeit noch durch die politischen Massnahmen veranlasst, möchten wir nach Corona definitiv nicht mehr spielen.

Schliesslich verstehen wir uns als Nationalorchester, das als Botschafter unseres wunderbaren Landes den Namen Liechtenstein in Verbindung mit Qualität, Offenheit und Internationalität durch hervorragende klassische Musik darstellt und hinausträgt.

15. Jun 2021

Die International Classical Music Awards (ICMA) in Vaduz - jetzt Freikarte(n) reservieren

Riccardo Chailly, John Axelrod, Ingolf Turban, Marc Bouchkov. Nur eine Auswahl an Stars, die am 27. Juni 2021 in Liechtenstein zum GALA-Konzert der International Classical Music Awards (ICMA) erwartet werden.

Das Land Liechtenstein, die Gemeinde Vaduz, die VP Bank und das Sinfonieorchester Liechtenstein haben die diesjährige Ehre sich in die Folge von Städten wie Mailand, Warschau oder Luzern als Ausrichter, sowohl der Preisverleihung als auch des GALA-Konzerts der ICMA einreihen zu dürfen. Die Preisverleihung um 15:30 Uhr wird niemand geringeres als u. a. die Berliner Philharmoniker, das Freiburger Barockorchester, Kirill Petrenko, François-Xavier Roth und Sabine Devieilhe auszeichnen. Einen riesen Erfolg stellen die sieben Preisträger dar, die in enger Verbindung zur Internationalen Musikakademie in Liechtenstein stehen. Deren Gründer und künstlerischer Leiter, Drazen Domjanic, wird ebenfalls für seine Arbeit und Engagement ein Sonderpreis verliehen.

Dank der Regierung von Liechtenstein wird es bis zu 300 Menschen wieder möglich sein dieses Konzert vor Ort miterleben zu können. Der zur Normalität zurückkehrende Konzertbetrieb wird, wie während der Corona-Pandemie schon fast üblich geworden, von einem Livestream der Preisverleihung und des GALA-Konzert der ICMA ergänzt.

Auch vor uns hat diese Entwicklung keinen Halt gemacht und deshalb freut es uns mit dem ICMA-Event den Startschuss für die neue Livestream-Plattform KULMAG.LIVE aus Liechtenstein zu lancieren. KULMAG Kulturmanagement AG aus Liechtenstein wird in Zukunft mit dieser Plattform und einem breiten Angebot das kulturelle Leben Liechtensteins der ganzen Welt zugänglich machen.

Ab dem 20. Juni können Sie sich auf www.kulmag.live Ihren kostenlosen Zugang besorgen. Dies wird Ihnen allen die Möglichkeit geben, unabhängig davon wo Sie sich in der Welt befinden, jederzeit live oder auf Abruf am Kulturleben Liechtensteins teilnehmen zu können.

Abschliessend noch einige Infos für Sie zusammengefasst:
Anmeldungen für eine oder beide Veranstaltungen der ICMA richten Sie bitte per Mail an office@sinfonieorchester.li , per Telefon an 00423 792 63 51 (falls besetzt: 00423 262 63 51), per Fax an 00423 262 63 54 oder über das beiliegende Anmeldeformular. Der Eintritt ist frei, um Kollekte wird gebeten, die Anmeldung ist aber obligatorisch. Auf Grund der aktuellen Corona-Situation sind wir dazu gezwungen, bei wechselndem Publikum die Sitzreihen zu desinfizieren. Deshalb bitten wir Sie um Ihr Verständnis, dass Anmeldungen für beide Veranstaltungen der ICMA bevorzugt behandelt werden.

PDF
Anmeldung-ICMA-2021.pdf
11. Jun 2021

TAK - Vaduzer Weltklassik-Konzert findet statt - mit Kian Soltani und Kevin John Edusei

Der langsam zur Normalität zurückkehrende Konzertbetrieb bringt im Juni einen langjährigen Klassiker auch dieses Jahr wieder ins Programm, nämlich die «Vaduzer Weltklassik Konzerte» des Theaters am Kirchplatz (TAK). Dabei wird am Pult des Sinfonieorchesters Liechtenstein erstmals der aufstrebende Dirigent Kevin John Edusei, Chefdirigent der Münchner Symphoniker und des Konzert Theater Bern, stehen.

Bei seinem Debüt in Liechtenstein wird er sowohl sinfonische Werk als auch das Cellokonzert von Dvorak zur Aufführung bringen.

Auf die Ballade für Orchester in a-Moll von dem als «afrikanischer Mahler» bezeichneten Samuel Coleridge-Taylors folgt die Orchesterrhapsodie «Taras Bulba» des kreativen Einzelgängers Leos Janacek, der mit der Grosszügigkeit einer neuzeitlichen Freske den Geist einer russischen Gogol-Novelle beschwört.

Solist des Abends ist der dem Fürstentum, dem Sinfonieorchester und besonders der hiesigen Internationalen Musikakademie über Jahrzehnte verbundene Cellist Kian Soltani, der ein wiederholtes Mal mit einem Konzert in Liechtenstein zu seinen musikalischen Wurzeln zurückkehrt. Es ist bereits das zweite Mal, dass er in der Reihe der «Vaduzer Weltklassik Konzerte» zu hören sein wird.

Tickets für das Konzert am 24. Juni 2021 um 20:00 Uhr im Vaduzer-Saal erhalten sie unter www.tak.li

5. Mai 2021

Interview mit dem Dirigenten Kevin Griffiths im Vorfeld der Konzerte im Mai

Zwei Werke von Johannes Brahms stehen heuer auf dem Programm des 2. Abo-Sinfoniekonzerts „SOL im SAL“. Zu diesen Werken antwortete der Dirigent Kevin Griffith auf Fragen von Hartwig Wolf: 

Wie akademisch ist die Akademische Festouvertüre“? Und was ist eigentlich das Akademische daran?

Die Universität Breslau verlieh Brahms 1879 den Ehrendoktor der Philosophie. Man bedenke, Breslau – heute Polen – war damals die drittgrösste Stadt des Deutschen Kaiserreiches.

Das Dekret war mit einer prunkvollen lateinischen Inschrift versehen, in der Brahms als der bedeutendste Komponist seriöser Musik in Deutschland bezeichnet wurde. Brahms schickte beiläufig einen kleinen Dankesbrief zurück, in dem er sagte, dass er nächstes Jahr nach Breslau kommen würde, in der Hoffnung, ein paar „Promotionsbiere“ zu geniessen. Herr Scholz, der Musikdirektor in Breslau, machte jedoch deutlich, dass die Universität eine grössere Geste des Dankes erwarte. Dabei dachte er an was „Kleines“ wie z.B. eine neue Symphonie.

Anstelle einer Symphonie lieferte Brahms jedoch als Dank und „Doktorarbeit“ eine Art Potpourri von Studentenliedern, in denen das Trinken und Raufen gefeiert wird, welches wir heute unter dem schon damals irreführenden Titel „Akademische Festouvertüre“ kennen. Es ist jedoch nicht wirklich ein Potpourri, da die Koaleszenz des musikalischen Materials auf typisch und geniale brahms‘sche Art komponiert worden ist und so ein Ganzes ergibt.

Brahms wollte vielleicht nicht als „bedeutendster Komponist seriöser Musik“ gesehen werden und verspottete die Ernsthaftigkeit der Ernennung und derjenigen, die ihm die Ehre verliehen hatten. Ob die hochrangigen Vertreter des Verwaltungsapparates, die in der ersten Reihe sassen, die Botschaft wohl verstanden hatten? Daran liegt kein Zweifel!

Zu akademisch werden wir die Ouvertüre jedoch nicht spielen wollen, denn in der Bildenden Kunst, aber auch in der Musik wäre eine akademische Wiedergabe als abwertend zu verstehen.

Wie „seriös“, wie ernst war Brahms? Oder hatte er auch Humor? Wie äussert sich dieser Humor in seiner Musik?

Brahms war ein heiterer Mensch, ein Schlitzohr. Er hatte aber auch eine ernste Seite, ich verweise auf „Ein Deutsches Requiem“ oder „Die Vier ernsten Gesänge“. Die Grundlage beider Werke basieren auf der Bibel, Tod und Vergänglichkeit thematisierend. Hatte er Humor oder war er ein Ironiker? Ganz so getrennt möchte ich das nicht beantworten. Um wieder zur Ouvertüre zurückzukehren: Hier verschmilzt Brahms am Schluss die Themen zur Krönung auf dem wohl bekanntesten Studentenlied aller Zeiten, dem Gaudeamus igitur. Trotz seiner Verwendung als formale Abschlusshymne ist es eine scherzhafte, unbeschwerte Komposition, die sich über das Universitätsleben lustig macht. Was ist es nun, Humor oder Ironie? Der Dänische Philosoph Harald Höffding schrieb: „Der Unterschied zwischen Ironie und Humor ist so ausgedrückt worden, dass bei der Ironie Scherz hinter dem Ernst, beim Humor Ernst hinter dem Scherz steckt.“ Trinklieder an einer seriösen Zeremonie? Entscheiden Sie selber.

Besitzt das 1. Klavierquartett von Brahms sinfonische Züge?

Vier Sinfonien hatte Brahms geschrieben, doch später sprach man noch von einer Fünften! Dies hat man dem in Amerika lebenden Komponisten Arnold Schönberg zu verdanken. [Schönberg bezeichnete seine Orchesterbearbeitung des 1. Klavierquartetts von Johannes Brahms augenzwinkernd als „die Fünfte von Brahms“. Anm.] 

Schönberg hat beim Orchestrieren vom Klavier aus gedacht, man könnte deswegen von einer verkappten Sinfonie sprechen. Er dachte aber dabei automatisch symphonisch und hat es im Kern auch so verarbeitet. 

Rasch merkt man, wie in der Orchesterfassung das Legato der beginnenden Klarinetten, welches in der Quartettfassung vom Klavier gespielt wird, eine Verbindung zu den Streichinstrumenten herstellt. Brahms lässt in der Quartettfassung zu einem Cello nacheinander die anderen Streicher – Bratsche und Violine – sich hinzugesellen. In der Orchesterfassung von Schönberg übernehmen gleich die gesamten Bratschen, aber auch die Cello- und Kontrabassgruppe, das Thema der zu Beginn einsetzenden Klarinetten und geben die Stimmführung dem Solo-Horn weiter. So schnell fächert sich diese Farbpallette auf und gewinnt sofort an unendlich vielen Ausdrucksmöglichkeiten.

Was hat Schönberg an Brahms‘ 1. Klavierquartett gereizt und zur Bearbeitung animiert?

Schönberg erklärte die Gründe für seine Orchestrierung in einem Brief. Der Komponist schrieb:

„1. Ich mag das Stück.
„2. Es wird selten gespielt
„3. Es wird immer sehr schlecht gespielt, denn je besser der Pianist, desto lauter spielt er und man hört nichts von den Streichern. Ich wollte einmal alles hören, und das habe ich erreicht.

Wie ist Schönberg 1937 – also 76 Jahre nach der Uraufführung im Jahr 1861 und 40 Jahre nach dem Tod von Brahms – an diese Aufgabe herangegangen?

Als Grundgedanke ist es schon einmal sehr gut zu wissen, was Arnold Schönberg sagte. 

„Meine Absichten:
1. Streng im Stil von Brahms zu bleiben und nicht weiter zu gehen als er selbst gegangen wäre, wenn er heute noch lebte.
2. Alle diese Gesetze sorgfältig zu beachten, die Brahms befolgte und keine von denen zu verletzen, die nur Musiker kennen, welche in seiner Umgebung aufgewachsen sind.

Wie ich das gemacht habe:

Ich bin fast 50 Jahre mit dem Stil von Brahms und seinen Prinzipien gründlich bekannt. Ich habe viele seiner Werke für mich selbst und mit meinen Schülern analysiert. Ich habe als Violaspieler und Cellist dieses Werk und viele andere oft gespielt: ich wusste daher, wie es klingen soll. Ich hatte nur den Klang auf das Orchester zu übertragen, und nichts sonst habe ich getan.

Hat sich Schönberg an die eigenen Vorgaben gehalten? Entspricht sein Orchester der Orchesterbesetzung von Brahms?

Brahms ist in seiner Orchestrierung nicht über Beethoven hinausgegangen. Er war eher konservativ, was Orchestrierung angeht, beherrschte aber die Kunst der „entwickelnden Variation“ und ist damit konsequent geblieben. Das ist in sich fortschrittlich und ist das, was Schönberg auch so an Brahms fasziniert hat. Diese Innovation beschrieb Schönberg 1933 in seinen Vorträgen zu „Brahms, der Fortschrittliche“.

Man muss sich die Frage stellen, ob Brahms so orchestriert hätte wie Schönberg, hätte er noch ein paar Jahrzehnte länger gelebt. Orchestriert hat Schönberg das Klavierquartett 1937. Ob Brahms z.B. die Es-Klarinette oder das Xylophon verwendet hätte? Die Es-Klarinette wurde bereits in den 1830er Jahre von Berlioz in seiner Symphonie Fantastique verwendet, später von Gustav Mahler, von Brahms aber nie.

Hat Schönberg dabei einfach nur die Klavierstimme instrumentiert ohne sonstige grosse Veränderungen?

Bei der Bearbeitung des Klavierquartetts liess Schönberg den Notentext im Grossen und Ganzen unverändert, und übertrug ausschliesslich die Stimmen der Streicher und den Klaviersatz auf ein grosses Orchester, das bloss unwesentlich die Besetzung der Sinfonien von Brahms übersteigt. Dabei wurden die einzelnen Kammermusikstimmen im gesamten Orchester verteilt.

Tatsächlich hat Schönberg das Klavierquartett „brahmsisch“ instrumentiert. Den chorischen Streicherklang erkennt man z.B. aus seiner 1. oder 4. Sinfonie wieder. Durch den Einsatz von Bassklarinette, Es-Klarinette und Triangel arbeitet er kontrastierende dunkle und helle Farben in den Klang ein, während er im Schlusssatz „Rondo alla zingarese“ mit Flatterzungen-Effekten im Blech sowie mit dem Einsatz von Becken, Tamburine, Glockenspiel und Xylophon sich vom bekannten Brahms-Klangbild entfernt. So gewinnt die Musik viel an Spannung und Zug. Gleichzeitig hat Schönberg Wert darauf gelegt, kammermusikalische Elemente beizubehalten, ob ein kurzes Zwischenspiel mit Klarinetten und Fagotten oder eine Solo-Violine begleitet nur von den Stimmführern der Streichergruppen.

Es steckt also doch auch viel Schönberg in dieser Orchesterfassung. Hat er noch weitere Elemente eingebracht?

Um im Orchesterklang die Ausdruckskraft zu steigern hat er einige Ausdrucksmittel hinzugefügt. Manchmal sind das kleine Schweller, die auf dem Klavier nicht spielbar sind, ein Crescendo oder ergänzende Betonungen. In manchen Fällen hat er auch eine Dynamik gestrichen oder sogar ein rhythmisches Element hinzugefügt, um dem grösseren Klangbild des Orchesters etwas mehr Kontur zu verleihen, welches dem Zuhörer aber kaum auffallen wird. Ab und zu unterstreicht er einen harmonischen Verlauf, indem er es z.B. mit einem Legato versieht.

Artie Shaws Klarinettenkonzert entstand für einen Hollywood-Film. Schönberg lebte und lehrte zu der Zeit in Los Angeles. Wie viel Hollywood steckt in Schönbergs Bearbeitung?

Schönberg hat, als er in Hollywood war, tonale Musik geschrieben. Es war die Zeit von Korngold, eine Art von romantischem Stil. Diese „ernste“ Komponisten, die auch für Film schrieben, haben den Musikstil und die Richtung in Hollywood mitbegründet. Schaut man bei Schönberg auf seine „Verklärte Nacht“ oder „Pelleas und Melisande“ erkennt man daraus solche Züge.

Ich würde also eher fragen, „wieviel Schönberg steckt in Hollywood“?

Herzlichen Dank für das Gespräch.

29. Apr 2021

+++ alle Konzerte im Mai bereits ausverkauft +++

Spätromantik, Tango, Boogie-Woogie und Swing erklingen bei drei Konzerten vom 10. bis 13. Mai 2021. Hinzu kommt die Generalprobe mit Publikum. Spielorte sind der SAL (Saal am Lindaplatz) Schaan sowie als Premiere die Tonhalle Maag in Zürich. Die Sinfoniekonzerte finden in hybrider Form statt: Jeweils 50 Personen sind zugelassen, ausserdem gibt es digitale Live-Übertragungen. Die jeweils 50 Tickets für alle vier Aufführungen sind bereits an unsere Abonnentenschaft vergeben.

Für alle Interessierten an einer Livestreaming-Übertragung sind Livestream-Tickets ebenfalls über office@sinfonieorchester.li oder per Telefon unter 00423 792 63 51 zum Preis von CHF 50.- / CHF 25.- erhältlich. Dabei wird sowohl das Konzert am Dienstag, den 11. Mai um 20:00 Uhr, als auch das Konzert am Mittwoch, den 12. Mai um 19:00 Uhr, jeweils aus dem SAL in Schaan live übertragen; genauso wie das Gastspiel am darauffolgenden Tag als Livestream.

 

 

Zur weiterführenden Pressemitteilung:

Der deutsche Virtuose Sebastian Manz ist in der Vier-Länder-Region wohlbekannt. Der 35-Jährige ist schon lange auf internationalen Bühnen zuhause. Hiesige Musikinteressierte kennen ihn als künstlerischen Leiter des jungen Klassik-Festivals :alpenarte in Schwarzenberg 2018 und 2019. Seinen grossen Durchbruch feierte er im Jahr 2008 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Dort erhielt er den seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette sowie den begehrten Publikumspreis. Dreimal hat er inzwischen den ECHO KLASSIK gewonnen.

„Er ist ein vielfach begnadeter Künstler, dessen positive Energie sich auf die Zuhörerinnen und Zuhörer überträgt“, schwärmt unser SOL-Geschäftsführer und Intendant Drazen Domjanic. Mit Hörgewohnheiten zu brechen und musikalische Grenzen auszuloten – diese Leidenschaft wird Sebastian Manz in Schaan und Zürich bei Artie Shaws Klarinettenkonzert ausleben. Zuvor ertönt seine Bearbeitung von Astor Piazzollas „Café 1930“. Der argentinische Begründer des „Tango Nuevo“ wäre heuer 100 Jahre alt geworden.

Klavierquartett in ungewöhnlichem Gewand
Als „flexiblen, punktgenauen Dirigenten sowie als wortgewandten Moderator“ schätzt unser Intendant Kevin Griffiths ein. Der gebürtige Londoner arbeitet mit renommierten Solisten und Orchestern wie beispielsweise dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt zusammen. Von 2011 bis 2018 war er Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Collegium Musicum Basel. Bei uns trat er unter anderem bei grossen Sinfonie-Projekten und jährlich beim Festival Vaduz Classic auf. 

Zu Beginn der Konzerte wird die Akademische Festouvertüre von Johannes Brahms erklingen. Aus seiner Feder stammt auch das abschliessende Klavierquartett, das Brahms von einer ganz anderen Seite zeigt. In der Bearbeitung von Arnold Schönberg wird es zu einem gewaltigen Stück, wie Domjanic weiss: „Denn nun stehen 69 Orchestermusikerinnen und -musiker auf der Bühne. Deren Melodiestränge bündelt der Maestro Kevin Griffiths und lässt sie zu einem postromantischen Klanggebilde aufblühen.“

Dem Virus trotzen
Mit dem Auftritt in Zürich beginnt für uns eine neue Konzertreihe. Unter dem Motto „SOL goes international“ ist im Jahr 2022 ein Auftritt im Grossen Saal der Berliner Philharmonie geplant. Gastspiele in Warschau, Danzig und Wien sollen folgen.

