Vladimir Lakatos

Violine I

Vladimir Lakatos begann mit sechs Jahren Violine zu spielen, zeigte sich sehr begabt und wurde in einem der speziellen Musikgymnasien in Bukarest aufgenommen. Der Weg führte ihn weiter zur Musikhochschule in Bukarest.

Während des Studiums gründete er das Streichquartett „Athenaeum“, mit dem er einen nationalen Preis und später 1977 den zweiten Preis im internationalen Streichquartettwettbewerb von Evian, Frankreich, gewann.

1972 trat er solistisch mit dem philharmonischen Orchester Arad, dem Orchester des Konservatorium Bukarest und dem philharmonischen Orchester Timi?oara mit dem Violinkonzert in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und dem Violinkonzert von Alexander Glasunow auf.

Im selben Jahr trat er die erste Stelle als Orchestermusiker in der Bukarester Philharmonie „George Enescu“ an und wechselte im Jahr 1980 ins Münchner Rundfunkorchester.

Von da an spielte er regelmässig als Aushilfe im Bayerischen Staatsorchester, im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, bei den Münchner Philharmonikern und bei den Münchner Symphonikern.

Während der Jahre als Orchestermusiker führte er die Kammermusiktätigkeit mit unverminderter Intensität weiter. So gründete er das „Ensemble Athenaeum“ des Münchner Rundfunkorchesters, das, variabel vom Streichtrio bis hin zum Kammerorchester, in zahlreichen Konzerten in München und im grossräumigen Umkreis auftrat.

Im Jahr 2005 gründete er die Kammermusikreihe des Münchner Rundfunkorchesters mit einer aussergewöhnlichen Programmatik („Von Klassikern der Moderne bis heute“), die er bis 2014 organisierte.

In den Jahren 2010 bis 2013 war er Hauptverantwortlicher für die Bildung der Streichergruppen und als Dozent für die Kammermusik innerhalb der „Carl Orff-Akademie“ des Münchner Rundfunkorchesters. Vladimir Lakatos ist der Gründer des Kammermusikfestivals „Terre de Culture“ in Prats-de-Carlux, Frankreich und des Kammermusikkurses innerhalb der „Academia Sighi?oara“ in Schässburg, Rumänien und gleichzeitig dessen Dozent.

Er war Dozent für Kammermusik im Deutschen Musikrat und in Schloss Brauneck, sowie Streicherdozent im Bayerischen Landesjugendorchester, im Abaco Orchester Ludwig-Maximilians-Universität München und seit 1983 im Schwäbischen Jugendsinfonieorchester.

Die Begegnung mit Sergiu Celibidache 1979 veränderte sein musikalisches Bewusstsein. Die Dirigierkurse und die Kurse der Phänomenologie der Musik, eröffneten ihm eine neue Welt. Daraus entstand die Vorstellung einer vollkommen neuen Art und Weise des Dirigierens, aus der Sicht und der Erfahrung eines Orchestermusikers.

Erfahrungen als Dirigent sammelte er in vielen grösseren und kleineren Ensembles, wie beispielsweise im Jahr 2013 mit dem Symphonie-Orchester Crescendo München oder 2015 mit dem Oratorium "Die letzten Dinge" von Louis Spohr im Kloster St. Ottilien.