Wie diese Saison weitergeht, bleibt ungewiss. „Trotzdem können wir bei den Mai-Konzerten wichtige Erfahrungen sammeln, wie man trotz einer Pandemie Kultur am Leben halten kann und muss. Keine Kultur ist auch keine Lösung und beweist wenig Mut“, findet Musikmanager Drazen Domjanic. Sein Dank gilt der liechtensteinischen Regierung und dem Schweizer Bundesrat zu diesem „ersten mutigen, aber folgerichtigen Schritt. Ich blicke optimistisch in eine Zukunft mit einer ICMA-Gala und einem Festival Vaduz Classic – wie auch immer dieses ausschauen möge.“

25. Mrz 2021

Neuer Geschäftsbericht des SOL zu 2020

Anbei finden Sie den Geschäftsbericht des Sinfonieorchesters Liechtenstein zur Saison 2020 mit allen Informationen und Zahlen.

Geschäftsbericht 2020

18. Feb 2021

Klassik auch für jetzige und zukünftige Klassik-Fans

Die SOL-Orchestermusiker*innen als auch das Duo Aliada sind über die rundum gelungenen Eröffnungskonzerte der beiden Reihen «SOL im SAL» und «ERLEBE SOL» am 17. und 19. Januar 2021 froh gestimmt. Die Live-Übertragungen im Stream fanden grossen Anklang und bescherten den Künstler*innen hohe Einschaltquoten – und das erfreulicherweise auch von jenseits der Landesgrenzen. Das SOL-Management sieht darin nicht nur unsere Digitalisierungsbestrebungen bestätigt. Davon ermutigt halten sie am seit November 2020 eingeschlagenen Kurs – Konzerte in Hybrid-Form, als Livestream und soweit es die  Massnahmen erlauben auch mit Publikum vor Ort, durchzuführen – fest.

Im Fokus steht nun das 2. «ERLEBE SOL»-Konzert am 14. März 2021. Ob sich dafür im Vaduzer Rathaussaal wieder Publikum einfinden darf – und wenn ja, in welcher Anzahl – steht gegenwärtig noch in den Sternen. Nichtsdestotrotz, sofern es die amtlichen Bestimmungen zulassen, wird auch dieses Konzert per Livestream in die Haushalte vieler Musikfreunde übertragen. Einen kleinen aber feinen Vorgeschmack auf ebenjenes 2. „ERLEBE SOL“-Konzert bietet folgender Trailer:

https://www.sinfonieorchester.li/Videos.aspx?nid=10836&groupnr=10836&jahr=0&lang=DE&itemid=153

Für das Konzert im Livestream gilt: Sowohl Einzel- als auch Abotickets behalten ihre Gültigkeit. Die Ticketbesitzer erhalten rechtzeitig vor Konzertbeginn den dafür erforderlichen Link an ihre Mailadresse zugesendet. All jene, die darauf verzichten möchten oder nicht über die technischen Voraussetzungen (Internetzugang und onlinefähiges Endgerät, etc.) verfügen, bekommen auf Wunsch den Ticketpreis zurückerstattet, aber es kann ansonsten auch der Ticketpreis dem SOL gespendet werden. 

Programmatisch folgt man dem für die Spielzeit 2021 ausgegebenen Leitgedanken „Klassik mal nicht ganz klassisch“. Hierbei debütiert innert der «ERLEBE SOL»-Kammermusikreihe der Pianist Frank Dupree mit seinen Kollegen Jakob Krupp am Jazz-Kontrabass und Meinhard «Obi» Jenne am Jazz-Schlagzeug mit eingängigen Melodien des Grossmeisters Ludwig van Beethoven, aber auch Jazz-Klassikern Duke Ellingtons und Leonard Bernsteins, die als Jazztrio-Format neu aufgemischt werden. So wird man auf jeden Fall Beethoven noch nie gehört haben!

Frank Dupree kommt damit zum zweiten Mal nach Liechtenstein, jedoch bereits in dritter Funktion. Im September 2020 debütierte er bei den Freundeskreis-Konzerten in doppelter Weise – als Dirigent und Pianist. Als «OPUS KLASSIK»-Preisträger präsentierte er sich damals mit einem reinen Beethoven-Programm – an seiner Seite die Solistin und Musikakademie-Stipendiatin Isa-Sophie Zünd am Klavier. Im starken aber nichtsdestotrotz reizvollen Kontrast reüssiert Frank Dupree nun mit seinen Künsten am 14. März 2021 in einem völlig neuen Genre – passend zum roten Faden der «ERLEBE SOL»-Saison.

7. Jan 2021

Trotz «Winterruhe» bleibt das SOL voll auf Trab

Die kammermusikalische Konzertreihe «ERLEBE SOL» in der 33. Saison steht ganz unter dem Zeichen «Klassik mal nicht ganz klassisch». Das Duo Aliada - bestehend aus Michał Knot am Saxophon und Akkordeonist Bogdan Laketic - macht am Sonntag, den 17. Jänner 2021 um 11:00 Uhr den Auftakt dazu. Unkonventionell im Hinblick auf Besetzung und Bearbeitung nähern sie sich dabei einigen vertrauten klassischen Melodien, wie Ausschnitten aus den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, Präludien von George Gershwin und vielen mehr. Erstmals in der Geschichte des SOL werden auch die «ERLEBE SOL»-Konzerte via Livestream für Abonnenten als auch Einzelbesucher angeboten!

Kurz nach dieser Matinée geht es in der sinfonischen Konzertreihe «SOL im SAL» am 19. und 20. Jänner 2021 los. Erstmals wird die Dirigenten-Koryphäe Uroš Lajovic am Pult des SOL stehen - ein Maestro, der schon viele bekannte Orchesterleiter ausbildete, wie den derzeitigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko.

Mit der «Wilhelm Tell»-Ouvertüre bekommen die Zuschauer von daheim einen echten Ohrwurm als Auftakt zu hören. Weiter geht es im Programm mit dem Violinkonzert des finnischen Nationalkomponisten Jean Sibelius, welches die preisgekrönte Geigerin Veriko Tchumburidze bestreiten wird. Über mehrere Jahre hinweg an der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein ausgebildet, gewann sie in 2016 den prestigeträchtigen Henryk-Wieniawski-Wettbewerb, der ihre die Tore zu den grössten Bühnen der Welt öffnete.

Den Abschluss zum Saisonauftakt bildet die vierte Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy - auch bekannt als die «Italienische». Aufgelockert werden die Pausen zwischen den einzelnen Werken durch kurze Interviews, Ansprachen und weitere Hintergründe.

Somit wird der Livestream geradewegs zu einem Online-Musikerlebnis bzw. zum MusicTainment!

Livestream-Tickets können unter der Telefonnummer 00423 792 63 51 oder auch unter https://www.sinfonieorchester.li/?ticket=1 bestellt werden.

Hier geht es zum 1. «ERLEBE SOL»-Spot...

... und hier zum 1. «SOL im SAL»-Spot.

17. Dez 2020

ICMA-Finalisten für 2021 in Vaduz bekanntgegeben

Die Endrundenteilnehmer der International Classical Music Awards (ICMA) 2021 stehen fest.

In drei Runden hat die Jury der ICMA die Veröffentlichungen ausgewählt, die in der Endausscheidung für die Awards 2021 stehen. Die ursprüngliche Liste mit insgesamt 365 Nominierungen wurde auf drei Veröffentlichungen pro Kategorie reduziert – die Finalisten für 2021. 

ICMA-Präsident Remy Franck sagt: "Bei einer Vielzahl von Veröffentlichungen, die von über fünfzig Prozent der Juroren nominiert wurden, konnten wir sehen, dass sich höchste Qualität auszahlt und die Jury von Anfang an in eine gemeinsame Richtung lenkt. In der Folge haben sich die Aufnahmen, die zunächst von einer großen Anzahl von Jurymitgliedern ausgewählt wurden, durch alle Runden hindurch hervorragend geschlagen. Einer der Finalisten jeder Kategorie wird in die Hall of Fame der ICMA aufgenommen, die alle Gewinner der letzten 10 Jahre vereint". 

Die Namen der Gewinner werden am Mittwoch, den 20. Januar 2021 veröffentlicht. Überreicht werden die Auszeichnungen dann im Rahmen eines Preisverleihungs-Galakonzerts, das am 18. April 2021 in Vaduz, Liechtenstein stattfinden wird. Dem Sinfonieorchester Liechtenstein unter der Leitung von Yaron Traub wird dabei als Gastgeber einer der bedeutendsten Preisverleihungen für klassische Musik in Europa eine grosse Ehre zuteil. 

Hier geht es zur Liste der Finalisten: ICMA 2021 FINALISTEN

27. Nov 2020

Abo-Vorverkauf für die Spielzeit 2021 gestartet

Programmvielfalt der Extraklasse in der Spielzeit 2021

Seit dem 20. November und nur noch bis zum 31. Dezember 2020 läuft der Abo-Vorverkauf für die Konzertsaison 2021, in der sich die künstlerischen Höhepunkte nur so aneinanderreihen!

Die vier Ausgaben der kammermusikalischen Konzertreihe „ERLEBE SOL“ folgen in der kommenden Spielzeit dem Motto „Klassik mal nicht ganz klassisch“. Unkonventionell im Hinblick auf Besetzung und Bearbeitung nähert man sich dabei einigen vertrauten klassischen Melodien: Beethoven jazzig mit dem Frank Dupree Trio, Bachs „Goldberg-Variationen“ für Akkordeon und Saxophon (Duo Aliada) oder eine Klaviersonate von Mozart für Gitarre und Marimbaphon (Vivi Vassileva und Lucas Campara Diniz) eröffnen dem Publikum neue und reizvolle Zugänge zu altbekannten Meisterwerken.

Einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf die erfrischenden Klänge der kommenden Spielzeit erlebte das Publikum bereits mit dem 4. ERLEBE SOL, das mit dem „Le Grand Tango“ von Astor Piazzolla (1921–1992) dessen Jubiläumsjahr ankündigte. 

Innerhalb der 3-teiligen sinfonischen ABO-Reihe „SOL im SAL“ wird das Publikum sowohl alte Bekannte als auch neue Gesichter am Dirigentenpult zu sehen bekommen, darunter Uroš Lajovic, einen der bedeutendsten Dirigenten(-Pädagogen) unserer Zeit, Kevin Griffiths, der bereits bei den „VADUZ CLASSIC“-Konzerten für Furore sorgte und Wayne Marshall, den das Publikum schon beim letzten „SOL im SAL“-Konzert des Jahres 2020 kennen und schätzen gelernt hat. Programmatisch zieht sich bei den Konzerten ein roter Faden entlang der deutschen und russischen Romantik.

Grossen Anklang fanden die Live-Übertragungen der Sinfoniekonzerte. Vier Kameras, eine professionelle Mikrofonierung und die eingeblendeten Informationen aus dem Programmheft sorgten für vergnügliche Konzerterlebnisse auch unter jenen Abonnenten, die derzeit von einem Besuch im Konzertsaal absehen möchten oder deren Mobilität eingeschränkt ist. Wir setzen die Live-Übertragungen für unsere bisherigen, aber auch für die zukünftigen Abonnenten gerne fort (Live-Streaming lediglich während der Konzerte).

Weihnachten naht – Machen Sie Ihren Liebsten – oder sich selbst – eine Freude und verschenken Sie das Sinfonieorchester Liechtenstein im Abonnement!

Die SOL-Abos können nur noch bis zum 31. Dezember 2020 unter der Telefonnummer 00423 792 63 51, per Email office@sinfonieorchester.li oder auch über unsere Homepage www.sinfonieorchester.li bestellt werden. Sichern Sie sich also noch rechtzeitig ihre bevorzugten Plätze bei den „SOL im SAL“ und „ERLEBE SOL“-Konzerten! Ab dem 1. Januar können lediglich Einzeltickets erworben werden.

Einen genaueren Blick in die kommende Spielzeit ermöglicht Ihnen unsere digitale Saisonbroschüre:

https://issuu.com/gmg3/docs/sol_2021_brochure_web

23. Nov 2020

Saisonbroschüre 2021

Im Bericht finden Sie alle Informationen zur Saison 2021.

https://issuu.com/gmg3/docs/sol_2021_brochure_web

30. Okt 2020

Konzerte in Liechtenstein weiterhin möglich

Gesundheitsminister Dr. Mauro Pedrazzini und Kulturministerin Dr. Katrin Eggenberger informierten an der Pressekonferenz am Freitag, den 30. Oktober 2020 über das weitere Vorgehen in der Coronapandemie. Die Regierung hält an ihrem Kurs fest, neue Massnahmen verkündete sie nicht. Damit bleiben in Liechtenstein Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern möglich. Voraussetzung bleibt weiterhin ein wirksames Schutzkonzept. Diese Entscheidung sorgt für Erleichterung innerhalb der unter Druck geratenen Veranstaltungs- und Kulturbranche. So ist zum Beispiel für das Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) der Weg frei für das 3. Sinfoniekonzert aus der „SOL im SAL“-Reihe am 17. und 18. November 2020. Zurückgreifen kann man dabei auf das bewährte Schutzkonzept, das schon bei dessen Freundeskreis-Konzert zur Anwendung kam. Verständnis bringt man allerdings auch für alle Abonnenten auf, die unter diesen Bedingungen (Maskenpflicht) auf einen Besuch im Konzertsaal verzichten. Für ebenjene wird es erstmalig in der Geschichte des SOL eine Übertragung per Live-Stream zu den gewohnten Konzertzeiten geben. Veranstalter, Künstler und nicht zuletzt das Publikum sehen also eine Fortsetzung des kulturellen Lebens und damit eine willkommene Abwechslung von weniger Erfreulichem. „Ich freue mich über dieses positive Signal aus der Politik, die sich damit schützend und unterstützend auf die Seite der Kunstschaffenden stellt und gleichzeitig unsere Bemühungen um Risikominimierung sowie das bereits angewendete Schutzkonzept anerkennt“, so Drazen Domjanic, Intendant und Geschäftsführer des Sinfonieorchesters Liechtenstein.

© Andreas Domjanić

16. Okt 2020

Zuversichtlich in Richtung Saisonfinale 2020

Zufrieden blicken wir zurück auf zwei sehr gelungene Indoor-Konzerte des SOL. Es waren die ersten seit dem corona-bedingten Veranstaltungsverbot. Beim Freundeskreis-Konzert, das in diesem Jahr zweifach aufgeführt wurde, kam erstmals ein alternativer Sitzplan zur Anwendung, der von den Konzertbesuchern durchwegs positiv angenommen wurde.

Dennoch wird man künftig der bisherigen SAL-Bestuhlung treu bleiben müssen, da uns die Austragung eines dritten Konzerts kosten- und personalbedingt nicht möglich ist. Für unsere nahezu 1.000 Abonnenten gilt zudem die seit Kurzem behördlich angeordnete Maskenpflicht in öffentlichen Räumen. Weiterhin verzichten wird man auf die Ouvertüre, die Konzertpause und den Barbetrieb. Auch die Garderobe bleibt zunächst geschlossen.

Unser „ERLEBE SOL“-Konzert fand bereits im Oktober vor Maske tragendem Publikum statt, also noch vor der offiziellen Anweisung dazu. Ungeachtet dieser Rahmenbedingungen hat man im Nachgang davon erfreulich viel positiven Zuspruch erfahren. Die Nachfrage nach qualitativ hochklassigen Konzertveranstaltungen ist trotz – oder gerade?! – in Zeiten von Corona ungebrochen hoch.

Daraus ziehen wir reichlich Elan und Zuversicht für das 3. „SOL im SAL“ und seine beiden Konzerte am 17. und 18. November. Mit Universalgenie Kit Armstrong sowie Multi-Instrumentalist und Orchesterpädagoge Wayne Marshall konnten dafür zwei herausragende, hochspannende Musikerpersönlichkeiten gewonnen werden. Die Vorfreude in den Reihen des SOL auf die Zusammenarbeit mit zwei international konzertierenden Stars der Klassikszene ist entsprechend gross.

Ab dem 21. November und bis zum 10. Dezember 2020 ist der ABO-Vorverkauf für die Spielzeit 2021 möglich. Wer es nicht erwarten kann, etwas über die Künstler, Solisten und die Konzertprogramme der kommenden Saison zu erfahren, dem sei der Besuch eines der beiden Konzerte des 3. „SOL im SAL“ empfohlen. Traditionell bekommen deren Zuhörer die druckfrische Broschüre zur kommenden Spielzeit präsentiert – exklusiv und aus erster Hand.

Zu einem krönenden Finale kommt es dann am 22. November 2020 mit dem 4. „ERLEBE SOL“-Konzert. Dafür sorgen der Meistercellist und Musikprofessor an der Hochschule für Musik in Basel Thomas Demenga und die gefeierte, in Liechtenstein und Grossbritannien wohnhafte Pianistin Ivana Gavric. Die Zuhörer erwartet an diesem Abend ein prickelndes, kurzweiliges Konzertprogramm!

3. Sep 2020

Anmeldung zu den Freundeskreis-Konzerten

Wir laden Sie herzlich zum alljährlichen Freundeskreis-Konzert des Sinfonieorchesters Liechtenstein ein! In diesem Jahr kommt es zu gleich zwei Aufführungen, dank der erfreulichen Unterstützung durch die NEUE BANK AG:

Am 29. September 2020 um 17:30 Uhr und um 20:00 Uhr, (sicherheitsbedingt jeweils ohne Konzertpause).

Das Corona-Schutzkonzept begrenzt die Anzahl der Besucher pro Konzert auf max. 300 und erfordert eine entsprechende Bestuhlung im SAL. Es gilt wie gewohnt freier Eintritt, doch können wir Ihnen keine freie Platzwahl anbieten. Das Schutzkonzept sieht das Nebeneinandersitzen ausschliesslich für Personen eines Haushalts vor. Zu beiden Seiten garantiert ein freibleibender Stuhl den gebotenen Mindestabstand. Zudem benötigen wir die Namen aller Konzertbesucher, deren Anschrift und eine Kontaktmöglichkeit. 

Wir bitten Sie, das beiliegende Formular vollständig ausgefüllt bis zum 25. September an uns zu retournieren. Der Umwelt zuliebe senden wir Ihnen die Karten mit den zugewiesenen Sitzplätzen rechtzeitig per Mail.

Bei den Freundeskreis-Konzerten des SOL am 29. September im SAL in Schaan liegt ein besonderes Augenmerk auf Ludwig van Beethoven. Die liechtensteinische Pianistin Isa-Sophie Zünd widmet sich einem eingängigen Rondo aus dessen Feder und der preisgekrönte Tastenakrobat Frank Dupree («OPUS KLASSIK»-Preisträger) schlüpft an diesem Abend zusätzlich in die Rolle des Dirigenten. Gemeinsam mit dem SOL lassen die Künstler den Grossmeister der Musik in seinem 250. Geburtsjahr gebührend hochleben.

Das Programm:

Ludwig van Beethoven (1770–1827)

Ouvertüre in c-Moll zu H. J. v. Collins gleichnamigem Trauerspiel „Coriolan“, op. 62 3
Allegro con brio

Rondo für Klavier und Orchester in B-Dur, WoO 6 1, 3
Allegro

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 in c-Moll, op. 37 2, 3
I. Allegro con brio
II. Largo
III. Rondo. Allegro 

Isa-Sophie Zünd, Klavier 1
Frank Dupree, Klavier 2 / Dirigent 3


Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

PDF
Anmeldung-Freundeskreis-Formular.pdf
14. Aug 2020

SOL-Musiker beim Tag der Demenz dabei

Konzert zum Tag der Demenz

Der letztjährige Auftritt des Ensembles „Die Schurken“ anlässlich des Tages der Menschen mit Demenz, fand bei den Besucherinnen und Besuchern und den Organisatoren gleichermassen grossen Anklang. Und so kehren die vier Musiker, darunter die beiden Musiker des Sinfonieorchesters Liechtenstein (SOL) Stefan Dünser an der Trompete und Martin Deuring am Kontrabass, am 20. September 2020 zurück in den SAL in Schaan. Um 15:00 Uhr beginnt das Konzert mit einem bunten Programm namens „Leichten Sinnes“, das Werke von Komponisten aus neun Nationen parat hat – siehe: https://www.demenz.li/kalender .

Der dem Ensemble so eigene, unverkennbar berührende und zugleich mitreissende Klang wird das Publikum dabei erneut in seinen Bann ziehen. Zum Abschluss des Konzerts werden wieder einige wohlbekannte, schöne alte Lieder gemeinsam gesungen.

Einen geselligen Ausklang findet der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, offeriert durch den Frauenverein Schaan. Die gemeinsame Veranstaltung von Demenz Liechtenstein, der Familienhilfe Liechtenstein und der Stein Egerta findet in Kooperation mit dem Seniorenbund Liechtenstein statt. Unter der Vermittlung des Sinfonieorchesters Liechtenstein konnte das Ensemble „Die Schurken“ auf ein Neues für die Veranstaltung gewonnen werden, mit der ein Bewusstsein für betroffene Menschen geschaffen werden soll. Dazu herzlich eingeladen sind bei freiem Eintritt selbstredend Menschen mit und ohne Demenz. 

Anmeldung unbedingt erbeten: telefonisch unter 00423 232 48 22 (Stein Egerta) oder per Mail an info@steinegerta.li . Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Sonntag, 20. September 2020
15:00 bis 16:15 Uhr Konzert, anschliessend Kaffee & Kuchen, offeriert durch den Frauenverein Schaan. 17:30 Uhr Ende. Grosser SAL, Landstrasse 19, 9494 Schaan (barrierefrei)

22. Jul 2020

OPUS KLASSIK Nominierungen für das SOL

Erstmals ist das Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) für den deutschen OPUS KLASSIK Preis vorgeschlagen – und das in zweifacher Weise.

In der Kategorie „Sinfonische Einspielung“, für die herausragende Einspielung eines sinfonischen Werkes, ist das SOL für seine Aufnahme des sinfonischen Tongemäldes «Wallenstein» von Josef Rheinberger (1839–1901) nominiert. Beispielhaft für die klangvollen Namen in den Reihen der Mitbewerber stehen das Gewandhausorchester Leipzig oder das Lucerne Festival Orchestra. 

Daneben findet sich das SOL – gemeinsam mit seinem ehemaligen Chefdirigenten Florian Krumpöck und Gast-Konzertmeister Marc Bouchkov – auf der Anwärterliste für den Preis in der Kategorie „Konzerteinspielung“, in der eine exzellente Aufzeichnung eines Konzertes ausgezeichnet wird. Auch in dieser Kategorie konkurriert das SOL mit Grössen wie etwa Yuja Wang mit den Wiener Philharmonikern unter Franz Welser-Möst.

Die Vertonung des nun nominierten Werkes ging aus den Live-Aufnahmen durch das prämierte Label ARS Produktion hervor, anlässlich des 1. ABO-Konzerts „SOL im SAL“ im Januar des liechtensteinischen Jubiläumsjahres 2019.

Der OPUS KLASSIK wurde 2018 erstmals vergeben und gilt als hochrangigste Auszeichnung dieser Art. Die Benennung neben den Spitzen der Klassikbranche kann als solche bereits als Anerkennung aufgefasst werden – für das SOL als kultureller Botschafter ein weiterer Schritt in Richtung Internationalisierung.

Diese Nominierung markiert einen neuen künstlerischen Meilenstein für das SOL und dessen im Hintergrund agierenden Stiftungsrat und Management. Ein Dank geht auch an Sponsoren und Künstler, deren Wirken diese hochwertige CD-Produktion ermöglichte.

www.opusklassik.de

17. Jun 2020

Auszeichnung für Diana Adamyan - Freundeskreis-Konzertsolistin 2019

Über den Gewinn des 16. internationalen Chatschaturjan Violinwettbewerbs darf sich die 20-jährige Diana Adamyan freuen. Der üblicherweise in der armenischen Hauptstadt Eriwan stattfindende Wettbewerb fand in diesem Jahr seine Preisträger durch die Evaluation von Online-Beiträgen – begleitet von Aufnahmen der armenischen Staatssymphoniker. Das Nachwuchstalent ist nicht wenigen SOL-Konzertbesuchern mit seinem funkensprühenden Konzert für Violine und Orchester von Aram Chatschaturjan (1903-1978) – im Rahmen des letztjährigen SOL Freundeskreis-Konzerts unter der Leitung von Kevin Griffiths – in lebhafter Erinnerung geblieben. Zu ihrem neuesten Erfolg gratulieren wir Diana recht herzlich!

Im Bemühen, dem künstlerischen Nachwuchs die so wichtige Bühne zu bieten, kommt es immer wieder zu einer Kooperation mit der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. So auch beim SOL Freundeskreis-Konzert 2020, das für den 29. September vorgesehen ist. Als Solistin präsentiert sich dabei Isa-Sophie Zünd, die liechtensteinische Pianistin aus Gamprin. Wir freuen uns, schon bald zu den durch nichts zu ersetzenden Live-Konzerterlebnissen zurückkehren zu können!

© Andreas Domjanić

8. Jun 2020

Werdenberger Schloss-Festspiele und Freundeskreis-Konzert finden statt!

Die Veranstalter der Werdenberger Schloss-Festspiele geben nun doch grünes Licht für die Ausführung der diesjährigen Opernproduktion. Vom 8. bis 22. August 2020 wird unter den vom Schweizer Bundesrat getroffenen Sicherheitsvorkehrungen Georges Bizets «Carmen» – eine der beliebtesten und meistaufgeführten Opern – zu erleben sein. Damit schliesst man an den Erfolg im Jahr 2018 an, in dem es im gleichen Zeitraum zu insgesamt 10 Aufführungen von Giuseppe Verdis «La Traviata» kam. Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten unter www.carmen20.ch . Auf der Webseite ist in Bälde ebenfalls das zur Anwendung kommende Sicherheitskonzept beschrieben, das zu einem verantwortungsvollen, ungetrübten Opernerlebnis beitragen soll.

Auch das Freundeskreis-Konzert des SOL aus der eigenen Produktion wird unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen am 29. September 2020 im SAL Schaan zur Aufführung kommen. Die liechtensteinische Pianistin Isa-Sophie Zünd wird mit einem eingängigen Rondo Ludwig van Beethovens zu hören sein, sowie ein weiterer Fingerakrobat namens Frank Dupree, der in doppelter Funktion auch gleichzeitig dirigiert. Gemeinsam werden sie mit dem SOL den meistgespielten klassischen Komponisten im 250. Geburtsjahr gebührend hochleben lassen. Wir freuen uns, nach einer Zwangspause unseren Konzertbetrieb im kleinen Rahmen erneut starten zu können.

Sicherlich haben Sie bereits vom Ausfall der VADUZ CLASSIC heuer erfahren. Als kleiner Trost sei betont, dass das in aufwendiger und zeitintensiver Vorarbeit erstellte Programm nicht etwa aufgehoben, sondern lediglich um ein Jahr (26. – 29. August 2021) verschoben wird, was die Zeit der Vorfreude um 12 Monate erhöht (www.vaduzclassic.li).

MP4
Carmen-Trailer.mp4
2. Jun 2020

"Es gibt nicht nur ein Leben im Wohlstand"

Interview im Liechtensteiner Vaterland mit dem Geschäftsführer und Intendanten Drazen Domjanic vom 30. Mai 2020:

PDF
011_lvlv_08_2020-05-30.pdf
28. Mai 2020

"Für Veranstalter vieles noch in Schwebe"

Bericht aus dem Liechtensteiner Volksblatt vom 28. Mai 2020

PDF
vb-2020-05-28-028.pdf
30. Apr 2020

SOL überträgt neun weitere Konzerte per TV und Web

(English below)

Das SOL begegnet dem andauernden Veranstaltungsverbot mit einer Fortsetzung der Konzertübertragungen auf 1FLTV, Webseite und in den sozialen Medien. Neu und von Musikfreunden zu beachten ist dabei die geänderte Startzeit und die nun angebotenen, stündlichen Wiederholungen. Jeweils mittwochs ab 18:15 Uhr, beginnend am 6. Mai, auf 1FLTV und im Rahmen der Sendung „Focus Liechtenstein“ ertönen die Musikerinnen und Musiker des SOL mit ausgewählten klassischen Musikkonzerten. Stündliche Wiederholungen bis zum darauffolgenden Donnerstag um 17:15 Uhr bieten dem Publikum Gelegenheit, den Zeitpunkt für das Konzerterlebnis beliebig zu wählen. Die Konzertprogramme können der untenstehenden Übersicht entnommen werden.

Das SOL wünscht gute Unterhaltung in den heimischen vier Wänden und hofft auf ein baldiges Wiedersehen im Konzertsaal!

The Symphony Orchestra Liechtenstein (SOL) is countering the ongoing ban on events by continuing concert broadcasts on 1FLTV, website and on social media channels. New and to be noted by music lovers is the changed start time and the hourly repetitions now offered. Every Wednesday from 6:15 p.m., starting on May 6th, 2020, on 1FLTV and within the framework of the program "Focus Liechtenstein", the musicians of the SOL perform selected classical music concerts. Hourly repetitions until the following Thursday at 5:15 p.m. offer the audience the opportunity to choose the time for the concert experience. The concert programs can be found in the overview below.

The SOL wishes you good entertainment in your own four walls and hopes to see you again soon in the concert hall!

PDF
SOL.pdf
23. Apr 2020

Geschäftsbericht 2019

Im Bericht finden Sie alle Informationen zum Jahr 2019.

Geschäftsbericht 2019

2. Apr 2020

Sinfonieorchester Liechtenstein legt Sozialplan vor

Mit einem Sozialplan begegnen die Verantwortlichen des Sinfonieorchesters Liechtenstein (SOL) der prekären Situation, mit der sich einige der Musikerinnen und Musiker angesichts der Konzertabsagen in Folge der SARS-CoV-2-Pandemie konfrontiert sehen. Der vorgestellte Plan basiert auf einer Staffelung des Orchesterpersonals in drei Gruppen und zielt auf eine Abfederung des Verdienstausfalls ab.

„Wir sind uns im Klaren über die Verantwortung gegenüber unseren Künstlern und möchten mit diesem Plan die finanziellen Konsequenzen nach Möglichkeit eindämmen“, erklärt Drazen Domjanic, Geschäftsführer und Intendant des Sinfonieorchesters Liechtenstein (SOL).

Planungsgemäss ermöglicht das Kompensationsmodell die Bezahlung der ursprünglich vorgesehenen Honorare im Umfang von durchschnittlich 70%. Die besonders betroffene Gruppe der freischaffenden Künstlerinnen und Künstler erhält indessen eine Honorarabdeckung bis zu 95%. Das auf zunächst drei Monate ausgelegte Modell umfasst im Gesamten ein Volumen im sechsstelligen Bereich und speist sich aus Rücklagen und Sponsorengeldern.

In der folgenden Video-Botschaft erläutern der Präsident des Sinfonieorchesters Liechtenstein, Dr. Ernst Walch, und Geschäftsführer und Intendant, Drazen Domjanic, ihren Sozialplan:

https://www.youtube.com/watch?v=ZwGXpn-zYqo

Abdruck honorarfrei – Belege erbeten!

Weitere Informationen unter:

Sinfonieorchester Liechtenstein
Geschäftsstelle:
Alemannenstrasse 23
FL-9485 Nendeln
Fürstentum Liechtenstein
info@sinfonieorchester.li | office@sinfonieorchester.li | Tel.: +423 262 63 51

20. Mrz 2020

TV- und Online-Konzertausstrahlungen des SOL ab 24. März

Besondere Situation erfordern besondere Massnahmen! Durch die unvorhersehbaren Ereignisse rund um das Corona-Virus sind die Konzertabende mit Publikum - zum Bedauern vieler – derzeit ausgesetzt.

Das Sinfonieorchester Liechtenstein – in Zusammenarbeit mit 1FLTV – begegnet diesem Ausnahmezustand mit einer Fernsehübertragung vergangener und aufgezeichneter Konzerte. Dabei können wir auf einen bemerkenswerten Bestand an Werken zurückgreifen.

Dienstags um 20 Uhr sowie mittwochs um 19 Uhr – also zur gewohnten Zeit – sehen und hören die 1FLTV Zuschauer eine erlesene Auswahl an SOL-Auftritten. Alternativ erleben Sie die Konzerte hier auf www.sinfonieorchester.li . Das jeweilige Konzertprogramm entnehmen Sie bitte der untenstehenden Übersicht.

Wir freuen uns, die Lücke etwas schliessen zu können und auch in Zeiten wie diesen eine Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen.

PDF
SOL-TV-Online-Konzertprogramme.pdf
28. Jan 2020

SOL-Künstler unterwegs in musikalischer Mission

Im Bestreben, junge Menschen für die Freuden der klassischen Musik empfänglich zu machen, besuchte Gastdirigent Yaron Traub, begleitet von einem Streichquartett des Sinfonieorchesters Liechtenstein, am 27. Januar 2020 das Liechtensteinische Landesgymnasium. Neben einer Konzerteinführung bekamen die rund 50 Schülerinnen und Schüler markante Auszüge aus der 6. Sinfonie von Ludwig van Beethoven zu hören. Die Saiten zum Schwingen brachten dabei Gastkonzertmeister Martin Draušnik, Tetiana Lutsyk (Violine), Vladimir Lakatos (Viola) und Gundula Leitner (Violoncello). Solist Dmytro Choni (Klavier) widmete sich einer Vorstellung des 3. Klavierkonzerts von Sergej Prokofjew und gab – exklusiv für das junge Publikum – schon eine der Zugaben zum Besten, die er anlässlich der beiden Konzertabende vorbereitet hat. Am 28. Januar 2020 machten sich die Musiker dann auf zur Primarschule in Schaan. Mit reichlich Fingerspitzengefühl zogen Maestro Yaron Traub und Florian Thierbach (künstlerisches Betriebsbüro des SOL) die mehr als 100 Primarschüler in ihren Bann. Ein begeistertes Staunen stand ihnen ins Gesicht geschrieben, als die Künstler mit ihren Instrumenten „Gewitter und Sturm“ (aus der Beethoven-Sinfonie) nachstellten. Zum Abschluss durften einige Primarschüler zusammen mit Yaron Traub sogar noch das Streichquartett dirigieren. Die Musikerdelegation verabschiedete sich nicht ohne die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler – und deren Eltern – zu den bevorstehenden ABO-Sinfoniekonzerten „SOL im SAL“ einzuladen. Mit Programmen dieser Art ist das Sinfonieorchester Liechtenstein als Kulturträger darum bemüht, Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund – für klassische Musik zu begeistern. Möglich macht dies die wertvolle Unterstützung der Liechtensteinischen Kraftwerke LKW und der LGT Bank AG.

28. Dez 2019

98 neue Abonnenten ab der Saison 2020

Traditionell wurde beim 3. ABO-SINFONIEKONZERT „SOL im SAL“ am 19. und 20. November die neue Spielzeit 2020 und die dazugehörige Saisonbroschüre zum Thema „Beethoven & mehr“ vorgestellt. Als langjähriger Abonnent erhielt man heuer erstmalig bereits Mitte Oktober postalisch einen Überblick, über die in 2020 stattfindenden ABO-Konzerte des SOL. Nun zum Jahresausklang gibt es noch eine erfreuliche Nachricht zu verzeichnen, denn seit dem ABO-Vorverkauf im November 2019 konnten 98 neue Mitglieder in den Abonnenten-Kreis des SOL aufgenommen werden!

Damit hat man das vorgenommene Ziel, seine Abonnentenzahlen Jahr für Jahr für die ABO-Reihen „SOL im SAL“ in Schaan und „ERLEBE SOL“ im Rathaussaal Vaduz weiter auszubauen, erreicht. Dies verdeutlicht den Rückhalt und das stetig steigende Interesse für das Sinfonieorchester Liechtenstein.

Mit diesen motivierenden Neuigkeiten startet das SOL am Sonntag, den 12. Januar 2020, um 11:00 Uhr im Rathaussaal Vaduz in die neue Spielzeit beim 1. ABO-KAMMERMUSIKKONZERT „ERLEBE SOL“ – hier geht es zur Ankündigung der Matinée:

https://www.youtube.com/watch?v=bRTdJQUziQI.

© Andreas Domjanić

29. Nov 2019

Interview mit Hans Pritschet (Renner Ensemble Regensburg)

Am 1. Dezember 2019 kommt es mit dem 4. ABO-KAMMERMUSIKKONZERT „ERLEBE SOL“ zum Finale der Spielzeit 2019. Vor dem Konzert konnten wir dem musikalischen Leiter des OPUS KLASSIK preisgekrönten Renner Ensemble Regensburg, Hans Pritschet, ein paar Fragen stellen.

Anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums steht das Fürstentum Liechtenstein auch musikalisch im Fokus. Welchen Bezug haben Sie zu Liechtensteiner Komponisten wie Josef Gabriel Rheinberger und wie beeinflusste er die Musik seiner Zeit?

Hans Pritschet (HP): Als Regensburger Domspatz ist man schon sehr früh mit der Chormusik Rheinbergers in Kontakt gekommen, zumal die letzten Domkapellmeister Georg Ratzinger und Roland Büchner grosse Rheinberger-Verehrer sind. Als Organist habe ich ausserdem viele seiner Orgelkompositionen im Repertoire wie die 4. Orgelsonate in a-Moll und natürlich auch die international präsente Kantilene aus der 11. Sonate. Rheinberger war zu seiner Zeit sehr einflussreich. Man kann es daran ablesen, dass viele Instrumentalisten und Chöre – speziell auch Männerchöre – Auftragskompositionen an ihn vergaben, auch, dass einige Tonsetzer wie Max Reger ihm ihre Werke widmeten. Besonders aber scheint mir seine Lehrtätigkeit in den Fächern Orgel und Komposition an der damaligen Münchner Musikschule und der Akademie der Tonkunst wegweisend gewesen zu sein. Denn unter seinen Schülern sind so namhafte Komponisten wie Max Bruch, Richard Strauss, Engelbert Humperdinck vertreten, aber auch Joseph Renner jun., nach dem sich unser Ensemble benannt hat. Dieser Zulauf an Studenten war damals in Regensburg nicht gern gesehen. Hier herrschte die restaurative Bewegung in der Musik: Die Cäcilianer um Franz X. Haberl und Michael Haller. Sie hatten sich auf das Vorbild Palestrina eingeschworen und liessen andere Musik, die ihnen zu opernhaft, zu theatralisch und zu chromatisch war, nicht gelten. Warum dieser Bannstrahl auch das Œuvre Rheinbergers traf, ist für unsere Ohren heutzutage nicht mehr nachzuvollziehen. Oder war es damals nur Missgunst gegenüber dem Rivalen in München? Man hatte ja in Regensburg die erste katholische Kirchenmusikschule der Welt gegründet und wollte viele Studenten nach Regensburg locken, weg von der Münchner Konkurrenz. Jedenfalls hatte auch unser Namensgeber Joseph Renner jun., damals Domorganist in Regensburg, erhebliche Probleme mit den Cäcilianern, weswegen er sich dazu entschloss, seine Werke unter zwei verschiedenen Namen zu veröffentlichen. Seinen Geburtsnamen bekamen die „modernen“ spätromantischen Stücke, unter dem Pseudonym „Sephner“ publizierte er einfachere Werke, die auch den Herren um Michael Haller genehm waren. Vielleicht können wir als Regensburger Ensemble mit unserem Konzert in Vaduz eine Art Wiedergutmachung an Rheinberger und seinem Schaffen leisten.

Das Programm des 4. Abo-Konzerts ist dramaturgisch stringent gestaltet. Wie entstand die Idee dazu?

HP: Ich liebe es, bei konzertanten Komponisten-Porträts fragend ins Umfeld der Tonsetzer zu blicken: Woher kommen die Ideen und der eigene Kompositionsstil, wie ist die Haltung und Meinung der Komponistenkollegen der damaligen Zeit und wie sind die Nachwirkungen in der nachfolgenden Generation zu spüren? Da ist die Vita von Rheinberger sehr erspriesslich, da er immer mit heute noch bekannten Musikern in Kontakt stand.  Über seinen Lehrer Franz Lachner, der mit Schubert befreundet war, erhielt er beste Einblicke in den kantablen Stil und in den Kontrapunkt. Wir wollen erlebbar machen, wie zu Rheinbergers Zeit andere Tonsetzer wie Wagner, Brahms und später Reger komponiert haben. Bedeutende Schüler Rheinbergers habe ich schon erwähnt. Einer unter ihnen ist auch George W. Chadwick, der aus den USA nach Deutschland zum Musikstudium kam und das, obwohl ihn sein Vater wegen dieses Studienwunsches enterbt hat. Wir präsentieren dem Publikum ein lustiges Stück, das er vermutlich zu seiner Münchner Studienzeit auf einen deutschen Text von Joseph Viktor von Scheffel geschrieben hat.

Wie sehen Sie die musikalische Nachwuchsförderung in Liechtenstein?

HP: Wir sind aus Regensburg und damit aus einer Stadt, in der die musikalische Profiausbildung in speziellen Schulen und Hochschulen gleichermassen angeboten wird. Alle Mitglieder des Renner Ensembles waren bei den Regensburger Domspatzen und konnten von den Chorproben, der Stimmbildung und dem Instrumentalunterricht im „Mutterhaus“ profitieren. Hier kann man also ganz klar eine Parallele zu Liechtenstein und seinen exzellenten Förderprogrammen für alle Altersklassen ziehen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass Regensburg eine Grossstadt ist, in der es in etwa so viele Studenten wie im Fürstentum Einwohner gibt. Die Anziehungskraft, die von der Liechtensteiner Musikakademie ausgeht, muss demnach ungleich grösser sein, um diese unglaublichen Talente aus der ganzen Welt zu gewinnen. Als Preisträger des OPUS KLASSIK 2018 ist das Renner Ensemble das erste Mal auf die herausragenden musikalischen Leistungen der jungen Ensembles in Liechtenstein aufmerksam geworden. Über unser gemeinsames Label ARS Produktion kamen wir mit Drazen Domjanic ins Gespräch, der hinter dieser Nachwuchsarbeit steht. Durch den während der Preisverleihung ausgestrahlten Beitrag über das Ensemble Esperanza erkannten wir, welche Qualität die Stipendiaten aus der Liechtensteiner Förderung und damit auch deren Ausbildung haben. Anschliessend konnten wir durch die Freundschaft auf Facebook verfolgen, wie zahlreich und hochwertig die Projekte sind, an denen Drazen und die jungen Künstler ständig arbeiten. Es ist ganz klar erkennbar, dass sich die Klassikszene im Fürstentum mit der Nachwuchsförderung in einer Aufwärtsspirale befindet. Die Schüler lernen von den Lehrern, die Lehrer lernen zusammen mit den Schülern und durch Konzerte auf höchstem Niveau wird die ganze Welt auf den Klassikstandort Liechtenstein aufmerksam.

Sie leiten ein reines Männervokalensemble. Was reizt Sie an diesem Repertoire?

HP: Bevor mich das Renner Ensemble 2011 zu seinem künstlerischen Leiter wählte, hatte ich einige gemischte Chöre in dirigentischer Obhut: Kirchenchöre, den Chor der Musikpädagogik an der Universität Regensburg und auch ein exquisites kleines Vokalensemble. Über Männerchöre hatte ich verschiedentlich wegen Überalterung und mangelnder Qualität die Nase gerümpft. Und dann hörte ich das Renner Ensemble und war sofort begeistert. Der sehr weiche und samtene Chorklang hat mich gleich fasziniert, für romantische Chormusik bestens geeignet. Zugleich spürte ich die Wurzeln meiner eigenen sängerischen Vergangenheit. Ich war wieder im Nest der Regensburger Domspatzen gelandet. Neben der Pflege der Musik der Regensburger Tradition sah und sehe ich die Erarbeitung neuer aktueller Chorliteratur und die Neuerkundung tradierter Männerchorliteratur im Fokus unseres Ensembles. Dazu gehört auch das Schaffen Rheinbergers. Seine Werke für Männerchor sind ebenso wie die Chorballaden des Schweizer Friedrich Hegars in aktuellen Programmen viel zu wenig präsent.

Worauf kommt es Ihrer Erfahrung nach als Chorleiter an?

HP: Ich denke, dass es neben den selbstverständlichen dirigentischen und stilistischen Qualitäten bei den Chören im Amateur- und halbprofessionellen Bereich immer auf die Balance ankommt: Ich darf die Sänger nicht über-, aber auch nicht unterfordern. Der Schwierigkeitsgrad muss für das Ensemble passend sein. Bei der Auswahl der Stücke gilt es, nicht gegen den musikalischen Geschmack der Sänger zu operieren. Man muss auch Stücke, an denen man selber vielleicht hängt, aus dem Programm nehmen, wenn sie trotz wiederholtem Proben keinen Gefallen finden. Und man darf neben der intensiven Arbeit an den Werken den Spass am gemeinsamen Singen nicht vergessen! Nur so hält ein Ensemble länger zusammen und kann die Zuhörer begeistern. Das wollen wir auch bei unserem Konzert in Vaduz. Wir freuen uns auf Liechtenstein!

Wir bedanken uns herzlich für das Interview, und wünschen viel Erfolg für das Konzert am 1. Dezember um 11:00 Uhr im Rathaussaal Vaduz. Karten unter +423 792 63 52 oder über unser Kontaktformular oder per Mail an office@sinfonieorchester.li.

© Simon Zaus

25. Nov 2019

Saisonbroschüre 2020

Im Bericht finden Sie alle Informationen zur Saison 2020.

https://issuu.com/gmg3/docs/sol_2021_brochure_web

17. Nov 2019

Interview mit dem Dirigenten Sebastian Lang-Lessing

Am 19. und 20. November 2019 kommt es mit den 3. ABO-SINFONIEKONZERTEN „SOL im SAL“ zum Finale der sinfonischen Spielzeit im Liechtensteiner Jubiläumsjahr. Den Taktstock führt dabei erstmals Maestro Sebastian Lang-Lessing (SLL). Wir konnten ihm vorab einige Fragen stellen und Einblicke in seine musikalische Welt und Ansichten erlangen.

Maestro Lang-Lessing, Sie dirigieren erstmals das SOL. Wie ist Ihre Zugangsweise zu Musikern und Klangkörpern, denen Sie zum ersten Mal begegnen?
SLL: Offen und neugierig. Es ist immer sehr spannend neuen Musikern zu begegnen. Gelingt es schnell zu einer gemeinsamen Klangsprache zu finden? Welche Herausforderungen stellt die Akustik und wie finden wir zusammen zu einer grossen Expressivität, die den Werken gerecht wird... 

Sie leiten Orchester von Weltformat, standen aber auch lange Zeit am Pult des Tasmanian Symphony Orchestra als Chefdirigent, und führten dies zu einem führenden Orchester im pazifischen Raum. Was reizt Sie an der Arbeit mit unbekannteren Ensembles?
SLL: Es gibt hier enormes Potenzial etwas zu verändern. Was mich reizt, ist mit einem Orchester eine Klangidentität und eigene Spielkultur zu entwickeln. Sehr etablierte Klangkörper halten – zu Recht – an ihren Traditionen fest. In Tasmanien war es vor allem die frühe Romantik, die ich zum Kernrepertoire des Orchesters machte, da sich Besetzung wie auch das Klangpotenzial des Orchesters dafür in idealer Weise eigneten. Die vielen Aufnahmen ermöglichten uns eine Detailarbeit, die im normalen Konzertbetrieb gar nicht möglich wäre. In San Antonio war es der neue Konzertsaal, der es uns ermöglichte einen neuen Orchesterklang zu entwickeln. Dieser Saal ist geradezu geschaffen für die Werke der Spätromantik. Auch hier haben wir versucht vergessene Spieltraditionen des 19. Jahrhunderts wieder zu beleben. Und in beiden Ländern habe ich sehr viel Neue Musik uraufgeführt und so die Komponistenszene Australiens und Amerikas kennengelernt. Auch das ist essentiell für die Identität eines Orchesters.

Das Richard-Strauss-Jahr 2019 spiegelt sich im Programm der 3. ABO-SINFONIEKONZERTE „SOL im SAL" besonders deutlich wider. Was macht für Sie persönlich das Faszinosum seiner Musik aus?
SLL: Strauss beschäftigt mich schon sehr lange. Zu unserem 75-jährigen Jubiläum in San Antonio habe ich ein Strauss-Festival kreiert. Der Gründer des Orchesters, Max Reiter, war Strauss eng verbunden. Dies führte dazu, dass viele Werke ihre amerikanische Erstaufführung in San Antonio erlebten. Zum Beispiel die "Vier letzten Lieder" mit Kirsten Flagstad. Da war es folgerichtig den neuen Saal mit eben diesem Zyklus und Renée Fleming zu eröffnen.

Strauss muss man in allen seinen Werken als Operndirigent verstehen. Die Verbindung von Sprache und Musik ist auch in seinen symphonischen Werken immanent. Gesanglichkeit und die Imitation der menschlichen Stimme, ist das, was man in seiner Musik immer anstreben sollte. Dies hat sicherlich Allgemeingültigkeit, bei Strauss ist es jedoch vollkommen unverzichtbar. Ohne die Kenntnis seiner Bühnenwerke kennt man Strauss nicht!

Der zweite vertretene Jahresregent ist Johann Strauss Vater, der genau 100 Jahre vor seinem Namensvetter Richard Strauss gestorben ist. Sehen Sie eine Verwandtschaft der beiden Sträusse? Wie viel Wienertum steckt tatsächlich im „Rosenkavalier“ und seiner Suite?
SLL: Auch wenn die Namensgleichheit Zufall ist, gibt es zudem viel "Verwandtschaft". Die Liebe zum Walzer ist in fast jedem Werk Richard Strauss' zu finden. Auch Elektra und Salome sind voller Walzer, auch wenn diese oft ins Groteske oder Überzeichnete führen. Alles im Rosenkavalier ist liebevoll satirisch auf Wien gemünzt. Ähnlich wie Mahler treibt Strauss dieses "Wienertum" auf die Spitze. Wenn etwas Süssliches gefordert ist, dann aber bitter triefend süss bisweilen. Und es darf auch ein bisschen böse sein. Es ist natürlich auch ein Dokument einer sich selbst auslöschenden Sozialstruktur. Die Dekadenz, die wir hier sehen, läutet das Ende der Aristokratie ein. Grosse Komponisten und Librettisten sind oft prophetisch in ihren Werken. Die bedrückende Schönheit seiner Musik ist wie ein Schwanengesang auf eine untergehende Epoche.
Gibt es etwas Schöneres als das Trio im 3. Akt?

Liechtenstein ist für seine musikalische Nachwuchsförderung jenseits der Grenzen bekannt, wie beispielsweise die hiesige Internationale Musikakademie. Was würden Sie sich für Jungmusiker (wie u.a. im SOL) wünschen bzw. was geben Sie ihnen auf ihrem Weg mit?
SLL: Musiker sind Idealisten. Es gibt keine rationale Begründung seine Passion für Musik zum Beruf zu machen. Man begegnet ständig Hindernissen. Man steht immer auf dem Prüfstand. Man ist fast nie zu Hause und doch überall daheim. Musiker zu werden ist Passion, Hingabe und Berufung. Man hat nicht die Wahl! Der Beruf des Musikers ist eine nie endende Suche nach sich selbst in einem schier unerschöpflichen Kosmos von Kreativität. Wenn man bereit ist sich mit aller Kraft in dieses Abenteuer zu stürzen, dann nur zu. Gemütlichkeit findet man eher woanders. Sei bereit Dein Inneres nach aussen zu kehren und schäme Dich nie Deiner Persönlichkeit! Wenn Du dazu bereit bist, ist es das höchste Privileg in der Welt.

Wir bedanken uns herzlich für das Interview, und wünschen viel Erfolg für die Konzerte am 19. November um 20:00 Uhr und 20. November um 19:00 Uhr im SAL Schaan. Karten unter +423 262 63 51 oder über unser Kontaktformular oder per Mail an office@sinfonieorchester.li.

© Natalia G. King

30. Sep 2019

Radio L Sonntagsgespräch über FL-Klassikszene

Aufschlussreiche Einblicke in die Klassik-Szene Liechtensteins erhielten die Hörer des Radio L Sonntagsgesprächs vom 29. September 2019. Für einen Dialog zu Gast im Studio waren dabei Gabriele Ellensohn-Gruber, Solo-Querflötistin beim SOL und Lehrkraft an der Liechtensteinischen Musikschule, Moritz Huemer, Cellist beim SOL sowie Drazen Domjanic, Geschäftsführer und Intendant des SOL. Auch der Liechtensteinische Landtagspräsident Albert Frick hat sich hierbei zu Wort gemeldet.

Wer sich also interessiert für die Entwicklungen und Trends der heimischen Klassik-Szene – betrachtet aus dem Blickwinkel der genannten Akteure – dem sei der folgende Link zum Nachhören empfohlen:

https://www.radio.li/news-1/sonntagsgespraech-klassik-szene-liechtenstein?fbclid=IwAR3_0aWRmpS--KrtUIiVsGf5vXsgkKSe_oKLd-eXHsXT6SqFmiuMbhlrjvM

22. Sep 2019

Interview mit der Solistin Diana Adamyan

Im Jubiläumsjahr „300 Jahre Liechtenstein“ steht auch das Freundeskreis-Konzert einmal mehr unter dem Zeichen der Spitzenförderung. Die armenische Geigerin und Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein Diana Adamyan musiziert Aram Chatschaturjans Konzert für Violine und Orchester in d-Moll. Wir sprachen mit der Preisträgerin des Menuhin Competition 2018 über die Bedeutung Chatschaturjans für Armenier, die Besonderheit des Violinkonzerts und ihre erste Begegnung damit.

Frau Adamyan, bis heute gilt Aram Chatschaturjan als Armeniens wichtigster Komponist. Welche Rolle nimmt seine Musik in Ihrem Heimatland ein und was bedeutet sie Ihnen persönlich?

Diana Adamyan: Chatschaturjans Musik ist sehr besonders für Armenier. Sie atmet gewissermassen die armenische Seele und wir identifizieren uns mit ihr. Sein Violinkonzert zählt zu einem meiner Lieblingskonzerte, das ich selbst interpretiert habe, es ist reich an wunderschönen Melodien und Akkorden. Wann immer ich es spiele, bin ich sehr stolz Armenierin zu sein und diese herrliche Musik aufzuführen.

Das Violinkonzert ist zweifellos eines von Chatschaturjans bekanntesten Werken für Soloinstrument und Orchester. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Diana Adamyan: Wählen Sie eine gute Referenzaufnahme, schliessen Sie beim Zuhören die Augen und versuchen Sie sich Armeniens Berge, wunderschöne Täler und die armenische Kultur vorzustellen. Sie werden erstaunt sein, wie gut dies gelingt, selbst wenn Sie Armenien noch nie besucht haben! Darin offenbart sich die Magie dieses Konzerts, aber auch Chatschaturjans unglaubliches Talent.

Können Sie sich erinnern wann Sie das Werk zum ersten Mal gespielt haben?

Diana Adamyan: Im Jahr 2016 beendete ich das Studium an meiner Musikschule mit diesem Konzert. Einen Monat später spielte ich es mit dem Tchaikovsky Symphony Orchestra unter Wladimir Fedosejew beim Yerevan Perspectives International Festival.


Freundeskreis-Konzert 2019

Muzio Clementi (1752–1832): Sinfonie Nr. 3 in G-Dur („The Great National“), 2. Satz

Camille Saint-Saëns (1835–1921): Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 in h-Moll, op. 61

Aram Chatschaturjan (1903–1978): Konzert für Violine und Orchester in d-Moll

Weitere Informationen: 20 Uhr, SAL Schaan; www.sinfonieorchester.li; Eintritt frei – Obligatorische Reservierung (freie Platzwahl) per E-Mail: office@sinfonieorchester.lioder per Telefon: +423 262 63 51


© Nune Antashyan

21. Sep 2019

Interview mit der Solistin Clara Shen

Im Jubiläumsjahr „300 Jahre Liechtenstein“ steht auch das Freundeskreis-Konzert einmal mehr unter dem Zeichen der Spitzenförderung. Die deutsch-chinesische Geigerin und Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein Clara Shen interpretiert Camille Saint-Saëns’ Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 in h-Moll. Die junge Künstlerin brillierte zuletzt beim Rheingau Musik Festival und der Eröffnung des World Economic Forum in Davos. Wir sprachen mit ihr über das Live-Spiel vor Publikum, ihre Beziehung zu Saint-Saëns und über Herausforderungen bei Musikwettbewerben.

Frau Shen, nach dem VP Bank Classic Festival und dem Galakonzert der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein sind Sie 2019 zum dritten Mal in der Region zu hören, diesmal solistisch mit dem SOL. Spielen Sie lieber für ein Publikum, das Sie bereits kennt oder liegt Ihnen der gegenteilige Fall mehr?

Clara Shen: Schon als kleines Kind war es für mich immer eine grosse Freude, meine Liebe zur Musik mit möglichst vielen Menschen zu teilen. Daher spiele ich gerne für unterschiedliches Publikum, freue mich aber natürlich ganz besonders, wenn ich unter den Zuhörern auch ein paar bekannte Gesichter entdecke.

Auch bei Ihrem letzten Auftritt im SAL in Schaan spielten Sie ein Werk von Camille Saint-Saëns. Reiner Zufall oder verbindet Sie eine besondere Affinität mit seiner Musik?

Clara Shen: In diesem Fall ist es eher ein Zufall. Allerdings empfinde ich bei all seinen Werken eine einzigartige Eleganz, die mich sehr reizt.

Sie haben mit zehn Jahren erstmals einen Musikwettbewerb gewonnen und seither durch zahlreiche weitere Preise auf sich aufmerksam gemacht. Welchen Stellenwert haben Wettbewerbe für Sie persönlich am Beginn einer Musikerkarriere?

Clara Shen: Bei Wettbewerben sammelt man vielfältige Erfahrungen, die im späteren Musikleben sehr wertvoll sind. Angefangen bei der Stückauswahl über die Vorbereitung bis hin zum Juryvorspiel habe ich von Lehrern, der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, der Wettbewerbsorganisation und nicht zuletzt von meinen Eltern grosse Unterstützung bekommen. Man muss das Repertoire nicht nur auf höchstem Niveau präsentieren, sondern auch geistig in kurz aufeinanderfolgenden Zeitabständen ent-sprechend abrufen können. Äussere Faktoren wie das Wetter vor Ort, Stress, Akustik und anderes mehr können das Spiel beeinflussen. Sich damit auseinanderzusetzen ist sehr hilfreich, wobei die Aussicht auf Preise natürlich immer besonders verlockt.

Freundeskreis-Konzert 2019

Muzio Clementi (1752–1832): Sinfonie Nr. 3 in G-Dur („The Great National“), 2. Satz

Camille Saint-Saëns (1835–1921): Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 in h-Moll, op. 61

Aram Chatschaturjan (1903–1978): Konzert für Violine und Orchester in d-Moll

Weitere Informationen: 20 Uhr, SAL Schaan; www.sinfonieorchester.li; Eintritt frei – Obligatorische Reservierung (freie Platzwahl) per E-Mail: office@sinfonieorchester.lioder per Telefon: +423 262 63 51


© Viktor Shen

17. Sep 2019

300. Mitglied im Freundeskreis des SOL

Der Freundeskreis des Sinfonieorchesters Liechtenstein (SOL) wächst und wächst. Mit dem Beitritt des Ehepaars Gerner aus Eschen – 299. und 300. Mitglied – ist nun ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung erreicht. Damit setzt sich ein erfreulicher Wachstumstrend fort. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Förderer des gemeinnützigen Vereins um 33 Personen auf nun 307 gestiegen (Stand 15.09.2019).

Dass die Erreichung dieser Marke zeitlich mit den 300-Jahr-Feierlichkeiten Liechtensteins zusammenfällt, nahmen die Verantwortlichen zum Anlass, die beiden Jubiläumsmitglieder im Freundeskreis nicht nur willkommen zu heissen, sondern sie auch mit einem trefflichen Geschenk zu beehren. Zwei Exemplare der im Januar dieses Jahres aufgenommenen Jubiläums-CD “300“mit Josef Rheinbergers sinfonischem Tongemälde “Wallenstein“fanden somit einen neuen Besitzer.

Diese wertvolle personelle Verstärkung geht dem zur Tradition gewordenen Freundeskreis-Konzert um nur wenige Tage voraus. Am 24. September 2019 beginnt um 20 Uhr im SAL ein facettenreicher Konzertabend, zu dem nicht nur Freundeskreis-Mitglieder, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit bei freiem Eintritt herzlich eingeladen ist. Für den Freundeskreis ein bedeutsamer Anlass, bietet er doch reichlich Gelegenheit, weitere musikverbundene Förderer für die Anliegen des SOL zu begeistern.

24.9., 20 Uhr, SAL Schaan: Eintritt frei – obligatorische Reservierung (freie Platzwahl) per E-Mail: office@sinfonieorchester.li oder per Telefon: +423 792 63 51

© Andreas Domjanić

7. Sep 2019

SOL-Klassik mit hohem Unterhaltungswert

Einen denkwürdigen Open-Air-Konzertabend erlebten die SOL-Musiker und das Festivalpublikum mit den „Magische Momenten der klassischen Musik“. Angenehme Temperaturen und die entsprechende Stimmung unter den Besuchern sorgten vorab für günstige Rahmenbedingungen. 

Dirigent Kevin Griffiths gelang es einmal mehr, das Publikum mit dem ihm eigenen, humorvollen Kommunikationsgeschick äusserst kurzweilig durch den Abend zu führen. Das von ihm geleitete SOL und die beiden Starsolisten Caroline Campbell und Petrit Çeku vermochten das Publikum im Handumdrehen zu fesseln. Allseits bekannte, eingängige Melodien aus Werken der klassischen Musik, künstlerisch dargeboten auf innovative Art und Weise, zogen die anwesenden Musikliebhaber in ihren Bann. Spätestens beim Walzer von Dmitri Schostakowtisch aus seiner Jazz-Suite liessen die Tanzpaare nicht lange auf sich warten. Wirkungsvoll in Szene gesetzte Beleuchtungseffekte taten das ihrige, um diesen Abend zu einem Höhepunkt des Festivals 2019 werden zu lassen.

Nach dem Festival ist bekanntlich vor dem Festival und so starten bereits jetzt die Vorbereitungen auf das nächste Vaduz Classic, vom 27. bis 30. August 2020. Das SOL freut sich auf weitere Sternstunden der klassischen Musik!

© Andreas Domjanić

2. Sep 2019

Das SOL bei der VADUZ CLASSIC 2019

Mit noch sehr lebendigen Erinnerungen möchten wir an dieser Stelle einen Blick zurück werfen auf das für das SOL zur vollen Zufriedenheit verlaufene Festival Vaduz Classic 2019. Dank eines facettenreichen Festivalprogramms und einem wohlgesonnenen Wettergott vermochte die dritte Ausgabe der Vaduz Classic rund 4800 Besucher anzuziehen. Dabei gestaltete das SOL zwei der fünf Programmpunkte ganz wesentlich mit. 

Das furiose Eröffnungskonzert mit Starpianist Lang Lang setzte gleich zu Beginn ein gewaltiges musikalisches Ausrufezeichen. Mozarts 24. Konzert für Klavier und Orchester erwies sich als treffende Stückwahl, um die Bandbreite von Lang Langs Kunstfertigkeiten – vom sanften Crescendo bis hin zum lebhaften Allegretto – zur Geltung kommen zu lassen. „Besonders die Übergänge zwischen Solist und SOL gestalteten sich so fliessend, dass es schien, als ob das Orchester und der Musiker sich sehr vertraut wären“. (Liechtensteiner Vaterland, 24.08.2019).

Zugleich bot der Beginn der zweiten Konzerthälfte Gelegenheit, den erfreulich zahlreich erschienenen Musikfreunden die bei den SOL im SAL-Konzerten im Januar dieses Jahres aufgenommene Jubiläums-CD zu präsentieren. Persönlich überreichten Stiftungsratspräsident Dr. Ernst Walch und Intendant Drazen Domjanic das hörbare Präsent an die Ehrengäste, darunter S.D. und I.K.H. Erbprinz Alois und Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, Landtagspräsident Albert Frick, Regierungschef Adrian Hasler, Bürgermeister von Vaduz Manfred Bischof und die Verwaltungsräte des Hauptsponsors Ivoclar, Herr und Frau Christoph und Christina Zeller. Pro „Herdstelle“ einen Tonträger mit nach Hause nehmen konnten auch die übrigen Besucher am Ende dieses vielversprechenden Festivalauftakts. 

Wer sich für die aussergewöhnliche Entstehung dieser Aufnahme interessiert, darf in folgendem Trailer auf unserer Webseite spannende Einblicke hinter die Kulissen werfen: 

http://www.sinfonieorchester.li/Videos.aspx?nid=10836&groupnr=10836&jahr=0&lang=DE&itemid=88

Zudem sei allen SOL-Freunden und weitergehend Interessierten die folgende, kritische Würdigung ebenjener Aufnahme auf pizzicato.lu empfohlen:

https://www.pizzicato.lu/home-made-rheinberger/

© Andreas Domjanić / ARS Produktion

28. Jun 2019

Gast-Konzertmeister Marc Bouchkov gewinnt 2. Preis und Silbermedaille

Im Januar dieses Jahres war er noch als gastierender Konzertmeister beim 1. ABO-SINFONIEKONZERT „SOL im SAL“ zu erleben, bei dem zugleich während der Konzertabende live eine CD-Produktion entstand. Kurz darauf beehrte uns Marc Bouchkov erneut bei unserem Gastspiel innerhalb der Konzertreihe „TAK – Vaduzer Weltklassik“ Anfang April in selber Position.

Schon in dieser Zeit liefen seine Vorbereitungen auf Hochtouren, nämlich für den 16. Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in der russischen Hauptstadt Moskau. Mittels diverser Videoaufnahmen und Empfehlungen musste man sich vorab bewerben, um überhaupt in den erlesenen Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen zu werden. Schlussendlich qualifizierten sich aus den vielzähligen Bewerbungen 23 weltweite Geigerinnen und Geiger, um am prestigeträchtigen Wettbewerb teilnehmen zu können.

Nach zwei Runden kristallisierten sich sechs Finalisten für die abschliessende dritte Runde heraus, darunter auch Marc Bouchkov. Gestern nun fiel das Urteil der zwölfköpfigen Jury und ernannte Marc Bouchkov zum zweiten Preisträger mitsamt Silbermedaille. Hierfür möchten wir ihm herzlich gratulieren, unsere grosse Anerkennung aussprechen und fühlen uns gleichzeitig geehrt, mit ihm zusammengearbeitet zu haben und hoffentlich auch darüber hinaus zukünftige Konzerte zu bestreiten.

Bravissimo, Marc Bouchkov!

© Nikolaj Lund

12. Jun 2019

Dirigentin in 2020 leitet Cliburn-Finale

Am vergangenen Samstag, den 8. Juni 2019, wurde das Finale des Van Cliburn International Junior Piano Competition in Fort Worth (USA) ausgetragen. Hierbei wurde die Pianistin Eva Gevorgyan mit dem zweiten Preis und dem sogenannten Press Award ausgezeichnet. Dieser weltweite Klavierwettbewerb ist für Pianistinnen und Pianisten im Alter von 13 bis 17 Jahre angesetzt.

Kürzlich erst wurde Eva Gevorgyan, Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, mit dem „Discovery Award“ – sprich als „Entdeckung des Jahres“ – bei den International Classical Music Award (ICMA) im KKL in Luzern prämiert.

Begleitet wurden die drei Finalisten vom renommierten Dallas Symphony Orchestra (DSO) unter der Leitung von Ruth Reinhardt. Hier arbeitete sie bereits für zwei Spielzeiten als Assistenz-Dirigentin des damaligen musikalischen Leiters Jaap van Zweden, der mittlerweile in gleicher Position das New York Philharmonic Orchestra führt. Ruth Reinhardt kehrt jedoch immer wieder zum DSO für verschiedene Engagements zurück, wie nun zum Cliburn-Finale – siehe Bild mit Preisträgerin Eva Gevorgyan.

In der Saison 2020 wird sie erstmals am Pult des SOL stehen und als erste Dirigentin des SOL in die Geschichte eingehen. Wir sind schon sehr auf ihre musikalische Arbeit im Mai 2020 anlässlich des 2. ABO-SINFONIEKONZERTS „SOL im SAL“ gespannt!

© Van Cliburn International Junior Piano Competition

18. Mai 2019

Interview mit Yaron Traub - Teil 2

Fortsetzung des Interviews mit Yaron Traub im Vorfeld auf das kommende 2. ABO-SINFONIEKONZERT "SOL im SAL" am 21. und 22. Mai 2019.

Teil ihres Engagements in Liechtenstein ist auch der Besuch einer allgemeinbildenden Schule zum Zweck der Musikvermittlung – was für einen Stellenwert hat dieses Tätigkeitsfeld für Sie? 

Während meiner 15-jährigen Tätigkeit als Musikdirektor des Sinfonieorchesters in Valencia habe ich ein umfassendes und sinnvolles Bildungsprogramm entwickelt, dessen Fokus ein mehrjähriges Kulturprojekt mit Jugendlichen war. Als Höhepunkt erarbeitete ein Team von Musikern, Choreographen, Schauspielern und Pädagogen ein Musik-/Theater-/Tanzkonzert mit Schülergruppen, die bei den Aufführungen mit Musik und Orchester interagierten während ihre Mitschüler im Saal zuhörten.

Als Solistin des 2. ABO-SINFONIEKONZERTS „SOL im SAL“ wird die russische Pianistin Varvara Nepomnyashchaya zu hören sein, mit der Sie bereits des Öfteren aufgetreten sind – was schätzen Sie besonders an der Zusammenarbeit mit ihr?

Varvara ist eine einzigartige Musikerin und Pianistin. Ihre Einsicht in die Musik von Rachmaninow ist magisch. In ihrer Herangehensweise verbindet sie ihre Liebe zu Detail und Stil mit leidenschaftlich-romantischem Ausdruck und Virtuosität. Wir haben gerade alle 4 Klavierkonzerte Rachmaninows in Frankreich mit dem Orchestre Nationale de Lille gespielt.

Herr Traub, neben dem Dirigat haben Sie sich noch der Altea International School in Spanien verschrieben – was steckt hinter diesem Projekt und was bedeutet Ihnen diese Arbeit?

Das Projekt der Altea International School entstand aus dem Wunsch von meiner Frau und mir, zusammen mit einigen anderen Familien eine ganzheitlichere und humanere Ausbildung für die letzten Schuljahre zu ermöglichen. Wir bieten das British National Curriculum an, ausgerichtet an den Erziehungsprinzipien von Steiner-Waldorf und der künstlerischen Seite der Erziehung – Musik, Bildende Kunst und Drama. Die ruhige Umgebung der ländlich-malerischen Gegend am Mittelmeer fördert die Art der Ausbildung und Betreuung, die wir unseren Schülern wünschen. Mit diesem Projekt können wir helfen, die nächsten Generationen in unserer schwierigen Zeit verantwortungsvoll zu erziehen. 

Wir wünschen viel Erfolg für die Konzerte am 21. Mai um 20 Uhr und 22. Mai um 19 Uhr im SAL Schaan. Karten unter +423 262 63 51.

© Andreas Domjanić

17. Mai 2019

Interview mit Yaron Traub - Teil 1

Am 21. und 22. Mai 2019 kommt es mit dem 2. ABO-SINFONIEKONZERT „SOL im SAL“ zur Fortsetzung der Spielzeit im Liechtensteiner Jubiläumsjahr. Den Taktstock führt dabei Maestro Yaron Traub.

Herr Traub, Sie traten bereits 2017 im Rahmen des Festivals VADUZ CLASSIC in Erscheinung. Ebenso führten Sie das SOL bei dessen Sinfoniekonzert im November 2018 – wie nehmen Sie die Entwicklung des Sinfonieorchesters Liechtenstein wahr?

Ich erinnere mich sehr gut an meine letzten Besuche in Liechtenstein und freue mich, mit diesem begeisternd dynamischen Ensemble erneut zusammenzuarbeiten. Durch das Erforschen eines neuen Repertoires und die Stabilisierung seiner musikalischen Vision als Kollektiv befindet sich das SOL auf einem sehr soliden Weg hin zu einer künstlerischen Referenz. Ein treues Publikum, das dieser Qualität vertraut, lässt es zu der Marke werden, die es verdient.

An Sergei Rachmaninow scheiden sich die Geister. Den einen gilt er als letzter Romantiker, den anderen als Vorbote der Moderne. Dabei sprechen besonders die Klavierkonzerte viele Menschen unmittelbar an – welche Besonderheiten bringt das zweite Klavierkonzert aus Sicht des Dirigenten mit sich?

Ähnlich Gustav Mahler repräsentiert Rachmaninow ebenso wie der doppelgesichtige römische Gott Janus Vergangenheit und Zukunft. Rachmaninows Entwicklung wird in seinen vier Klavierkonzerten sehr deutlich: Die ersten beiden sind die jugendlichsten und romantischsten, das 4. eine schwer fassbare, rätselhafte Komposition mit offensichtlich mehrdeutig-moderner harmonischer und struktureller Erscheinung. Die Herausforderung für den Dirigenten besteht in der Balance zwischen interpretatorischer Neudefinition einerseits und Werktreue andererseits.

Mit Ihrem Hintergrund und Ihrer Ausbildung, gefolgt von jahrzehntelanger Erfahrung beim Dirigieren verschiedener Orchester – was denken Sie macht einen Dirigenten zu einem ausgezeichneten Dirigenten?

Ein hervorragender Dirigent muss zunächst über fundierte musikalische Ideen und Visionen verfügen. Die Verbindung zwischen seiner Vision und dem Orchester besteht darin, dieses durch seine Gesten sowie verbal während der Proben zu überzeugen und die einzelnen Musiker zu einem zusammenhängenden Kollektiv mit musikalisch einheitlichem Ausdruck zu formen.

Wir wünschen viel Erfolg für die Konzerte am 21. Mai um 20 Uhr und 22. Mai um 19 Uhr im SAL Schaan. Karten unter +423 262 63 51.

Teil 2 des Interviews folgt am 18.05.2019.

© Andreas Domjanić

13. Mai 2019

Sreten Krstic zu Gast beim SOL

Kurz bevor das 2. ABO-SINFONIEKONZERT „SOL im SAL“ am kommenden Dienstag (21.05. um 20 Uhr) und Mittwoch (22.05. um 19 Uhr) im SAL Schaan startet, möchten wir Ihnen eine Koryphäe seines Fachs vorstellen, die uns hierfür beehrt: Gast-Konzertmeister Sreten Krstic. Ganze 37 Jahre lang war er der Konzertmeister der Münchner Philharmoniker, bis er Anfang Mai dieses Jahres das Pensionsalter erreichte. In dieser Zeit lernte er an erster Position des Geigenregisters diverse Maestros als Chefdirigenten wie Sergiu Celibidache, James Levine oder Christian Thielemann kennen.

Mitsamt seiner jahrzehntelangen Erfahrung wird Sreten Krstic das Sinfonieorchester Liechtenstein bei diesem Projekt begleiten und vorantreiben. Ermöglicht wird diese Zusammenarbeit mit Gast-Konzertmeistern und -stimmführern durch die Unterstützung der HILTI Foundation.

Wir sind schon sehr gespannt auf seinen Input, wenn ab Sonntag die Proben beginnen.

© wildundleise.de

1. Apr 2019

Geschäftsbericht 2018

Im Bericht finden Sie alle Informationen zum Jahr 2018.

15. Mrz 2019

Aus aktuellem Anlass

In der Abstimmung über den Liechtenstein-Song im 300-Jahr-Jubiläum hat die Auswertung der Stimmen eine Siegerin hervorgebracht. Mit 41% der Stimmabgaben landete „Weder Dahaam – Rääs feat. SOL“ auf Platz zwei. Nach einem spannenden Finale gratulieren wir der Gewinnerin Rahel Oehri-Malin zu ihrem Erfolg mit dem Song „Do khör i hi“ und bedanken uns bei allen Teilnehmern des Publikumsvotings!

Unterdessen freut sich das Sinfonieorchester Liechtenstein über eine (weitere) Auszeichnung eines seiner Mitglieder. Unter rund 200 Nachwuchsmusikern kürte die Jury des Deutschen Musikwettbewerbs SOL-Cellist Sebastian Fritsch zum Preisträger 2019. Herzlichen Glückwunsch Sebastian!

Grossen Anklang fand zudem das am vergangenen Sonntag im ausverkauften Rathaussaal Vaduz stattgefundene Konzert der „ERLEBE SOL“-Reihe. Josef Gabriel Rheinbergers Klavierquartett und Franz Schuberts Forellenquintett eigneten sich hervorragend dafür, die lebhaft-beschwingte Stimmung der Musizierenden in Windeseile auf das Publikum der Matinee überspringen zu lassen.

Bild: © Andreas Domjanić

6. Mrz 2019

Jetzt voten für „Rääs feat. SOL“

Bei der Abstimmung um den Liechtenstein-Song im 300-Jahr-Jubiläum haben uns Ihre Stimmen ins Finale gebracht!

Allen bisherigen Wählerinnen und Wählern ein herzliches Dankeschön!

Doch nach dem Voting ist bekanntermassen vor dem Voting. Nach dem Einzug ins Finale heisst es nun ein letztes Mal abstimmen – es liegt also ganz in Ihrer Hand.

Schenken Sie uns erneut Ihre Stimme!

Wie Sie uns helfen können: 

Bis zum 15. März 2019 gelangen Sie über diesen Link …

https://www.300.li/projekte-termine/staatsfeiertag-300/liechtenstein-song-1/song-voting/form_success

… direkt zur Abstimmung. 

Dort setzen Sie bitte das Kreuz bei „Weder Dahaam“ – Rääs feat. SOL, hinterlassen ihre Daten (Namen, Mailadresse, Telefon und Ort), erteilen Ihr Einverständnis für die Datenschutzrichtlinie und reichen mit nur einem Klick Ihre Wahl ein.

Sekunden später erhalten Sie ein Mail zur Verifizierung. Bitte bestätigen Sie diese Nachricht mit dem darin enthaltenen Link.

Achtung: Ihre Stimme zählt erst, wenn Sie das Mail bestätigt haben!

PS: Wir gratulieren allen Halbfinalisten, die mit uns - musikalisch - um den Einzug ins Finale gekämpft haben, zu ihren gelungenen Beiträgen!

18. Feb 2019

Eine neue Ära und Ausblick auf 3. VADUZ CLASSIC

Die neun Aufführungen des „Bettelstudent“ von Karl Millöcker bei der Operettenbühne in Vaduz können mit jeweils nahezu ausverkauftem Vaduzer-Saal, stürmischem Applaus und entsprechenden Kritiken in der regionalen Presse als Erfolg verzeichnet werden. Dank der Unterstützung durch die HILTI Foundation führten erstmals unter der musikalischen Gesamtleitung von Dirigent William Maxfield zwei Konzertmeisterinnen der Wiener Volksoper das SOL an. Damit begann eine neue Ära für das SOL. Nicht minder beachtlich verliefen die beiden ausverkauften Konzerte der ABO-Sinfoniekonzertreihe „SOL im SAL“ am 29. und 30. Januar. Die in Liechtenstein geborene Künstlerin Sara Domjanić überzeugte hierbei als Solistin beim zweiten Violinkonzert von Sergei Prokofjew und erntete stehende Ovationen. Mit Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler und Parlamentspräsident Albert Frick erwiesen uns zudem zwei hochrangige Landesvertreter mit ihrer Anwesenheit die Ehre. Im Zeichen von „300 Jahre Liechtenstein“ kam es bei ebendiesen „SOL im SAL“-Konzerten zu einer Aufzeichnung des sinfonischen Tongemäldes „Wallenstein“ von Josef Rheinberger durch das Label ARS Produktion. Das Resultat in Form einer Super Audio Compact Disc (SA-CD) ist als musikalischer Beitrag des SOL, sozusagen als hörbares und dauerhaftes Präsent anlässlich des bedeutsamen Jubiläums des Fürstentums zu verstehen und soll u.a. als Geschenk für Staatsgäste Verwendung finden.

Im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz am 18. Februar 2019 stellten die Verantwortlichen das Programm für das Festival VADUZ CLASSIC vor. Dabei kommt dem SOL, Mitbesitzer des Festivals, auch in diesem Jahr eine gewichtige Rolle zu. Die Programmpunkte mit Beteiligung des SOL sind ab sofort im Veranstaltungskalender unserer Webseite einsehbar. Der vollständige Vorführungsplan steht samt weitergehender Informationen zu Festival und Künstler/-innen auf der Homepage www.vaduzclassic.li zur Verfügung. Facetten- und ereignisreiche Wochen und Monate stehen also bevor. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf diesem Weg auch künftig begleiten würden!

Bild: © Andreas Domjanić

1. Feb 2019

Ereignisreicher Jahresauftakt für das SOL

Kaum sind die ersten Wochen des neuen Jahres vergangen, sorgt das Sinfonieorchester Liechtenstein und seine Musiker/-innen mit vielseitigen musikalischen Engagements im Land und der Region für erfreuliche Schlagzeilen …

Anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums hat Liechtenstein Marketing einen Wettbewerb ausgeschrieben, um denLiechtenstein-Song zu finden. Aus fast 30 eingereichten Vorschlägen hat es der, mit der Balzner Mundart-Band Rääs aufgenommener Song „Weder Dahaam“bis ins Halbfinale geschafft. Noch bis zum 27. Februar läuft die Publikumsabstimmung über den Einzug ins Finale. Dabei setzen wir auf die Unterstützung unseres erweiterten Freundeskreises! Hier geht’s direkt zur Abstimmung. 

Bei der Bekanntgabe der International Classical Music Awards (ICMA) kürte die internationale Jury unseren Solofagottisten Matko Smolčić zum „Young Artist of the Year“. Auch die audiophilen Aufnahmeexperten von ARS Produktion konnten sich über einen ICMA-Preis als „Label of the Year“ freuen. Für wahre Begeisterung sorgten darüber hinaus die Solist/-innen beim SOL und weitere Musiker/-innen. Der meistausgezeichnete Pianist des Jahres 2018, Dmytro Choni – unter anderem Gewinner des weltberühmten „XIX Paloma O’Shea Santander International Piano Competition“ in Spanien – gewann am 20. Januar den Bösendorfer Wettbewerb in den USA. Zu hören ist er in dieser Saison beim 2. ABO-Kammermusikkonzert „ERLEBE SOL“ am 10. März um 11 Uhr im Rathaussaal Vaduz als Partner u.a. beim Klavierquartett von Josef Rheinberger. Der Cellist des SOL Sebastian Fritsch siegte beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin und die erst 13-jährige Violinistin Clara Shen gab das Eröffnungskonzert des Weltwirtschaftsforums 2019 in Davos. Sie wird beim Freundeskreis-Konzert am 24. September um 20 Uhr im SAL in Schaan mit dem dritten Violinkonzert von Camille Saint-Saëns zu erleben sein.

Zu diesen grossartigen Erfolgen gratulieren wir Dmytro, Sebastian und Clara recht herzlich!

Bild: © Andreas Domjanić

27. Jan 2019

1. ERLEBE SOL auf 26.05. verschoben !!!

Aufgrund einer Verletzung wird das 1. ABO-KAMMERMUSIKKONZERT „ERLEBE SOL“ – der ursprüngliche Termin wäre am Sonntag, den 3. Februar 2019 um 11:00 Uhr gewesen – auf Sonntag, den 26. Mai 2019 um 11:00 Uhr im Rathaussaal Vaduz verschoben. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit. Bei Fragen melden Sie sich bitte unter 00423 262 63 51.

31. Dez 2018

Zum Finale der Jubiläumssaison

Nach einem musikalischen und abwechslungsreichen Sommer folgte für das Sinfonieorchester Liechtenstein ein ebenso beschwingter Herbst und Abschluss seiner 30. Saison.

Der Monat September stand unter einem besonderen Stern, denn immerhin wurde im September des Jahres 1988 das noch unter dem Namen bekannte „Liechtensteinische Kammerorchester“ gegründet. Ganz im Sinne dessen und seiner einstmaligen Besetzung trat das SOL ebenfalls in kammermusikalischer Besetzung auf.

Hierbei feierte der erste fünfsaitige Kontrabass des SOL Premiere, der aufgrund der grosszügigen und breit gefächerten Unterstützung von Seiten der HILTI Foundation bereits bei diesem Konzert eingesetzt werden konnte. Unter der musikalischen Leitung von William Maxfield, dem Vertreter des Freundeskreises im Stiftungsrats des SOL, wurden hier kammermusikalische Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven, mitsamt einer Solistin von der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, Geigerin Fabiola Tedesco, dem Publikum serviert.

Die kammermusikalische ABO-Reihe „ERLEBE SOL“ blieb sich auch bei seinem dritten Konzert treu, denn in der Jubiläumssaison widmete man sich hierin den Orchester atypischen Instrumenten. Mit dem Ardemus Saxophone Quartet kam ein internationales Ensemble nach Vaduz, denn mit der bunten Vielfalt aus Jenita Veurink (Niederlande), Yo-yo Su (Australien), Lovro Merčep (Kroatien) und Lisa Wyss (Schweiz) war eine facettenreiche Matinée mit unterschiedlichen musikalischen Einflüssen vorprogrammiert.

Den sinfonischen Abschluss bildeten die Zwillingsschwestern Ferhan und Ferzan Önder als Solistinnen des Konzerts für zwei Klaviere von Wolfgang Amadeus Mozart. Spätestens mit ihrer Zugabe, einer zeitgenössischen Bearbeitung des „Libertango“ von Ástor Piazzolla überzeugten sie das heimische Publikum und entlockten ihnen am zweiten Abend selbst stehende Ovationen! Traditionell wurde beim 3. ABO „SOL im SAL“ die kommende und nun 31. Spielzeit vorgestellt, die sich in jedem Konzert mindestens mit einem Bezug auf Liechtenstein, das in 2019 sein 300-Jahr-Jubiläum begeht, widmet – seien es liechtensteinische Künstler/-innen, hier ansässige Dirigenten, einheimische Komponisten oder Werke, die die Landeshymne raffiniert verarbeitet haben.

Unter der Leitung des bereits beim SOL bekannten und geschätzten Maestros Yaron Traub kehrte der Dirigent des Eröffnungskonzerts des ersten Festivals VADUZ CLASSIC mit dem damaligen Solisten David Garrett an das Pult des SOL zurück. Mit erneut einer Ouvertüre von Ludwig van Beethoven, dieses Mal „Coriolan“, wurde die Reihe der Beethoven’schen Vorspiele fortgeführt. Ebenso nimmt man sich vor, bis einschliesslich im grossen Jubiläumsjahr anlässlich Beethovens 250. Geburtstages in 2020 alle seine Sinfonie aufgeführt zu haben. Mit der Siebten, aufgeführt in der Saison 2016, der Fünften (seine „Schicksalssinfonie“) bei der Eröffnung des Festivals VADUZ CLASSIC in 2017 und nun seiner Dritten (unter dem Beinamen „Eroica“ bekannt) wurde diese Herausforderung bereits angegangen.

Doch mit dem letzten Akkord der Eroica sollte das sinfonische Jahr noch nicht endgültig verklungen sein, denn eine neue Herausforderung stand dem SOL bevor. Die Musiker der Pop-Gruppierung „Rääs“ aus Liechtenstein wünschten sich für ihren Song „Weder Dahaam“ die musikalische Untermalung von Seiten der Saiten- und Blasinstrumente des SOL. Daher nahm man noch im Anschluss an das letzte Sinfoniekonzert im SAL auf, sodass dieser Song bis Mitte Dezember in das Rennen um den offiziellen Liechtenstein-Song „300 Jahre Liechtenstein“ geschickt wurde. Bis Ende Februar 2019 kann nach einer Vorauswahl per Voting darüber abgestimmt werden.

Nach dieser Produktion verabschiedete sich Konzertmeister Szilárd Szigeti, der seit dem Jahr 2015 projektweise und in den Saisonen 2017 und 2018 gar alle Konzerte in dieser Position gespielt hat. Für seine Funktion als Konzertmeister, seine Verantwortung und die zusätzlichen Stunden der (Vor-)Arbeit bedanken wir uns recht herzlich! Für das schon bald anstehende 1. ABO-SINFONIEKONZERT „SOL im SAL“ und das Gastspiel innerhalb der VADUZER WELTKLASSIK-Konzertreihe im TaK im April 2019 konnte der im SOL als Solist bekannte Marc Bouchkov als gastierender Konzertmeister und Mentor für das Geigenregister gewonnen werden.

Kammermusikalisch und besinnlich fand die Saison mit dem 4. ABO-KAMMERMUSIKKONZERT „ERLEBE SOL“ ihr Ende, welches durch ein barockes Trio, angeführt durch die niederländische Blockflötistin Lucie Horsch, gestaltet wurde. Zusammen mit dem Barockcellisten Bruno Hurtado Gosalvez und Cembalist Maximilian Volbers bereiteten sie mit italienischer, niederländischer und deutscher Barockmusik einen würdigen Abschluss der Jubiläumssaison.

Zu guter Letzt gratulieren wir noch unserem Solofagottisten Matko Smolčić zum gewonnenen Probespiel in selber Position bei den Zagreber Philharmonikern. Er wird dem SOL jedoch erhalten bleiben, worüber wir uns sehr freuen!

Nun bleibt nur noch übrig, sich bei Ihnen, liebe Leser/-innen, Konzertbesucher/-innen, Abonnenten und Unterstützer/-innen des SOL für das Jahr 2018 zu danken und voller Erwartung und Spannung in die neue Spielzeit zu blicken.

Einen behutsamen Übergang ins 2019 wünscht Ihnen Ihr Sinfonieorchester Liechtenstein.

© Laura Pavlin

23. Nov 2018

Konzertsaison 2019

20. Nov 2018

Der ABO-Vorverkauf für die Konzertsaison 2019 beginnt am 20. November 2018

Der ABO-Vorverkauf für die Konzertsaison 2019 beginnt am 20. November 2018 und dauert bis 10. Dezember 2018. Das ABO ist mit der beiliegenden Antwortkarte per PostFax unter +423 262 63 54Telefon unter +423 262 63 51 oder per E-Mail unter info@sinfonieorchester.li zu bestellen.

Preis für die gesamte ABO-REIHE „SOL im SAL“ 
Am Dienstagabend um 20:00 UHR (ABO A)
oder
Am Mittwochabend um 19:00 UHR (ABO B)
(alle 3 Sinfoniekonzerte)
Regulärer Preis: CHF 120,- • Ermässigter Preis: CHF 60,-
bis 10.12.2018

Preis für gesamte ABO-REIHE „ERLEBE SOL“
(alle 4 Kammermusikkonzerte)
Regulärer Preis: CHF 100,- • Ermässigter Preis: CHF 50,-
bis 10.12.2018 

Sie sparen 20 % gegenüber dem Kauf von Einzeltickets.

Ermässigung: AHV/IV Rentner, Schüler und Studenten bis 25 Jahre erhalten gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises die ermässigten Preise. • Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

* Die Abonnements werden im Dezember 2018 per Post zugesandt. Bestellte Abos verlängern sich nach Ablauf automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie bis zum letzten Konzert der Saison nicht gekündigt worden.

PDF
ABO-Karte_2019_fuer_Homepage.pdf
31. Aug 2018

Rückblick eines musikalischen Sommers

Auftritte beim 2. Festival VADUZ CLASSIC krönen intensiven Musiksommer für das SOL

Für das Sinfonieorchester Liechtenstein neigt sich ein sehr ereignisreicher Sommer dem Ende entgegen. Intensive Orchesterproben für die Werdenberger Schloss-Festspiele begleiteten unsere Musiker/-innen ab Ende Juli. Vor zauberhafter Kulisse am Werdenberger See folgten wenig später zehn ausverkaufte Vorstellungen der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi, für die unsere Künstler/-innen den lautstarken Applaus des Publikums ernteten. Nach einer nur kurzen Verschnaufpause ging es dann in die zweite Ausgabe des Festivals VADUZ CLASSIC, das in diesem Jahr unter dem Motto „Liechtenstein singt“ stattfinden sollte.

Dort traf das Sinfonieorchester Liechtenstein dann auf alte Bekannte, wie beispielsweise den britischen Dirigenten Kevin Griffiths, der schon beim Premierenfestival im Jahr zuvor das „Liechtenstein spielt“-Konzert dirigiert hat und dessen Wirken nun mit „Liechtenstein singt“ eine Fortsetzung fand. Und so war das Sinfonieorchester Liechtenstein zusammen mit dem Orchester Liechtenstein-Werdenberg, den Schüler/-innen der Liechtensteinischen Musikschule, den Stipendiaten/-innen der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und den Sänger/-innen verschiedener Chöre aus der Region im Vaduzer Saal zu hören, in dem sich das begeisterte Publikum angesichts zahlreicher musikalischer Höhepunkte und einiger humorvoller Einlagen Kevin Griffiths kaum mehr auf den Stühlen halten konnte. Dass das Konzert aufgrund der Witterungsbedingungen in den Vaduzer Saal verlegt wurde, tat der Sache sichtlich und hörbar keinen Abbruch! Der Dirigent mit Unterhalterqualitäten wurde kurzerhand – und ohne vorher informiert worden zu sein – nach einer Fortsetzung seines Engagements beim nächstjährigen Festival VADUZ CLASSIC„Liechtenstein tanzt“ gefragt.

Erneut in Erscheinung trat das Sinfonieorchester Liechtenstein dann beim krönenden Open-Air-Konzert mit Rolando Villazón und Louise Alder, wo dem Publikum unter der Leitung von Guerassim Voronkov einige der schönsten Opern- und Operettenwerke, Arien, Musicals und Lieder dargeboten wurden. Mit internationalen Grössen wie Rolando Villazón, Louise Alder, Cecilia Bartoli, Denis Matsuev, Valery Gergiev, Guerassim Voronkov und dem Mariinsky Orchester konnte man eindrücklich anknüpfen an die Weltstarreihe im Vorjahr. Das Sinfonieorchester Liechtenstein freut sich, zur erfolgreichen Durchführung dieses für Liechtenstein bedeutsamen Ereignisses beigetragen zu haben.

21. Jun 2018

Neuigkeiten im SOL

Auch wenn es um das Sinfonieorchester Liechtenstein vermeintlich in den letzten Wochen ruhig geworden sei, laufen doch die Vorbereitungen in vollem Gange.

Neben den bevorstehenden Produktionen wie den Werdenberger Schloss-Festspielen vom 2. bis 18. August folgt denen gleich die zweite Ausgabe des Festivals VADUZ CLASSIC. Bei insgesamt 10 Vorstellungen der romantischen italienischen Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi am Werdenberger See wurde bereits im Mai die Bühnenmusik von neun Musikerinnen und Musikern des SOL dafür im Tonstudio aufgenommen.

Welche Konzerte mit dem SOL und auch sonst noch am Festival VADUZ CLASSIC vom 23. bis 26. August ein absolutes Muss sind, können Sie in unserem Beitrag „SOL bei VADUZ CLASSIC wieder dabei“ vom 26. März detailliert nachlesen, oder direkt auf www.vaduzclassic.li.

Doch der Blick hinter den Kulissen richtet sich neben dem Programm im Sommer auch auf die Zukunft des SOL. Mit den nächsten drei Saisonen soll ein neues Konzept eingeführt und ein noch höherer Qualitätssprung erreicht werden. Nur so viel sei gesagt, bei unseren zwei Konzertabenden im November anlässlich der 3. ABO-SINFONIEKONZERTE „SOL im SAL“ am 20. und 21. November, und beim 4. ABO-KAMMERMUSIKKONZERT „ERLEBE SOL“ am 2. Dezember rücken wir mit der Sprache heraus, und präsentieren Ihnen, was Sie in den nächsten drei Spielzeiten erwarten wird.

Dank der grosszügigen Unterstützung der Hilti Familienstiftung können wir fortan unser Instrumentarium erneuern. Den Anfang damit macht unser erster 5-saitiger Kontrabass, der bereits bei uns eingetroffen ist, und in einer der kommenden Produktionen im SOL eingeweiht wird. Zwei weitere Kontrabässe werden diesem folgen, sowie ein neuer Satz an Pauken – all das bis zum Jahr 2020.

Von Seiten unserer Orchestermusiker/-innen gibt es aus den letzten Wochen und Monaten ebenfalls einiges zu berichten.

Wenn auch verspätet, möchten wir unserem Solooboisten Adrian Buzac zu seinem 10. Jubiläumsjahr als Professor am Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch nachträglich und herzlich gratulieren.

Die junge Bratschistin Ganna Lysenko, die eine gern gesehene Musikerin bei uns im Orchester ist, hat eine Akademie von zwei Jahren im Orchester der Staatskapelle in Berlin unter Leitung ihres Chefdirigenten Daniel Barenboim gewonnen. Zuletzt war sie in derselben Position beim Tonhalle-Orchester Zürich unterwegs. Ausserdem wurde sie unter etlichen Bewerber/-innen zum renommierten ARD-Musikwettbewerb in München in diesem September zugelassen, wofür wir ihr alles Gute und viel Erfolg wünschen!

Der junge Moritz Huemer aus Mauren hat kürzlich die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bestanden und wurde in die Klasse von Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt in Weimar aufgenommen. Diesen durfte er bereits bei einer Intensiv-Woche an der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein kennenlernen.

Erstmals war er als zweiter Hornist beim diesjährigen Chorseminar Liechtenstein zu hören, und nun hat er ebenfalls die Aufnahmeprüfung an der Zürcher Hochschule der Künste bestanden und wird dort ab Oktober bei Mischa Greull ausgebildet – herzliche Gratulation an Maurus Schaffner!

Am Sonntag, den 15. April, wurde während des Gastspiels beim TAK in derer Konzertreihe „Vaduzer Weltklassik“ ein Probespiel im Fach Violine ausgetragen. Ab der neuen Konzertsaison dürfen wir uns über die Japanerin Miki Iwaki in den eigenen Reihen freuen, die bei diesem Probespiel überzeugen konnte.

Zuletzt war sie beim 2. ABO-KAMMERMUSIKKONZERT „ERLEBE SOL“ am 4. März in einem Streichquartett zusammen mit dem Gitarristen Petrit Çeku zu hören – Sara Domjanić. Gleich danach ging es für sie zum innovativen Festival :alpenarte nach Schwarzenberg/Vorarlberg, anschliessend folgten Auftritte beim Festival „Stars & Rising Stars“ in München, in Washington, in St. Petersburg mit Maestro Valery Gergiev im Publikum und als Solistin mit dem kroatischen Rundfunk-Sinfonieorchester in Čakovec, Kroatien.

Erst kürzlich war Sara Domjanić in einem Rezitalabend mit dem Pianisten Nuron Mukumi im Kursaal in Bad Cannstatt zu hören. In einer neuen Funktion ist sie vom 11. bis 13. August als künstlerische Leiterin des kürzlich ins Leben gerufenen Festivals Olive Classic auf der Insel Pag in Kroatien zu erleben.

In diesem Sinne kann es gerne weitergehen, und wir schauen gespannt im August nach Werdenberg und Vaduz.

© DraDoVision Est.

14. Mai 2018

ABO 2 im Zeichen der Musikvermittlung

In musikalischer Mission unterwegs waren in der Woche für die Vorbereitungen auf die 2. ABO-SINFONIEKONZERTE „SOL im SAL“ die Musiker/-innen des Sinfonieorchesters Liechtenstein SOL. Hier standen Besuche an der Primarschule Schaan, dem Liechtensteinischen Gymnasium und an der Universität Liechtenstein auf dem Programm.

Für die erste Visitation am Montagmorgen im Liechtensteinischen Gymnasium konnte man die beiden Solisten, Geigerin Veronika Eberle und Bratschist Nils Mönkemeyer, gewinnen. Vor zwei Schulklassen mit musikalischem Schwerpunkt erzählten die beiden Künstler aus ihrem Alltag und erklärten ihr „Doppelkonzert“, die Sinfonia concertante von Wolfgang Amadeus Mozart, anhand von mehreren Tonbeispielen. Auch stellten sie sich der Herausforderung, als die Frage im Publikum aufkam, ob sie ebenso gut miteinander musizieren könnten, wenn sie sich nicht sehen würden. Daraufhin positionierten sie sich vor und hinter einem Roll-Up, und meisterten nichtsdestotrotz ihre Aufgabe!

Am Dienstagmorgen führte es fünf Musiker/-innen des SOL in die „ausverkaufte“ Aula der Primarschule Schaan – dort wartete die halbe Schule mit zirka 200 Kindern und ihren Lehrern auf die Vorstellung. Da die Konzerte für zwei Solisten von Wolfgang Amadeus Mozart in dieser Jubiläumssaison des SOL programmatisch im Vordergrund stehen, stellten sich vor Ort die beiden Querflötistinnen, Gabriele Ellensohn-Gruber und Eva-Nina Kozmus, auf ihren Instrumenten mit Duetten von Mozart vor. Ebenso gab es Duette des Meisters der Wiener Klassik von den beiden Oboisten des SOL, Adrian Buzac und Víctor Marín Román, zu hören. Letzterer hat sich neben seinem Dasein als treuer zweiter Oboist auch als versierter Englischhorn-Spieler etabliert, das er mit einem berühmten Solo bewies. Zu guter Letzt zeigte Hornist Marcel Üstün die unterschiedlichen Facetten seines Instruments anhand von Fanfaren, Kantilenen wie aus der bevorstehenden vierten Sinfonie von Robert Schumann und eingängigen Beispielen der Filmmusik auf. Schlussendlich sollten die Musiker/-innen gar nicht mehr aufhören zu spielen und wurden mit „Zugabe“-Chören verabschiedet.

Zielgruppengerecht zugeschnitten auf die studentischen Hörer/-innen, stand am Mittwochmorgen des zweiten Konzerttages die Heranführung an das aktuelle Programm der Konzertreihe im Mittelpunkt. Durch die Veranstaltung führten erneut Musiker-Duos, bestehend aus Isidora Timotijević (Viola) und Marin Maras (Violine), erneut Adrian Buzac und Víctor Marín Román an den Oboen und Alberto Ferrés Torres und Michele Francesco Marrini am Violoncello. Explizit bereiteten sie die Akademiker/-innen von morgen mit Schlüsselpassagen der Beethoven-, Mozart- und Schumann-Werke auf das abendliche Konzert vor. Mit dem Gemeinschaftsprojekt der Universität Liechtenstein und des Sinfonieorchesters Liechtenstein soll das Interesse an klassischer Musik geweckt und der Dialog zwischen Kunstinteressierten und Kunstschaffenden weiter ausgebaut werden.

Zusätzlich dazu fanden erneut jugendliche Konzertbesucher/-innen aus Süddeutschland und Vorarlberg den Weg in den Konzertsaal, dass über den Cellisten des SOL, Markus Schmitz, organisiert wurde. Zum zweiten Konzertabend waren selbst alle Teilnehmer/-innen der Schulbesuche eingeladen und folgten auch dieser, sodass bei der Soirée am Mittwoch ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden konnte. An dieser Stelle sei den beiden Solisten und allen Musiker/-innen des SOL gedankt, die hierbei mitgewirkt haben!

20. Apr 2018

Stehende Ovationen, die Dritte

Dass in dieser Jubiläumssaison bei allen drei ABO-SINFONIEKONZERTEN „SOL im SAL“ und beim kürzlich vergangenen TAK – Vaduzer Weltklassik-Konzert sich jeweils zwei Solist/-innen zwischen Konzertmeister und Dirigenten positionieren, sollte sich herumgesprochen haben, denn immerhin lässt es sich am besten gemeinsam musizieren und zelebrieren.

Doch mit den beiden Solisten im Vaduzer Saal kehrten gleich zwei dem Liechtensteinischen Publikum bekannte Gesichter zurück. Marc Bouchkov, zuletzt im vergangenen August beim Festival VADUZ CLASSIC zu hören, ist auch den Musiker/-innen des SOL in bester Erinnerung geblieben. Im November 2015 trat er solistisch mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms auf, um sich anschliessend als elfte Violine I bei Johannes Brahms’ vierter Sinfonie unter das Orchester zu mischen.

Der gebürtige Bregenzer Kian Soltani ist dem hiesigen Publikum nicht erst seit Mai 2015 bekannt, wo er Antonin Dvoraks Konzert für Violoncello und Orchester interpretierte, sondern auch durch die Aktivitäten und Konzerte der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, von der er seit deren erstem Spatenstich begleitet und gefördert wurde.

Seit drei Jahren wird nun auch das SOL einmal pro Saison auf Einladung des Theaters am Kirchplatz auf die Bühne des Vaduzer Saals gebeten. Mit jeweils zwei symphonischen Ouvertüren leitete das SOL die beiden Konzerthälften ein, bevor zuerst noch allein Marc Bouchkov das Violinkonzert von Jean Sibelius vortrug. Mehr Bouchkov gab es dann nach der Pause als Abschluss mit dem Doppelkonzert von Johannes Brahms an der Seite seines guten Musikerfreundes Kian Soltani.

Bereits im Januar und März war das Publikum bei der eigenen ABO-Kammermusikreihe „ERLEBE SOL“ von den Künstler/-innen angetan und zeigte seine Euphorie mit stehenden Ovationen. Auch Kian Soltani und Marc Bouchkov wurde diese Ehre nach ihrer vom Publikum geforderten Zugabe, der Passacaglia frei nach Georg Friedrich Händel von Johan Halvorsen, zuteil.

Wir danken den beiden Solisten für ihre erfrischende und inspirierende Rückkehr zum Sinfonieorchester Liechtenstein – gerne wieder!

26. Mrz 2018

SOL bei VADUZ CLASSIC wieder dabei

Nach der ersten erfolgreichen Auflage des Festivals VADUZ CLASSIC darf sich das Sinfonieorchester Liechtenstein auch in diesem Sommer wieder über erstrebenswerte Aufgaben am Festival freuen. 

Nachdem im Premierenjahr der Fokus auf dem Instrumentalspiel lag, mit Sternen der Klassikliga wie David Garrett und Anne-Sophie Mutter, wird nun die Richtung für dieses Jahr auf den Gesang umgeleitet; mit der Prämisse, die bereits alpin gelegene Messlatte noch zu überbieten.

Eine Fortsetzung des grossen Liechtensteinischen Orchesters kommt auch wieder zur Aufführung. Zuletzt rundete das Abschlusskonzert „Liechtenstein spielt“ die Erstausgabe ab. Doch nachdem der Gesang dieses Jahr im Vordergrund steht, gesellt sich zum Zusammenschluss aus dem Sinfonieorchester Liechtenstein, Mitgliedern des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg, den besten Musikschüler/-innen der Liechtensteinischen Musikschule und dem ENSEMBLE ESPERANZA der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein nun auch ein grosser Liechtensteinischer Chor mit Sänger/-innen aus dem Land und der Region.

Dieses musikalisch zu leiten, ist keine leichte Aufgabe, doch nach dem Motto „Was lange währt, wird ...“ sogar noch besser. Mit dem bereits von VADUZ CLASSIC bekannten Dirigenten Kevin Griffiths wissen wir die Fusion aus instrumental und vokal, professionellen und ambitionierten Musiker/-innen, jung und alt, und regional und international in besten Händen. Das Ganze geht am Samstag, den 25. August, um 20:00 Uhr Open Air mit klassischen Ohrwürmern wie dem „O Fortuna“ aus dem Oratorium „Carmina Burana“ von Carl Orff oder dem „Pomp and Circumstances“ von Edward Elgar auf dem Parkhaus Marktplatz in Vaduz über die Bühne.

Den Abschluss des Festivals darf erneut das Sinfonieorchester Liechtenstein übernehmen, und das mit namhaften Verpflichtungen. Diese sind die Sopranistin Louise Alder und der Star-Tenor Rolando Villazón, die gemeinsam unter der Leitung des Dirigenten Guerassim Voronkov durch eine Soirée der eingängigsten Arien führen. Bei diesem Programm dürfte für jeden Liebhaber des Gesanges etwas dabei sein – von Belcanto- und Popularnummern aus Italien über deutschsprachige Operettenarien bis hin zu mexikanischen und amerikanischen Musicalhits. Zwischen den einzelnen Arien und Duetten dürfen sich die beiden Sänger etwas regenerieren, um dem Sinfonieorchester Liechtenstein alleinige musikalische Intermezzi zu ermöglichen. Zu hören gibt es das Finale am Sonntag, den 26. August, um 20:00 Uhr ebenfalls Open Air auf dem Parkhaus Marktplatz in Vaduz. 

Weitere Informationen zum Kartenverkauf und zum Programm findet man in unserem Konzertkalender oder auf: www.vaduzclassic.li .

22. Mrz 2018

Ehrenvolle Auszeichnung für Drazen Domjanic

Eine ganz besondere Ehre wurde Drazen Domjanic, seines Zeichens Geschäftsführer und Intendant des Sinfonieorchesters Liechtenstein, mit der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für die Verdienste der Republik Österreich am Mittwoch, den 21. März zuteil. Im Kulturhaus Rössle in Mauren und im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur überreichte Botschafterin Dr. Maria Rotheiser-Scotti den Orden an Drazen Domjanic als Auszeichnung für seine Verdienste im kulturellen Bereich und der Musikförderung in der Region. Für feierlich musikalische Untermalung des Festaktes sorgte die 13-jährige Violinistin und Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein Clara Shen. Herzliche Gratulation zu dieser Auszeichnung wünschen die Musiker/-innen und der Stiftungsrat des Sinfonieorchesters Liechtenstein. 

14. Mrz 2018

Geschäftsbericht 2017

Im Bericht finden Sie alle Informationen zum Jahr 2017.

1. Mrz 2018

Grosse Ehre und Aufgabe

Am 21. Februar wurde in der Ratsstube in Vaduz bekannt gegeben, dass das Sinfonieorchester Liechtenstein im Frühjahr 2021 die Gala der „International Classical Music Awards“ – kurz: ICMA, www.icma-info.com – musikalisch übernehmen darf.

Die ICMA wurden im Jahr 2010 von der Jury der früheren „MIDEM Classical Awards“ gegründet. Aus 14 verschiedenen Ländern Europas besteht die Jury aus Musikkritikern, die wiederum 17 Radiosender, Print- und Online-Magazine vertreten – darunter befindet sich auch das Musikmagazin „Musik und Theater“ aus der Schweiz.

Das Sinfonieorchester Liechtenstein wird hierbei die ehrenvolle Aufgabe erhalten, den Preisträgerinnen und Preisträgern eines International Classical Music Awards während ihrer Beiträge musikalische Rückendeckung zu geben, wofür sie ausgezeichnet wurden.

Für die Bekanntgabe und gemeinsame Unterzeichnung vor Ort kamen der Vaduzer Bürgermeister Ewald Ospelt, Dr. Ernst Walch, Stiftungsratspräsident des SOL, Remy Franck, Präsident der ICMA und Drazen Domjanic, Intendant des SOL, zusammen, um die Presse darüber zu informieren. Alle Berichte der heimischen und internationalen Nachrichtenblätter sind dazu in der Rubrik „Presse“ auf unserer Homepage zu finden.

Somit darf sich Vaduz und das Sinfonieorchester Liechtenstein nach Metropolen wie Leipzig (2017), Katowitz (2018) und Luzern (2019) in die Rolle eines Gastgebers einordnen, bevor in Sevilla (2020) der Staffelstab der ICMA nach Vaduz gereicht wird.

Für das Sinfonieorchester Liechtenstein, das sich in seiner 30. Jubiläumssaison befindet, ist das eine weitere erfreuliche und verantwortungsvolle Aufgabe.

Zu sehen v.l.n.r.: Drazen Domjanic, Intendant des SOL, Remy Franck, Präsident der ICMA, Dr. Ernst Walch, Stiftungsratspräsident des SOL, Ewald Ospelt, Bürgermeister der Gemeinde Vaduz

Foto: Andreas Domjanic

27. Jan 2018

Ein guter Start ins Jubiläum

Mit Beginn der 30. Saison des Sinfonieorchesters Liechtenstein geht es gleich positiv in den ereignisreichen Januar los. Noch vor dem neuen Jahr konnte anhand der Anmeldungen für ein Abonnement eine gute Bilanz gezogen werden – auch weiterhin steigt die Zahl der Abonnenten des Sinfonieorchesters Liechtenstein an.

Darüber darf sich als zuerst unser erster Künstler bei der kammermusikalischen Reihe „ERLEBE SOL“ Xavier de Maistre an der Harfe freuen. Sein Rezital am Sonntagvormittag, den 28. Januar, ist restlos verkauft. Hierfür werden so viele Besucherinnen und Besucher im Rathaussaal in Vaduz erwartet, wie noch nie zuvor!

Derweil laufen seit vergangenen Freitag die Proben für unser 1. ABO-SINFONIEKONZERT „SOL im SAL“, das seine jüngste Tradition auch in diesem Jahr weiterführt; nämlich den zusätzlichen ABO-Tag am Mittwochabend um 19:00 Uhr. Auch hier ist Harfenist Xavier de Maistre, zusammen mit der Querflötistin Magali Mosnier, im Einklang mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein zu erleben – sprich, Xavier de Maistre neben dem Doppelkonzert auch im Doppelpack. Den Einklang zwischen Orchester und Solisten übernimmt Chefdirigent Stefan Sanderling.

Doch am heutigen Samstag (27.01.) richten wir unseren Blick nach Balzers zur Premiere der Operette „Die lustige Witwe“, bei der das Sinfonieorchester Liechtenstein sich als musikalischer Partner erweist – hierfür wünschen wir allen Beteiligten erfolgreiche Aufführungen; immerhin ist es das 20 Jahr Jubiläum zwischen der Operettenbühne Balzers und dem Sinfonieorchester Liechtenstein.

23. Nov 2017

Konzertsaison 2018

14. Nov 2017

Der ABO-Vorverkauf für die Konzertsaison 2018 beginnt am 14. November 2017

Der ABO-Vorverkauf für die Konzertsaison 2018 beginnt am 14. November 2017 und dauert bis 19. Dezember 2017. Das ABO ist mit der beiliegenden Antwortkarte per PostFax unter +423 262 63 54 oder per Telefon unter +423 262 63 51 zu bestellen.

Preis für die gesamte ABO-REIHE „SOL im SAL“ 
Am Dienstagabend um 20:00 UHR (ABO A)
oder
Am Mittwochabend um 19:00 UHR (ABO B)
(alle 3 Sinfoniekonzerte)
Regulärer Preis: CHF 120,- • Ermässigter Preis: CHF 60,-
bis 19.12.2017

Preis für gesamte ABO-REIHE „ERLEBE SOL“
(alle 4 Kammermusikkonzerte)
Regulärer Preis: CHF 100,- • Ermässigter Preis: CHF 50,-
bis 19.12.2017 

Sie sparen 20 % gegenüber dem Kauf von Einzeltickets.

Ermässigung: AHV/IV Rentner, Schüler und Studenten bis 25 Jahre erhalten gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises die ermässigten Preise. • Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

* Die Abonnements werden im Dezember 2017 per Post zugesandt. Bestellte Abos verlängern sich nach Ablauf automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie bis zum letzten Konzert der Saison nicht gekündigt worden.

PDF
SOL_Konzertsaison_2018_-_Broschuere.pdf
PDF
Bestellscheine.pdf
12. Nov 2017

Ein neues Projekt für das SOL

Seit dem 10. November ist es offiziell, dass das Sinfonieorchester Liechtenstein bei den traditionsreichen und etablierten Werdenberger Schloss-Festspielen mit der neuen Produktion den Klangkörper stellen darf.

Mit der Premiere am 2. August 2018 der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi folgen bis zur Dernière am 18. August 2018 fast ein Dutzend an Vorstellungen. Die künstlerische Leitung teilen sich Kuno Bont und William Maxfield. Letzterer ist dem Sinfonieorchester Liechtenstein seit vielen Jahren als Dirigent der Operette Vaduz und des Chorseminars Liechtenstein vertraut – als musikalischer Leiter übernimmt William Maxfield auch für „La Traviata“. Den anderen Part der künstlerischen Führung übernimmt Regisseur Kuno Bont. Die Spielstätte wird hierfür auf den Werdenberger See in Buchs SG verlagert, sodass neben den herrlichen Melodien, die diese Oper auszeichnen, der Blick in die Natur und auf das Schloss Werdenberg garantiert sind – sprich, ein Schmaus für Augen und Ohren.

Somit stellt sich das Sinfonieorchester Liechtenstein auch der Königsdisziplin, der Oper, und bereichert seine neue Saison um ein weiteres Grossprojekt. Weitere Angaben zu allen Aufführungen finden Sie ab 1. Dezember 2017 auf der Homepage der Werdenberger Schloss-Festspiele – http://www.latraviata18.ch – sowie ab dem 14. November 2017 auf der Homepage des Sinfonieorchesters Liechtenstein – http://www.sinfonieorchester.li – und ab dem selben Tag in der neuen Jahresbroschüre der Spielzeit 2018.

1. Okt 2017

Mit neuen alten Instrumenten in Vaduz

Zur sonntäglichen Matinée lud die Kammermusik-Konzertreihe „ERLEBE SOL“ am 1. Oktober bereits zum dritten Mal in der Konzertsaison des Sinfonieorchesters Liechtenstein ein.

Dieser Einladung folgte neben dem Quartetto di Cremona ein junger Pianist der kommenden Superlative, der sich beim Liechtensteiner Publikum bereits durchgesetzt und beliebt gemacht hat. Robert Neumann, ein sechszehnjähriges Universaltalent und als Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein entdeckt und gefördert, bewies sich neben dem renommierten Streichquartett als ausserordentlich einfühlsamer Kammermusikpartner. Dabei war er der fünfte Musiker auf der Bühne, jedoch keineswegs das fünfte Rad am Wagen, denn durch sein nuanciertes Einfühlvermögen wusste er stets zu den richtigen Zeitpunkten sowohl virtuos sich einzubringen als auch dezent zu untermalen.

Nach dem Klavierquintett von Robert Schumann folgte eine Rarität der italienischen Romantik – ein Streichquartett von Giuseppe Verdi. Einleitende Worte fanden dazu der erste Geiger, Cristiano Gualco, und Bratschist, Simone Gramaglia.

Doch sie hatten dem Liechtensteiner Publikum noch eine brandneue Mitteilung zu verkünden. Stolz wie ein Spanier, oder wie sie als Italiener, präsentierten sie dem Publikum auf charmante Weise ihre neuen Instrumente. Vier Stradivari-Instrumente, die sich einst im Besitz des Teufelsgeigers Niccolò Paganini befanden, wurden ihnen dank der Nippon Foundation nun überreicht. Zuvor hielten diese Instrumente Streichquartette wie das Tokyo String Quartet bis zu ihrer Auflösung im Jahre 2012 oder das Hagen Quartett in ihren Händen, sodass bereits eine ehrwürdige Reise hinter ihnen liegt, die nun das Quartetto di Cremona weiterführen darf.

Morgen geht es für die kürzlich mit dem ECHO KLASSIK gekrönten Musiker weiter zum SOL-Gastspiel in das Theater Chur. Wir freuen uns solch ein prestigeträchtiges Streichquartett zusammen mit Robert Neumann präsentiert zu haben, und sagen: Bravo a tutti!

21. Sep 2017

Freundeskreis gewinnt neue Mitglieder

Das Konzert für den Freundeskreis am Dienstag, den 19. September, erwies sich als grosser Erfolg für das Sinfonieorchester Liechtenstein und für den Freundeskreis selbst. Neben den erfreulichen Leistungen der Künstlerinnen und Künstler am Konzertabend durfte der Freundeskreis seit dem Freundeskreiskonzert 2016 weitere 50 neue Mitglieder aufnehmen und willkommen heissen.

Das Konzert zeigte sich nach der sensationellen Premiere des Festivals VADUZ CLASSIC als ein weiterer Schritt nach vorne. Mit zwei Sängerinnen aus Vorarlberg und Liechtenstein – Isabel Pfefferkorn und Sarah Längle – und dem heimischen Pianisten Andreas Domjanic wurde allen Besucherinnen und Besuchern deutlich, dass die Förderung der klassischen Nachwuchselite hierzulande ihre Früchte trägt. Praktisch wie Magneten zogen die Solisten, zusammen mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein unter der Leitung des Chefdirigenten Stefan Sanderling, das Publikum geradezu an. Die ständig steigende Besucherzahl bei den ABO-Sinfoniekonzerten „SOL im SAL“ und bei den Freundeskreiskonzerten zeigt die Beliebtheit und die Etablierung des Sinfonieorchesters Liechtenstein im Fürstentum und in der Region. Schliesslich folgten der Einladung zum diesjährigen Freundeskreiskonzert über 400 Besucherinnen und Besucher.

Deshalb sagen der Freundeskreis und das Sinfonieorchester Liechtenstein für jegliche Zuwendung, Wertschätzung und Präsenz herzlich: Danke!

Obwohl die jazzigen Klänge des vergangenen Konzertes noch innerlich nachhallen, treffen sich bereits am Freitag, den 22. September, die Mitglieder des Freundeskreises zur alljährlichen Mitgliederversammlung, um den Jahresbericht und die Finanzen zu beschliessen.

17. Sep 2017

Junge Musikerinnen und Musiker bereichern das SOL

Seit mehreren Jahrzehnten hat sich der Intendant des Sinfonieorchesters Liechtenstein Drazen Domjanic nicht nur dem Ausbau der Kulturlandschaft im Fürstentum Liechtenstein und der umliegenden Region verschrieben, sondern auch der Förderung von jungen begabten Musikerinnen und Musikern. Seither setzte er den ersten Spatenstich zur Gründung der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein sowie deren Zusammenarbeit mit dem hiesigen Orchester.

Ein Gesicht hat dies spätestens seit der Gründung des ENSEMBLES ESPERANZA bekommen, das sich aus den besten Stipendiatinnen und Stipendiaten der heimischen Musikakademie in Nendeln zusammenstellt. Zu hören gab es dieses musikalische Zusammenspiel bereits beim diesjährigen TAK Vaduzer Weltklassik Konzert, Ende März. Dabei bildeten die Routiniers des Sinfonieorchesters Liechtenstein mit den international tätigen Esperanzas einen Klangkörper von mehr als 70 Musikerinnen und Musikern.

Unter ihnen befinden sich bekannte Gesichter aus der Region, die frühzeitig entdeckt und gefördert wurden, sodass sie im ENSEMBLE ESPERANZA oder im Sinfonieorchester Liechtenstein, oder gar in beiden, einen Stammplatz eingenommen haben, wie beispielsweise Moritz Huemer (FL), Karoline Wocher (AT), Gustav Wocher (AT), Sara Domjanic (FL), Marcel Üstün (AT/CH) oder Judith Tiefenthaler (FL/AT).

Zu hören gab es diesen musikalischen Schmelztiegel auch beim diesjährigen Abschlusskonzert von VADUZ CLASSIC Ende August, das mit fürstlichen Kanonenschüssen und Glockengeläut imposant über die Bühne ging.

In den Kreis des künstlerischen Nachwuchses im Sinfonieorchester Liechtenstein wurde am 15. September 2017 auch der junge Trompeter Jakob Lampert aus Vorarlberg berufen. Nach einem geglückten Probespiel wird er unter anderem am Anfang der kommenden Konzertsaison 2018 bei der Operette Balzers eingespannt – dazu gratulieren wir!

10. Sep 2017

Ja, ja, das ist Vaduz Classic

Sinfonieorchester Liechtenstein beweist sich als souveräner Klangkörper – ein Rückblick

 

VADUZ. Für die Premiere des neuen Hauptstadt-Festivals VADUZ CLASSIC erfreute man sich nicht nur der Solisten wie David Garrett und der mit Spannung erwarteten Überraschung, die sich als Anne-Sophie Mutter entpuppte, sondern auch der künstlerischen Unterstützung durch heimische Ensembles und Orchester.

Neben der breiten Palette an Konzertdarbietungen vom kammermusikalischen Duo-Abend über klassische Sinfoniekonzerte bis hin zum Musical zeigte sich das Wetter als abwechslungsreicher Co-Pilot, der den sowohl klassischen Konzertbesucher wie auch Musikerinnen und Musiker vor neue Aufgabe stellte. Bei wortwörtlich Wind und Wetter bewiesen sich jedoch das Sinfonieorchester Liechtenstein unter der Leitung des Gastdirigenten Yaron Traub beim Eröffnungskonzert als eingefleischte Musikanten par excellence. Der sehnlichst erwartete Publikumsmagnet David Garrett rundete den Abend vor mehr als 3'000 Zuschauern ab, darunter seine Durchlaucht Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Ihre Königliche Hoheit Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, die der brillanten Darbietung von Peter I. Tschaikowskis Violinkonzert reichlich Applaus schenkten. Mit seiner virtuosen Zugabe, den Variationen über den „Karneval von Venedig“, funktionierte David Garrett das Sinfonieorchester Liechtenstein als ein musikalisches Ostinato um, und spielte sich mit Charme und Leichtigkeit in die Herzen aller.

Nach Tag eins bei VADUZ CLASSIC war die Messlatte hoch angelegt, doch das Galakonzert im Vaduzer Saal reihte sich als nächster Höhepunkt an den Vorabend. Chefdirigent Stefan Sanderling mit seinem Sinfonieorchester Liechtenstein liessen musikalisch ambitionierte Zahnärzte und Ärzte in den eigenen Reihen Platz nehmen, und formierten sich zu einem Weltorchester mit medizinischem Rang und musikalischem Klang. Werke von W.A. Mozart und A. Dvorak wurden vor vollem Haus aufgeboten, bevor die bis dato anonymisierte Überraschung die Bühne betrat – und wenn das keine war, Anne-Sophie Mutter. Zuerst interpretierte sie einfühlsam und gesanglich das wohl bekannteste „Air“ von J.S. Bach mit musikalischer Rückendeckung des ENSEMBLES ESPERANZA aus der Liechtensteinischen Talentschmiede der Internationalen Musikakademie in Nendeln. Danach sorgte sie mit ihrem langjährigen Pianisten Lambert Orkis für Feuer und Temperament auf der Bühne. Jedem Zuhörer war nach dem Schlussakkord anzuerkennen: Quelle surprise!

Der dritte Tag diente für die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters Liechtenstein als eine Verschnaufpause vor dem in jedem Sinne grossen Abschlusskonzert. Dafür war nun der Laufsteg für die junge heranstrebende Generation frei – nach dem Motto: ein Tag von und für die Jugend. Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein boten einen Abend der Kammermusik im Liechtensteinischen Landesmuseum dar, sowie das ENSEMBLE ESPERANZA mit Violinist Marc Bouchkov, der die vier Jahreszeiten von Astor Piazzolla im Schnelldurchlauf und mit argentinischem Timbre erklingen liess. Den Schlusspunkt bildete die Liechtenstein Musical Company (LMC) mit einem musikalischen Appetitanreger für ihre Neuproduktion „Daddy Cool“.

Unter dem Titel „Liechtenstein spielt“ versammelten sich am Sonntagvormittag rund einhundert Musikerinnen und Musiker auf der grossen Open-Air-Bühne. Mit dabei musizierten Amateure des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg, beste Schülerinnen und Schüler der Liechtensteinischen Musikschule, Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und das Sinfonieorchester Liechtenstein, und allesamt gekonnt geführt durch den jungen Dirigenten Kevin Griffiths. Das Programm bot dem Publikum einen Querschnitt der klassischen Musik, das selbst mit einbezogen wurde. Unter anderem ölte das Publikum seine Stimmen, als bei der Zugabe das Lied „Ja, ja, der Chianti-Wein“ kräftig mitgesungen wurde. Das bildete zugleich einen Übergang zur zweiten Auflage im August nächsten Jahres, wenn es dann bei VADUZ CLASSIC heisst „Liechtenstein singt“!

15. Nov 2016

Der ABO-Vorverkauf für die Konzertsaison 2017 beginnt am 25. November 2016

Der ABO-Vorverkauf für die Konzertsaison 2017 beginnt am 25. November 2016 und dauert bis 20. Dezember 2016. Das ABO ist mit der beiliegenden Antwortkarte per Post, Fax unter +423 262 63 54 oder per Telefon unter +423 262 63 51 zu bestellen.

Sie sparen 20 % gegenüber dem Kauf von Einzeltickets.

PDF
ABO_Bestellscheine.pdf
PDF
SOL_Jahresbroschuere.pdf
24. Mai 2016

Neue Aufgabe für das Sinfonieorchester Liechtenstein

Auf der heutigen Pressekonferenz wurde ein neues Festival für Vaduz vorgestellt. Das Festival Vaduz Classic findet im kommenden Jahr vom 24. bis 27. August statt und wird mit dem Star-Geiger David Garrett eröffnet. Unter der Leitung von Yaron Traub spielt Garrett zusammen mit dem SOL das Violinkonzert von Peter I. Tschaikowski.

Weitere Informationen finden Sie hier.

19. Mai 2016

Werner Gloor aus dem Stiftungsrat verabschiedet

Im Rahmen der gestrigen Sitzung des Stiftungsrates wurde das langährige und verdiente Mitglied Werner Gloor verabschiedet. Werner Gloor hat viele Jahre das Sinfonieorchester Liechtenstein mitgeprägt und einen grossen Anteil an der Entwicklung des Klangkörpers gehabt. Neu für ihn im Stifttungsrat ist als Vertreterin des Orchestervorstandes die Geigerin Rachel Wieser.

13. Jan 2016

SOL öffnet Generalproben fürs Publikum

Aufgrund der grossen Nachfrage für die Konzertreihe "SOL im SAL" in Schaan und den fast aussichtslosen Kartenwünschen vieler Musikliebhaber, hat sich das Management entschieden die Generalproben für das Publikum zu öffnen. Erleben Sie hautnah wie der neue Chefdirigent Stefan Sanderling den Werken den letzten Schliff verpasst und wie junge Solisten leidenschaftlich musizieren.

Da nicht garantiert werden kann, dass alle Werke komplett durch gespielt werden, gibt es einen reduzierten Einlass gegenüber dem regulären Konzertkartenpreis. Erwachsene: CHF 30 / ermässigt CHF 15.
Obligatorische Anmeldung unter info@sinfonieorchester.li oder Tel: 00423 262 63 51.

Hier die Termine im Überblick:

Montag, den 25. Januar 2016 um 19.30 Uhr
Generalprobe für das "1. SOL im SAL" in Schaan. Geprobt werden Werke von Tschaikowski und Beethoven. Zu Gast ist der junge Cellist Andrei Ionita, Gewinner des Tschaikowski-Wettbewerbs 2015 und Artist in Residence beim 6. FESTIVAL NEXT GENERATION.

Montag, den 16. Mai 2016 um 19.30 Uhr
Generalprobe für das "2. SOL im SAL" in Schaan. Stefan Sanderling probt Werke von Beethoven, Mozart und Tschaikowski. Die Geigerin Yuki Manuela Janke ist zu Gast beim Sinfonieorchester Liechtenstein.

Montag, den 14. November 2016 um 19.30 Uhr
Generalprobe für das "3. SOL im SAL" in Schaan. Zum Saisonausklang stehen Werke von Brahms, Haydn und Tschaikowski auf dem Probenplan des Sinfonieorchesters Liechtenstein unter Chefdirigent Stefan Sanderling. Zu Gast ist der junge Italiener Filippo Gorini, Gewinner des Beethoven Wettbewerbs Bonn 2015.

23. Nov 2015

Sinfonieorchester Liechtenstein beendet Saison 2015

Mit zwei fulminaten Konzerten ging die Saison 2015 des Sinfonieorchesters Liechtenstein zu Ende. Mit einem reinen Brahms-Programm im Rahmen des  3. Abokonzertes "SOL im SAL" verabschiedete sich Florian Krumpöck in seiner Funktion als Chefdirigent. Das Liechtensteiner Volksblatt schrieb von einer "Sternstunde mit Johannes Brahms" und lobte neben dem Dirigat Krumpöcks auch den jungen Violinisten Marc Bouchkov, der das Violinkonzert des gebürtigen Hamburgers interpretierte. "Die  halsbrecherischen Kantilenen in den höchsten  Lagen,  schwierigste  Doppelgriffe und Passagen, das elektrisierende Thema  des  dritten  Satzes,  des  mit Magyarenblut   geschriebenen   Rondos  –  all  das  präsentierte  der  hochkonzentrierte junge Meister mit Bravour".

Im ausverkauften 4. Kammermusikkonzert ERLEBE SOL präsentierte sich das Sonus Brass Ensemble im Vaduzer Rathaus Saal. Ein bunter Reigen aus Werken verschiedenster Komponisten sorgten für einen gelungen Saisonabchluss. So schrieb das Liechtensteiner Volksblatt: "Was das Konzert neben dem kurzweiligen Programm so unterhaltsam machte, war die Interpretation des Ensembles. Mit einem Augenzwickern nahmen die Musiker den tiefgründigen Sinn hinter der Musik auf und überzeugten auf der ganzen Linie."

Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute und Gesundheit für das neue Jahr.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie auch in 2016 bei unseren Konzerten begrüssen könnten.

15. Sep 2015

Stefan Sanderling wird ab 2016 neuer Chefdirigent

Auf der heutigen Pressekonferenz wurde der Nachfolger des amtierenden Chefdirigent Florian Krumpöck vorgestellt. Stefan Sanderling übernimmt den Taktstock beim Sinfonieorchester Liechtenstein. „Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit dem Sinfonieorchester, die sehr gute Aufbauarbeit von Florian Krumpöck weiterzuführen. Ich habe viele Ideen, die ich hier gerne umsetzen möchte.“ Florian Krumpöck wird sich in Zukunft vermehrt seinen internationalen Verpflichtungen widmen. Stiftungspräsident Dr. Ernst Walch und Intendant Drazen Domjanic dankten bereits jetzt Florian Krumpöck für seine Arbeit, der noch das heutige Konzert des Freundeskreises und das 3. Abo-Konzert am 17. November leiten wird.

Des Weiteren stellten Stefan Sanderling und Drazen Domjanic die Saison 2016 vor. Mehr Informationen finden Sie in den Mitteilungen.

10. Sep 2015

Pressekonferenz des SOL am Dienstag, den 15.9.2015

In den letzten 3 Jahren hat das SOL eine sehr positive Entwicklung genommen. Das freut uns und ist Verpflichtung zugleich. Daher werden wir Vertreterinnen und Vertreter der Presse im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag, den 15. September 2015 um 11:00 Uhr im Vaduzer Restaurant Royal (ehemaliges Real Haus) über die Neuerungen und die anstehende Saison 2016 des Sinfonieorchesters Liechtenstein (SOL) informieren. 

Schon jetzt ist klar, dass das SOL im kommenden Jahr den Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern, sowie der Bevölkerung in der ganzen Region eine bunte Palette an Konzerten, herausragende Solistinnen und Solisten und, last but not least, einen neuen Chefdirigenten bieten wird. Dieser wird ab Januar 2016 den Taktstock von Florian Krumpöck übernehmen, dessen Vertrag nun nach drei Jahren ausläuft. Wir freuen uns über seine vermehrte internationale Tätigkeit und die beiden noch vor uns liegenden Konzerte mit ihm. An dieser Stelle sei ihm schon für seine Arbeit und seinen Einsatz beim Sinfonieorchester Liechtenstein herzlich gedankt. 

Unser designierter Chefdirigent war einer der jüngsten Chefdirigenten in Deutschland und arbeitete mit führenden Orchestern in Berlin und Dresden, in London, Wien und Salzburg sowie in Tokyo und Sydney. Seine Aufnahmen erschienen u.a. bei Sony Classics.